Angekommen sein heißt auch zufrieden sein!

Angekommen sein

Angekommen sein

Heute begrüße ich Nathalie vom Blog Eine ganz normale Mama in unserer Reihe zur Vereinbarkeit. Ich freue mich sehr, dass Du mitmachst, da ich Interviews mit Kollegen aus der schreibenden Zunft natürlich schon „von Berufs wegen“ sehr spannend finde. Schön finde ich, dass die zweifache Mama so zufrieden mit ihrem Leben ist! Denn „Angekommen sein“ bedeutet auch zufrieden mit sich und seinem Leben sein.

Wer bist Du?

Ich bin Nathalie, 35 Jahre, 2 Jungs (4 und 2) und ein Ehemann. Ich bin freiberufliche Journalistin und blogge seit zwei Jahren auf www.ganznormalemama.com über den meist lustigen Alltag mit meinen Söhnen.

Woher kommst Du und wohin gehst Du?

Ich komme aus Lübeck und will auch hier bleiben 😉 Und ansonsten war und ist alles so, wie es sein sollte und wie es mir gefällt. So wie ich immer wollte. Aber seit ich Kinder habe, lebe ich bewusster. Und merke, dass ich richtig angekommen bin. Als Mutter. Und überhaupt.

Was willst Du über Deine Familie sagen?

Meinen Mann habe ich schon im Studium kennengelernt. Und nun haben wir zwei Kinder, von denen einer aussieht wie ich und der andere wie mein Mann. Meine Jungs sind zwei und fast fünf Jahre alt und bei allen Gegensätzen haben sie eines gemeinsam: Sie sind supersüß. Und frech. Gerne haben sie mal parallel einen Trotzanfall und auch ansonsten halten sie mich gut auf Trab. Und bei aller Nerverei und bei allem Geschrei: Ich liebe es! Sie sind einfach großartig! Und das Leben mit ihnen auch!

Warum und was arbeitest Du?

Ich arbeite seit neun Jahren (so ausgeschrieben fällt mir erst auf, wie lange das schon ist!) als freiberufliche Journalistin und Autorin. Davor hatte ich ein Volontariat bei einer Tageszeitung gemacht, aber immer im Hinterkopf gehabt, mich selbstständig zu machen. Das machte ich dann auch schnell. Und habe es nie bereut. Ich schreibe für verschiedene Zeitschriften und Tageszeitungen, außerdem für Mitgliederzeitschriften vom Paritätischen und der IHK. Letztere beide hören sich vielleicht nicht grad sexy an, aber auch da gibt es immer wieder spannende Aufträge und nicht zu letzt regelmäßige. Nicht unwichtig als Selbständige. Aber mir gefällt es grad an meinem Beruf, dass ich mich in verschiedene Themen einfuchsen kann und immer wieder mit neuen Dingen auseinandersetze. Obwohl ich auch z.B. für die Eltern oder Familie und Co. schreibe, freue ich mich, wenn ich mal über absolute Nicht-Mama-Themen schreiben kann und so auch mal wirklich aus der Mamawelt rausgerissen werde und den Kopf für andere Dinge benutzen kann!

angekommen sein

Peru: Stellvertreterfoto für meine beruflichen Reisen. Sie liegen mir immer noch am Herzen, auch wenn ich seit zwei Jahren nicht mehr beruflich unterwegs war. Aber es öffnet einfach die Augen, bereichert und ist, ganz ehrlich, ein Traumjob.

Ich bin vor dem Mamasein regelmäßig in Entwicklungsländer gereist und habe Reportagen über Mädchen- und Frauenrechte gemacht. Mal sehen, ob das nun mit zwei Kinder auch geht. Ansonsten schreibe ich auch viel über die moderne Arbeitswelt, über Karrierethemen, über Wirtschaftsthemen und immer wieder über Elternthemen. Außerdem habe ich in der letzten Elternzeit mit meinem Kleinen zwei Bücher geschrieben, Auftragswerke für einen Verlag, es ging um Porträts von Familienunternehmen. In die Richtung Sachbuch will ich nun stärker gehen, Auftragswerke wie Biografien oder Porträts. Denn als Mama kann ich nicht mehr kurzfristige, tagesaktuelle Artikel schreiben – man muss ja immer flexibel sein. Bei den Zeitschriften habe ich meist einen Monat Zeit, das lässt sich gut mit immer wieder spontan krank werdenden Kindern vereinbaren. Bei Büchern ist die Abgabefrist noch länger, das heißt, meine Flexibilität ist noch größer. Das passt perfekt. Und ich mag es, mich auch mal länger als für einen Monat in ein Thema einzusteigen und noch tiefer zu recherchieren.

Tja und dann ist da mein Blog, der als Hobby begann und nun mehr geworden ist. Hier und da ein bisschen abwirft. Und mir als schreiberische Referenz dient. Und mir lieb geworden ist mit all den Leserinnen und Kommentatorinnen. Es bringt einfach Spaß! Ich überlege nun, wie ich ihn noch stärker in meine journalistische Arbeit einbinden kann.

Erzähle uns etwas von Deinem beruflichen Werdegang!

Studium: BWL mit Schwerpunkt Werbung. Tja und dann mitten im Hauptstudium fiel mir auf, dass ich in diese Werbewelt nicht passe und das eigentlich nicht so gut kann. Da erinnerte ich mich an den Spruch meines Deutschlehrers, ich solle doch bitte etwas mit Schreiben machen. Ich fing an als Freie für die Tageszeitug zu arbeiten, verlor mein Herz an den Journalismus und da ein BWL-Diplom nicht die schlechteste Voraussetzung dafür ist, machte ich das Studium zu Ende, volontierte danach zwei Jahre bei den Lübecker Nachrichten und nach einem halben Jahr im dortigen Sportressort machte ich mich selbständig. Und hier bin ich nun.

3 Dinge, die Dir am schwersten fallen, beim Wechseln zwischen den Welten!

Nichts. Es ist alles gut, wie es ist. Ich freue mich, wenn ich morgens Zeit für mich und meine Arbeit habe und ich freue mich, wenn ich meine Kinder nach fünf Stunden wieder abhole. Dann kann ich auch gut abschalten. Natürlich klingelt manchmal das Telefon, aber meine Kinder wissen dann Bescheid und ich bin mittlerweile echt gut darin, von der Mamastimme auf die seriöse Reporterstimme umzuswitchen. Und die meisten meiner Kunden wissen Bescheid oder haben selbst Kinder, so dass das Verständnis groß ist.

3 Dinge, warum Du nicht tauschen wollen würdest!

Meine Kinder nicht, meinen Mann nicht, den Wohnort nicht. Eigentlich gar nichts. Es passt grad alles so, wie es ist.

Was liegt Dir besonders am Herzen?

Optimistisch sein. Ich bin chronische Optimistin und seit ich Kinder habe, finde ich das umso wichtiger. Denn sie sollen diese Einstellung mal von mir übernehmen, ich hoffe, ich lebe es ihnen angemessen vor. Ich habe gelernt, mir im Vorfeld nicht mehr so viele Gedanken zu machen. Denn allzu oft stellt sich eine Situation als harmloser heraus als sie ist. Ich kann mittlerweile Gedankenkarussels, die einen beim Einschlafen überfallen, ganz gut ausblenden und kann es nur empfehlen.

Unser Familienurlaub ging bisher jeden Sommer nach Schweden. Es zieht uns immer wieder dorthin und wir lieben es. So ein warmes wohliges Sommergefühl.

Unser Familienurlaub ging bisher jeden Sommer nach Schweden. Es zieht uns immer wieder dorthin und wir lieben es. So ein warmes wohliges Sommergefühl.

 

Angekommen sein

Unser Strand: Wir leben an der Küste und sind eigentlich jedes Wochenende am Strand. Besonders im Winter ist es toll: viel Platz, gute Luft und danach ein warmer Kakao!

6 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.