Aus sind die Ferien und Schnee ist da!

Ferien und Schnee

Ferien und Schnee

 

Alle sind fort. Es ist eigenartig still um mich herum, als ich diese Zeilen schreibe. Diese Ferien waren wunderschön. Entspannt, still, regenerierend. Alles dank Papa. Er hat sich sehr viel um die Kinder gekümmert und mir vieles abgenommen. Ich durfte ausschlafen. Danke Kinder, dass ihr mich habt schlafen lassen und so schön im Kinderzimmer spielt ohne mich.

Danke Familie, denn ihr zeigt mir, dass es ein Familienleben mit Perspektive gibt. Seit Monaten fühle ich mich endlich wieder fit und ausgeschlafen. Meine Kreativität kehrt zurück. Es ist ein wunderbares Gefühl, zu entdecken, dass all die Qualitäten meines Lebens als eigenständige Erwachsene auch in dieser Familie möglich sind.

Schöne Momente mit mir alleine hatte ich also zahlreiche. Ich hatte sogar richtig Zeit aufzuwachen in der früh. Mich ein wenig zu besinnen und einfach mal gar nichts tun. Und das in den Ferien und auch noch Schnee!!! Nicht zu fassen,  was ein Glück. Dass die Ferien so entspannt waren, liegt nämlich neben dem Papa auch an den vielen Flocken, die seit zwei Tagen fast ohne Pause vom Himmel fallen. Die Kinder sind den ganzen Tag draußen. Der Papa räumt Schnee und kann so nach ihnen schauen, falls es zu Unstimmigkeiten kommen sollte.

Ferien und Schnee

Ferien und Schnee

Mittlerweile haben wir 30 cm Neuschnee, auf der Piste heute waren es 20 cm. Deshalb bin ich heute auch so spät dran mit diesem Text über die allerbesten Ferien und Schnee so schön wie im Märchen. Alles ist weiß und glitzernd. Ferien und Schnee sind wundervoll. Ich wünsche mir noch fünf weiterer solcher Wochen… Ich fühle mit meinen Kindern und finde es wie sie richtig schade, dass am Montag schon wieder Schule und Frühaufstehen angesagt ist.

Familie haben, heißt anscheinend doch nicht immer nur verzichten und entsagen für immer nur eine oder zwei Personen. Eine Familie zu sein, ist ENDLICH schön. Es ist herrlich mit der Zeit seinen Platz in dieser Familie zu finden. Jeder braucht Freiräume, jeder seinen Platz. Der eine hasst eine Arbeit geradezu, während dem anderen diese gar nichts ausmacht. Der eine liebt es früh aufzustehen, der andere ist und bleibt ein Langschläfer. In einer Familie dauert es ein wenig bis alles an seinen Platz kommt. Ganz besonders braucht es Zeit, wenn innerhalb von wenigen Monaten gleich drei Kinder zur Welt kommen. Es dauert umso länger bis jeder wieder seinen Rhythmus hat und alle fünf Rhythmen in Harmonie zueinander sind.

Weil ich schon manchmal verzweifelt bin am Chaos. Am fehlenden Rhythmus und dem Gefühl, das nichts besser wird. Das sich alles gerade so verändert zum Positiven, dafür bin ich nun sehr dankbar. Und die Ferien fand ich immer am anstrengendsten überhaupt. Meine Inspiration heute heißt Familie. Es ist wunderschön zu beobachten, wie sich die Wogen glätten. Alle ein wenig zur Ruhe kommen und Dinge erledigt werden, die schon so lange darauf warten. Wir haben uns und das ist gut so.

Wie lange lasst ihr den Weihnachtsbaum drinnen? Wir haben beschlossen ihn noch dieses Wochenende abzubauen. Irgendwie schade, aber wir brauchen gerade diese frische Welle Neuschnee, die uns nach vorne katapultiert.

 

Mein schönster Moment mit den Kindern

Da ich schon seit zwei Wochen keine Freitagslieblinge mehr geschrieben habe, gibt es hier einen Rückblick auf die gesamten Ferien und Schnee als Krönung, quasi. Die nur im Rahmen unserer Familie verbrachten Festtage habe ich sehr genossen. Es hat wirklich geklappt: die Kinder haben reihum ihre Geschenke geöffnet, so dass alle mitgucken konnten. Weihnachten mit den Minikindern verlief nämlich bei uns sonst immer so. Ganz toll war auch unser Besuch bei den Großeltern. Das aller schönste aber war unsere Silvesterfeier. Wir waren wir fünf und sind erst gegen 17.30 von den Großeltern nach hause gekommen. Ich war der Held der Kinder, weil ich ihnen nun doch ein paar Knaller gekauft habe. Unsere Familienpackung enthielt sogar ein paar Raketen. Unser Papa findet das Abschießen von Raketen überflüssig. Deshalb haben wir mit dem Opa einen sehr lustigen Spaziergang gemacht. Inkognito haben wir immer wieder Böller gezündet, was alle sehr lustig fanden. Also ich habe sie gezündet, denn meinen Kindern erlaube ich das noch lange nicht. Mir hat es schon wieder gereicht zu sehen wie unvorsichtig die mit Feuer und Blindgängern umgehen. Nein, nein, nein.

 

Bestes Schweinsbratenrezept ever

Der Papa hatte, als wir zuhause ankamen, schon seinen berühmten Schweinsbraten gemacht. Diesmal war er absolut perfekt, denn er hatte ihn bei 100 Grad auf Niedrigtemperatur gemacht. Bei Unter- und Oberhitze hat er 1,5 stunden hat er auf der Schwartenseite gebraten und dann 1,5 Stunden auf der anderen Seite.  Dann noch mal 15 Minuten auf 130 Grad braten und dann 15 Minuten auf 200 Grad. Während dieser letzten Phase die Schwarte mit Salzwasser bepinseln. Das war die erste Scharte, die ich beißen konnte und die gleichzeitig knusprig war, in meinem Leben.

Das Stück war ungefähr 1,5 Kilo groß. gut ist es auch, die Schwarte vorher mit einem sehr scharfen Messer über Kreuz einzukerben.

Dazu gab es eine leckere Sauce, Kartoffelknödel und Blaukraut. Und das schönste: Ich musste nichts machen außer essen. Danach bin ich mit den Kindern hinaus gegangen und wir haben unser Knaller und Kreisel verballert. Fotos gibt es leider weder vom Braten noch vom Knallern.

Schnitzelpanade reloaded

Dafür habe ich heute unsere Kalbsschnitzel fotografiert. Bei -10 Grad Celsius bei Sonnenuntergang brauchen wir einfach gerade deftige Nahrung. Heimgekommen vom Skifahren, glücklich und gar nicht so durchgefroren wie ich dachte, dafür mit knallroten Backen, haben wir uns Gurkensalat und Pastinakenbrei mit Kalbsschnitzel schmecken lassen. Die waren von der Metzgerin schon vorgeklopft und richtig tolle doppelte geschnittene Kaiserschnitzel – wie das eben heir so üblich ist. So groß sind die, dass eines für drei Kinder reichte. Wir essen gerne Fleisch, aber es muss nicht immer so wahnsinnig viel pro Person sein.

Hier noch schnell ein Tipp für die Panade: Drei Schüsseln nehmen und die erste mit Mehl, die zweite mit Ei, Salz und Kräutern füllen. In die dritte gebt ihr klassisch Semmelbrösel. Um das ganze abwechslungsreicher zu gestalten, könnt ihr auch gestoßene Kürbiskerne nehmen. Das schmeckt klasse. Genauso gut eignen sich klein gehackte Cornflakes oder Haferflocken. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. All das kann auch mit Semmelbröseln gemischt werden.

 

Ferien und Schnee

 

Neujahrsfeuerwerke in Tirol

Ebenso schön wie Ferien und Schnee war das Neujahrsfeuerwerk in Hopfgarten, Tirol. Diese Feuerwerke sind hier Tradition. Eigentlich kann ich nur den Kopf schütteln, was hier so an zwei Tagen in die Luft geballert wird, andererseits ist es wunderschön. Bei so vielen professionellen Feuerwerken in all den Skigebieten und Luxushotels brauche ich jedenfalls keine eigenen Raketen im großen Stil abschießen.Da schaue ich lieber zu und genieße es.

Die Jahreszahl 2017 besteht übrigens aus Kerzenlichtern. Die Skilehrer bringen die Kerzen auf Skiern in Position. Oberhalb der Jahreszahl am Skihang wird dann das Feuerwerk gezündet.

Da wir die Kinder an Silvester dieses Jahr um Mitternacht schlafen gelassen haben, freuten sich alle sehr auf diesen Abend. (Bis auf den Großen, der guckte zweimal: Punkt zwölf weckte er mich auf! Ich hätte die Jahreswende dieses Jahr ohne ihn verschlafen, zum ersten Mal in meinem Leben! Sohn ist von ganz alleine aufgewacht – aus purer Willenskraft. Weil er es sich so sehr gewünscht hat, sagt er.)

Das Neujahrsfeuerwerk jedenfalls war wunderschön und eine Symphonie aus Farbe, Licht und Musik. Zu vier verschiedenen Musikstilen lieferte die Choreographie Lichtspiele in allen Farben. Hier habe ich ein Video von einem der vier Finale zu klassischer Musik gemacht.

 

Ein Radio-Feature

Mein liebstes Buch der Woche hat gar nichts mit Ferien und Schnee zu tun. Es ist auch kein Buch, sondern ein Feature zum Anhören vom Bayern 2. Es heißt „Psychotrauma Flucht – Die Zeit heilt nicht alle Wunden“  (Junge Geflüchtete damals und heute) von Gabriele Knetsch. Die Idee dahinter ist eine Art Spiegelung. Überlebende des 2. Weltkriegs werden nach ihren Fluchterfahrungen befragt und wie sie die Ankunft der Flüchtlinge aus Syrien erleben. Ein junger Syrer erzählt seine Flucht. Der Radiobeitrag ist wirklich sehr bewegend sowohl was die Erzählungen der „Jungen“ als auch der „Alten“ betrifft.

 

 

 

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