Autopanne in Italien

Autopanne in Italien

Noch ein letztes Mal an die Marina fahren, dem Meer Aufwiedersehen sagen, wollten die Kinder und ich an unserem letzten Urlaubstag. Da ich jederzeit Sehnsucht nach dem Meer fühle, war es mir egal, ob ich die acht Stunden nach Hause gleich oder nach ein paar letzten Strandstunden fahre. Also ab zur Küste. Doch es kam anders. Frisch und sonnengebräunt machten wir uns auf die lange Heimreise, Vollgas mit dem knallorangenen T4 auf der Überholspur, als plötzlich etwas nicht mehr stimmte. Trotz hektischem Treten des Pedals, keine PS mehr, also schnell rechts ran, auf den Standstreifen der Superstrada. Was für ein Zufall, ziemlich genau auf der Höhe von Paganico – wo sich unser Ferienhaus befand. Nach einigen Telefonaten mit dem ADAC, den Besitzern des Agriturismos, und dem Pizzaiolo Daniele, bei dem ich zuschaue wie die Flammen im Holzofen lodern, seit ich acht bin, legte sich die erste Panik. Schnell kamen die Carabinieri und beschützten uns mit Blaulicht und Fähnchen auf dem gefährlich engen Halteplatz, bis der Abschleppwagen nach ca. zwei Stunden eintraf. Nach einer Pizza im Castelluccio kehrten wir in unser Häuschen zurück. Das Auto mitsamt Dreckwäsche ließen wir beim Meccanico neben dem Restaurant, um zu überprüfen wie hoch der Schaden war. Da wir fälschlicherweise der Meinung waren, keinen Auslandsschutz bei den Engeln der Fahrbahn zu haben, zahlten wir erstmal alles selbst. Den Rücktransport des geliebten Busses drei Wochen später organisierte dann der ÖAMTC zuvorkommend für uns. Da waren wir schon längst wieder daheim: Nach einer Extra-Woche Ferien nach der Autopanne in Italien kehrte ich mit den drei Kindern mit Reisebus und Umsteigen in Florenz in die Bahn zurück.

Fazit: Mein Großer hat im verlängerten Septembersommer noch schwimmen gelernt und unserer Bus jetzt einen neuen Motor. Nur mein Mann hält mir ab und an noch vor, dass unser Bus mich und meinen Fahrstil nicht möge und wohl lieber er das Steuer übernähme.

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