Dreifachmama und Schulleiterin: Kinder rund um die Uhr

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Heute freue ich mich Euch die Bloggerin Karolin von den Dachbuben vorzustellen. Wie sie das macht als Dreifachmama und Schulleiterin? Mit so vielen Kindern – fremden und eigenen – von früh bis spät? Da muss jemand schon dafür geboren sein… Hut ab!

Wieder mal interessiert mich meine Interviewpartnerin aus mehreren Gründe besonders. Die Dreifachmama und Schulleiterin hat zum einen dieselbe Kinderkonstellation wie ich… erst eins, dann zwei in ziemlich kurzem Abstand, nämlich weniger als zwei Jahre. Und sie weiß sogar ein Fachwort dafür, wie ihr gleich lest… Da ihre Kinder schon ein bisschen älter sind als meine, freue ich mich zum anderen auf viele tolle Tipps auf ihrem Blog, denn man muss ja nicht immer das Rad neu erfinden, nicht? Obendrein ist Karolin auch noch Direktorin einer Schule, für mich eine absolute Respektsperson und sehr bewundernswert. Denn seit mein Großer in die Schule geht, durchlebe ich viele Erinnerungen an meine eigene Kindheit und Schulzeit erneut. Eins habe ich schon gemerkt, was die Lehrer ganz gern haben, Kommunikation ist alles! In diesem Sinne übergebe ich an die liebe Karolin:

 

Wer bist Du?

Ich bin Karolin Ziegler, Mama von sog. Pseudodrillingen (3 Kinder innerhalb von weniger als 2 Jahren geboren). In meiner Freizeit singe ich leidenschaftlich gerne als Altistin, ich stricke und häkle, liebe das Schreiben (habe ein Buch geschrieben: „Bellende Socken und muhende Unterhosen. Vom (Über-) Leben als Familie mit Tochter und Zwillingsjungen auf tiefstem Lande“) und das Dekorieren unseres Hauses und das Gestalten unseres Gartens. Sehr gerne gehe ich draußen in der Natur querfeldein laufen.

 

Woher kommst Du und wohin gehst Du?

Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf in Oberschwaben. Dort bin ich verwurzelt und ich gehe immer wieder gerne dort hin, um meine Familie zu treffen. Mit meinem Mann und den Kindern wohne ich nun in einem noch viel kleineren Dorf (knapp 300 Einwohner) in der Nähe des „Heiligen Berges Oberschwabens“. Hier sagen sich wirklich Fuchs und Hase „Gute Nacht“.

 

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Was willst Du über Deine Familie sagen?

Wir sind eine ganz normale Familie, haben viel Freude zusammen, lachen gerne, legen großen Wert auf Strukturen und wiederkehrende Abläufe, lieben Ausflüge und Restaurantbesuche. Wir sind eine musikalische Familie, bis auf den Papa, der hört uns lieber beim Musizieren zu. Alle Kinder lernen Instrumente. Unsere drei Kinder sind mittlerweile 9 und 7 Jahre alt und besuchen alle die Grundschule.

 

Warum und was arbeitest Du?

Ich bin Rektorin einer Grundschule und liebe meinen Beruf. Das ist auch der Grund, aus welchem ich arbeite. Es liegt mir sehr am Herzen, Kindern einen guten Weg in die Zukunft ermöglichen zu können, ihnen Bildung und Werte, Handlungsstrategien und Schlüsselkompetenzen anzubieten und an die Hand zu geben.

 

Erzähle uns etwas von Deinem beruflichen Werdegang!

Seit meiner Kindheit war es mein Traum, Lehrerin zu werden. Ein paar andere Berufe hätten mir sicher auch zugesagt, aber ich kam von diesem Traum nie los. Deswegen war es auch nach meinem Abitur klar, in welche Richtung ich gehen würde. Ich studierte an der Pädagogischen Hochschule Weingarten und legte dort mein 1. Staatsexamen ab. Nach dem sich anschließenden Referendariat machte ich das 2. Staatsexamen. Ich habe meine Berufswahl nie bereut, denn es ist für mich der schönste Beruf, den ich mir vorstellen kann. Jeden Tag von Kindern umgeben zu sein, ihnen Bildung zu vermitteln, Wege zu zeigen und niemals vorher zu wissen, was der Tag in der Schule bringen wird, ist eine tolle Sache.
Nach einigen Jahren als Lehrerin wollte ich Schule mehr gestalten können, mehr mit Eltern zusammenarbeiten, Entscheidungen treffen, verwalten. So entschied ich mich, Schulleiterin zu werden. Nach dem Durchlaufen des Bewerbungsverfahrens wurde ich vor vier Jahren zur Rektorin bestellt.

 

3 Dinge, die Dir am schwersten fallen, beim Wechseln zwischen den Welten als Dreifachmama und Schulleiterin!

Ich wechsle zwischen Rektorin und Mama. Wobei: So riesig groß sind, zumindest inhaltlich, die Welten gar nicht. Die Schulkinder brauchen mich zwar auf andere Weise, als meine eigenen Kinder, ich bin an der Schule also von Berufswegen Pädagogin und zu Hause als Mama. Da gibt es viele Parallelen, und dennoch sind meine eigenen Kinder und meine Familie das absolut Höchste und Größte, das ich mir vorstellen kann. Wichtig ist, gut zu organisieren und mit Weitblick zu planen. Mein Mann unterstützt mich absolut, was es mir möglich macht, meine Arbeit und die Familie zu vereinbaren.

 

3 Dinge, warum Du nicht tauschen wollen würdest!

Ich finde es toll, beides, also Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Auch meine Kinder betrachten es als spannend, dass die Mama so viel mit Schule zu tun hat und finden Schule auch toll. Sie lernen so Schule auch aus der Sicht der Lehrerin und Rektorin kennen und erfahren somit einiges an Hintergrund und merken, wie viel Arbeit hinter Schule steckt.
Ich liebe meine Familie und gehe in meinem Beruf auf. Beides erfüllt mich. Und genau das überträgt sich auch auf die Kinder.

 

Was liegt Dir besonders am Herzen?

Familie und Beruf zu vereinbaren erfordert viel Weitblick und Balancehalten, so dass man so gut wie möglich in seiner Mitte bleibt. So fällt man nicht, wenn man beidem gerecht werden möchte, sondern bleibt stabil und ausgeglichen. Eine gute Planung und sinnvolle Organisation sind absolut wichtig.

Zudem erachte ich es für unerlässlich, dass man sich Momente für sich sucht, neben dem Beruf und der Familie. Man braucht immer wieder zwischendurch Zeit ganz für sich. Ich gehe zum Beispiel gerne raus, gehe querfeldein durch die Natur und genieße die dort gewonnen Impressionen.
Dankbar bin ich meinem Mann, der mir unheimlich viel abnimmt und mir somit jeden Tag zeigt, dass er hinter mir steht.
Last but not least ein Tipp von einer die es wirklich wissen muss (als Dreifachmama und Schulleiterin!): Niemals den Humor verlieren. Eine gesunde Portion davon und die Fähigkeit, auch mal über sich selber lachen zu können, erleichtert so manches.

Vielen Dank für’s Mitmachen, liebe Karolin!

 

3 Lieblingsdinge in Bildern!

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Gemeinsame Ausflüge, hier mit dem Fahrrad

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Das Leben auf dem Land…Schlittenfahren vor der Haustüre

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Die Musik

 

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