Familienglück: Wann fühle ich mich glücklich?

Familienglück Spielzeug für Jungs

Familienglück

Woher kommt Glück? Von Glucke? Die Glucke ist ja eine Mutterhenne, die sich sichtlich um ihre Küken bemüht. Bedeutet es Glück, wenn ich mich um jemand kümmern kann? Wenn mir die Aufgabe, mich um andere zu sorgen, sie zu pflegen und zu hegen, ihnen Geborgenheit, Liebe und ein offenes Ohr schenken, ein sinnerfülltes Leben verschafft, dann ist das für mich Glück. Ja, ich bin glücklicher seit ich eine Familie habe! Ich bin zwar eher weniger Glucke und lege größten Wert auf die Selbständigkeit meiner Kinder,  aber doch, ich kümmere mich gerne um die 1.000 kleinen Wehwehchen und freue mich, wenn ich einem kleinen Menschen mit meiner Zuneigung und beruhigenden Worten helfen kann, damit ein großes Kinderproblem plötzlich nicht mehr so groß erscheint. Die kleinen großen Sorgen der Kinder betreffen nämlich oft gerade die von ihnen erwartete Reaktion der Erwachsenen. Habe ich beim letzten Mal etwas zu fest geschimpft, weil etwas ausgeschüttet wurde, bemerke ich wie die Kinder schon angespannt auf erneutes Schimpfen  meinerseits warten. Wie gut, das zu merken und nicht den gleichen Fehler wieder zu machen. Das ist Familienglück. Den anderen zu spüren, zu bemerken wie nahe Du ihnen bist, und wie wichtig es ist zuzuhören, was Dein Verhalten beim Gegenüber auslöst. Familienglück entsteht durch die große Nähe, die Menschen miteinander teilen. Es ist die Achtsamkeit, die der eine dem anderen entgegen bringt.

  Familienglück ist Wir-Gefühl

Es ist wie ein wohlig, warmes Gefühl zu spüren, wie trotz aller Streitereien und Reibereien zwischen den Kindern untereinander die Solidarität wächst. Neulich auf dem Spielplatz hat der Große immer wieder ein anderes Kind geärgert. Unsere Spielplatz-Regel lautet: Wird auch nach meiner Ermahnung nicht gehört, packen wir zusammen und fahren heim. Es war soweit, so leid es mir tat, blies ich also zum Abmarsch. Da sagte der GRoße: „Mama, kann ich Auszeit im Auto haben, dann müssen wir nicht wegen mir heim fahren.“ Danke Großer, du bist toll! Und wenn ich manchmal nicht mehr kann, weil ich einfach so erschöpft und grippekrank und müde bin. Und am liebsten mit jemandem tauschen würde, weil ich das ganze Krakeele und Gequietsche im Dreierpack einfach nur zu laut finde, sagen meine drei Glückskekse: „Heul nicht, Mama!“ Das hilft ungemein, genauso wie „Schimpf nicht, Mama!“ Auch die Kinder sind sensibel und in der Lage auf meine Gefühle einzugehen. Wir müssen sie nur miteinander teilen.

Geteilte Freude ist doppelte Freude

Ja, das Teilen. Auch das Teilen ist Familienglück. Es ist nicht immer leicht zu teilen. Auch mir fällt es nicht leicht, immer meine Aufmerksamkeit zu teilen, so wie es den Kleinen nicht immer einleuchtet, ihr neuestes Spielzeug zu teilen. Doch auch wenn es jeden Tag aufs Neue so anstrengend ist: Wir müssen alle mitmachen, zusammenhalten, Fairness üben, Streit schlichten, miteinander reden und diskutieren. Und wenn abends alle im Bett sind, ich meine Nachtwächter-Runde drehe, merke ich wie glücklich mich diese Rasselbande eigentlich macht. Nur nicht unterkriegen lassen vom Alltag. Und ganz wichtig: Einfach mal kein Programm abspielen, sondern die Familie auch mal Familie sein lassen!

Und vor Freude glucksend!

 

Mehr zum Thema Familienglück gibt es bei dieser Blogparade.

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