Ganze Familie krank! Freitagslieblinge gibt’s trotzdem

ganze Familie krank Adventskranz

Diese Woche stand bei uns ganz im Zeichen einer üblen Grippewelle – die ganze Familie krank ist richtig doof. Die Kinder hat es zum Glück mal wieder nur gestreift und Mama und Papa lagen flach. Das ganze Wochenende die Mama und Papa schläft seit einer Woche. So ein Mist, wo wir doch so schöne Pläne hatten.

ganze Familie krank

 

Ja, ja, das Leben mit Kindern bedeutet eben auch, immer wieder Pläne umschmeißen und spontan neue machen. Sich anpassen an unerwartete Situationen und einfach das Leben so nehmen wie es kommt. Das fällt mir nicht immer leicht. Und doch waren es diese Woche gerade die schönsten Momente für mich, einfach das anzunehmen, was das Leben für einen bereithält. Ich habe mich einfach schlafen gelegt. Durch die so dringend benötigte Ruhepause für meinen Körper habe ich auch neue Möglichkeiten entdeckt, wie ich mich zurückziehen kann im ganz normalen Alltag – selbst wenn die ganze Familie krank ist. Und den Kindern immer wieder erklären, dass man nicht fit ist, es einem nicht gut geht. Mit der Zeit verstehen sie es immer länger und vergessen es nicht gleich wieder.

 

Hausaufgaben zuhause machen

So habe ich herausgefunden, dass mich die Hausaufgaben mit den Zwillingen viel weniger stressen, wenn ich mich einfach in ihr Hochbett lege und schlafe. Ich schlummere ein wenig ein und wache wieder auf, wenn die Kinder eine Frage haben. So döse ich und erhole mich, während die Kinder dennoch das Gefühl haben, dass ich da bin und sie mich ansprechen können, wenn sie Hilfe brauchen. Das ist für sie ganz wichtig. Anders als der Große, der am besten und mit Freude seine Hausübung alleine erledigt, fangen diese beiden an zu schludern oder wissen einfach nicht mehr weiter.

Einfach daneben sitzen, wie ich es bisher gemacht habe, war auch keine gute Lösung. Da gab es immer Stress, weil sie sich gleich zu bevormundet gefühlt haben. Irgendwann lagen wir uns dann immer in den Haaren, weil eben jeder von uns – inklusive der Lehrerin, deren Meinung ja heilig zu sein scheint bei den Kindern – verschiedene Ansichten zu haben scheint.

 

Mir ging es jedenfalls seit Samstag richtig schlecht und die Kinder haben das gemerkt. Als die ganze Familie krank war, haben sie die Küche nach den Mahlzeiten zusammen aufgeräumt und uns sogar Tee gekocht. Im Bild oben seht ihr unsere Kräutermischung. Die haben wir im Sommer gesammelt. Sie besteht aus Salbei, Ringelblume, Hopfen, Thymian, Minze, Melisse, Rosmarin, Schafgarbe, Spitzwegerich. Dieser Tee schmeckt sehr würzig und sogar die Kinder trinken ihn mit Honig, wenn sie müssen.

 

ganze Familie krank Adventskranz

 

Meine schönsten Momente mit den Kindern waren ihre kreativen Vorschläge und ihre Eigenintiative zum weihnachtlichen Schmücken unseres Hauses. Da ich noch nicht so recht in Weihnachtsstimmung war, hat mein Siebenjähriger kurzerhand die chance genützt mit den Nachbarskindern aus dem Wald Material für einen Adventskranz zu holen. Diesen hier hat er dann aus Fichten- und Tannenzweigen ganz alleine zusammengebunden. Ich bin wirklich stolz auf ihn. Ein wenig habe ich die Drähte dann noch festgezurrt. Die Dekoration mit Eicheln und Kastanien war auch seine Idee. Den Flaschenkürbis habe ich in die Mitte gestellt. Der wird aber noch durch eine Kerze ausgetauscht.

Adventskranz mit Kindern gestalten

Das zweite Adventgesteck hier war mein Werk. Ich habe immer lieber Platz sparende Dekorationen. Dem Sohn war das wohl zu wenig und hat daraufhin seinen Kranz geflochten. Jetzt haben wir eben zwei. In dieses Gesteck durfte jedes Kind Lieblingsstücke von sich aus der Weihnachtskiste hinzufügen. Mir gefällt es sehr. So schön blau und glitzerig.

 

ganze Familie krank Adventskranz

 

Wenn die ganze Familie krank ist…

…könnt ihr Euch vorstellen, was es zu essen gibt. Nicht mal eine warme Suppe haben wir uns gekocht. Es gab Pizza, Spätzle, Maultaschen. Lauter Fertiggerichte. Zu mehr war ich nicht in der Lage. Deshalb liegt jetzt dieses Buch bei meinen Schmökern. Hier geht es um die Verbindung von guter Ernährung und Yoga-Praxis.

Das passt gerade genau zu mir. Leider hat es meine täglichen Yoga-Übungen, die ich letzte Woche so gut hingekriegt habe durch die Grippe natürlich gleich wieder vereitelt. Aber ich bin noch immer motiviert und starte sobald der Schnupfen endlich weg ist. Witzigerweise habe ich mit der Autorin Iris Lange-Fricke gerade diese Woche wegen einem Artikel über heimische Superfoods zu tun gehabt – ohne zu wissen, dass sie die Co-Autorin des Buches auf meinem Nachttisch ist. Da habe ich doch die Gelegenheit beim Schopf gepackt: Ihr dürft Euch auf ein spannendes Interview hier auf dem Blog freuen.

 

ganze Familie krank

 

Ich liebe Porridge

Egal ob nun die ganze Familie krank ist oder nicht, dieses Rezept schmeckt immer: Ich habe hier ein Porridge-Rezept für Euch. Das ist im Winter mein liebstes Frühstück. Es wärmt von innen und hält lange satt. Porridge hört sich einfach besser an als Haferschleim, oder? Mir schmecken die kernigen Haferflocken am besten. Die haben mehr Biss.

Dazu mische ich Früchte der Saison. Also momentan vor allem Bananen, Äpfel und gerne Granatapfel. Im Gefrierschrank habe ich noch jede Menge Beeren vom Sommer. Die eignen sich auch sehr gut. Ich mische das Ganze nur mit Wasser und koche es ein paar Minuten. Wer es deftiger haben will, gibt (Pflanzen)Milch dazu. Da muss man aber auch mehr aufpassen mit anbrennen. Niedrige Temperatur am Herd genügt, es geht ganz schnell. Anreichern kann man das Gericht auch mit Rosinen oder Cranberries (macht es süßer), Mandeln oder anderen Nüssen, Samen und so weiter.

 

Und meine Inspiration der Woche war eindeutig die liebe Glucke und So, von der ich so ein schönes Wichtelgeschenk bekommen habe. Aber guckt selbst:

Noch mehr tolle Freitagslieblinge findet ihr hier bei BerlinMitteMom. Ich wünsche Euch Gesundheit und Widerstandskräfte. Nehmt es mit Gelassenheit, wenn die ganze Familie krank wird und lasst alle fünf gerade sein. Anders geht es ja eh nicht. Wenn es ganz schlimm ist oder ihr allein seid, traut Euch um Hilfe zu fragen. Ich habe das letzte Mal einfach eine Nachbarin gefragt, ob sie die Kinder in die Schule mitnimmt. Die kannte ich zwar nicht näher, aber sie hat es gemacht. Bei drei Kindern so was zu fragen erfordert Mut, ich weiß. aber ich habe es einfach gemacht. Und ich war so froh und erleichtert danach. Alles Gute!

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