Vegetarian Art im Gourmetrestaurant Innsbruck

Vegetarische Küche auf Sterne-Niveau serviert Nicolas Curtil im Chez Nico, einem Top Gourmetrestaurant Innsbruck’s.

Der Pariser landete der Liebe wegen in der kleinen Alpenmetropole, die sich mit einer ungewöhnlichen Dichte an qualitativ hochwertigen Restaurants auszeichnet. Die Stadt am Inn wurde nicht umsonst mit Reykjavik, Istanbul, Berlin oder Amsterdam von CNN als eine von „Europe’s 10 hottest destinations for 2013“ ausgezeichnet. Messen kann sich Tirols Landeshauptstadt in der Tat mit so manch internationaler Metropole. Das zeigt sich auch an der Vielfalt der gastronomischen Konzepte und die Tatsache, dass ein vegetarisches Gourmetrestaurant Innsbruck verführt, eine eigentlich kleine Stadt. „Obwohl die Menschen hier in Innsbruck von ihrer Kultur her gewohnt sind Fisch und Fleisch zu essen, habe ich mich mit dem vegetarischen Konzept durchgebissen“, erinnert sich Nicolas Curtil an die erste Zeit nach der Umstellung auf fleischlose Kost zurück. Sein Credo hat sich bewährt: durchbeißen, weitermachen, an sich glauben und weitermachen.

Koch aus Leidenschaft

Im Jahr 2008 eröffnete der begeisterte Koch also sein Gourmetrestaurant Innsbruck Zentrum, klein und ganz in weiß, in einer Passage an der Maria-Theresien-Straße, zunächst als Restaurant mit französischer Spitzenküche (16 Punkte im Gault Millau und zwei Hauben). „Mit meiner Erfahrung in „Fine Dining“ und „Haute Cuisine“ der Weltmetropolen London und Paris sowie meiner großen Begeisterung für kulinarische Kunstwerke wollte ich ein Gourmetrestaurant für Innsbruck schaffen, das niveauvolle Küche mit familiärer Gemütlichkeit vereint. Leichtigkeit steht hier vor Etikette“, erklärt der Gastronom.

Der Autodidakt hat erst mit 27 Jahren zu seiner Passion gefunden. Vorher arbeitete er unter anderem als Soundtechniker, als er in einem Pub in London, als der Koch einmal ausfiel, kurzerhand von der Bar in die Küche versetzt wurde. Meinung des britischen Pub-Besitzers: „Du bist Franzose, also kannst Du kochen!“ Und Nicolas Curtil merkte, dass er das wirklich konnte. Es folgten Stationen in renommierten Pariser Häusern wie dem Laurent (zwei Michelin-Sterne). Bevor er sein erstes eigenes Restaurant eröffnete, war er unter anderem auch Chefkoch in einem großen Hotel in Griechenland. Dort lernte er die Frau kennen, die ihn nach Innsbruck brachte. „Meine Frau ist zum Glück nicht in der Gastronomie tätig“, verneint er lachend die Frage.

Menü mit Muße

Damit sein Gourmetrestaurant Innsbruck’s Gastro-Szene aufmischt, braucht es nur 14 Sitzplätze – im Sommer sind es 22. Eine große Tafel nimmt die Längsseite des Raumes komplett ein. Hier steht darauf, was es zu essen gibt. Jeden Abend von Montag bis Samstag gibt es ein siebengängiges Menü für 60 €. Die Speisenabfolge des Menüs ändert sich monatlich und richtet sich immer nach dem saisonalen Angebot der Produkte. Die Abendkarte sieht z.B. so aus: Tomaten-Consommé mit Rohnen-Ravioli (Tomaten – Estragon – Senf), Ei mit Austernpilzen (Schalotten – Kombu – Tapioca), Kartoffelpüree mit Mangold (Steinpilzjus), Artischocken mit Stachelbeere (Arganöl – Schwarzkümmel – Zitronen-Confit), Erdbeer-Erfrischung (Minze – Fenchel – Salbei – Olivenöl), Buchweizen “Beignets” (Pfifferlinge – Champignons – Taleggio – Trüffel – Grünkohl) und zur Krönung ein Rosmarin-Kirsch-Dessert (Kakao – Nüsse – Boretschblüte). „Mit meinen Menüs nehme ich den Gast mit auf eine kulinarische Reise“, beschreibt Nicolas Curtil seine ausgefallenen Kreationen. Dazu serviert er österreichische und internationale Weine. Neben dem abendlichen Hauptgeschäft gibt es von Dienstag bis Freitag als Mittagstisch von 12 bis 14 Uhr täglich ein neues zweigängiges Menü um 14,50 €, auf Wunsch mit Dessert der Woche (Aufpreis 4,50 €). Am Freitag serviert der Spitzenkoch mittags einen Auszug aus dem Abendmenü mit vier Gängen für 34 E.

Wie ein Gourmetrestaurant Innsbruck bereichert

„Anfang 2010 habe ich mich persönlich entschieden, auf Fleisch und Fisch zu verzichten, und so finden sich auf meiner Speisekarte persönliche vegetarische Kreationen – frisch und liebevoll zubereitet“, erklärt der 42-Jährige. Zuerst schien das Geschäft einzubrechen, die Gäste blieben aus. Doch der ambitionierte Koch hielt durch. Nach einem langen, harten Jahr wurde es nur schleppend besser und dann langsam wieder gut. Heute liegt er voll im Trend internationaler Metropolen wie Berlin, Wien, New York oder London. Dennoch bleibt er mit der Kombination vegetarisches Gorumetrestaurant Innsbruck ein Exot. Als weiteres Standbein ist er seit einem Jahr Teilhaber an dem veganen und vegetarischen Burger-Konzept beet aus Luxemburg. Als Küchenchef gibt er hier in regelmäßigen Abständen Gastspiele und serviert als Kontrastprogramm zu Burger und Falafel ein Sieben-Gänge-Menü mit seinen Lieblings-Gemüsen. Welche das sind? „Chioggia-Rüben, Navetten, Artischocken, Spinat, Pilze“, verrät Nicolas Curtil. Das meiste von den pflanzlichen Zutaten, die er für seine Gerichte braucht, lässt er direkt bei einem Gärtner in Bio-Qualität produzieren. Im letzten Jahr hat er einen eigenen, großen Garten betrieben und dafür sogar einen Vollzeit-Mitarbeiter eingestellt. Doch der Aufwand war zu hoch.

Fotos: (c) Chez Nico

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