Homeoffice und Familie heißt nicht umsonst: selbst und ständig

Homeoffice und Familie

Homeoffice und Familie

 

Heute gibt es ein Interview mit Jil und ihrem wunderbaren Blog Von Herzen und Bunt. Hach, genau meine Themen: Abnehmen, auch wenn ich nie darüber spreche und nie Diäten mache und immer gerne Süßes esse, vor allem abends – ALSO JETZT – hätte ich so gerne ein paar Kilo weniger und eine traumhafte Strand-Figur. Habe ich aber nicht und seit der Zwillingsschwangerschaft schon gar nicht mehr. Ich habe auch kein Durchhaltevermögen bei so was, naja, nicht traurig sein. Also lieber Jils Blog lesen, vielleicht hat die noch Tipps. Was mir noch gefällt ist, dass sie das Thema Vegan so entspannt angeht. Sie ist nämlich ein „Flexiganer“ – das finde ich sehr gut. Wenn ich allein leben würde, wäre ich wahrscheinlich auch viel veganer, aber bei so vielen Menschen um mich herum die verpflegt werden wollen, kriege ich gerade mal meine Veggie-Tage durch. Aber ein Bewusstsein für Lebensmittel ist bei meiner Familie da und die Lust Neues und Unbekanntes auszuprobieren – das ist mir wichtig.
Aber jetzt erst mal Bühne frei für Jil. Sie hat einen spannenden Beruf, von dessen Existenz ich bisher nichts wusste. Sie ist Wirtschaftspsycholgin, arbeitet als Selbständige und erzählt uns wie sie das mit der Vereinbarkeit von Homeoffice und Familie so hinkriegt.

 

  • Wer bist Du?

Von Berufswegen könnte ich jetzt eine superprofessionelle Antwort runterbeten. Aber eigentlich weiß ich noch gar nicht so genau wer ich bin. Ich kenne nur die harten Fakten: Ich bin Ende 20, mit 25 Jahren Mama geworden. Mit meinem Mann und meinen beiden Kindern (4 Jahre, 5 Monate) lebe ich zwischen Heidelberg und Mannheim. Ich verbringe meine Zeit mit meiner Familie, Bloggen, Arbeiten und Nähen. Seit 2 Jahren ernähre ich mich vegan und versuche dabei nicht dogmatisch zu sein. Ich instagramme, brauche viel Ruhe, gehe am liebsten alleine shoppen und sitze gerne in Cafés um Menschen zu beobachten.

 

  • Woher kommst Du und wohin gehst Du?


Ich komme aus einem 200-Seelen-Dorf in der Vulkaneifel. Mein Weg hat mich schon an die verschiedensten Orte und Menschen geführt und ich versuche zu gehen, wohin mein Herz mich trägt.

 

  • Was willst Du über Deine Familie sagen?


Dass ich sie liebe und es mir immer so gewünscht habe. Ich habe alles, was das Herz begehrt 😉 Das muss ich mir öfter mal vor Augen halten, wenn ich wieder dem Materialismus verfalle.

  • Warum und was arbeitest Du?

Ich bin Wirtschaftspsychologin und Coach. Arbeiten ist mir wichtig, weil es mich beschäftigt und erfüllt.

  • Erzähle uns etwas von Deinem beruflichen Werdegang!


Ich habe auf meinem Weg in München Halt gemacht und in einer kleinen SEO-Agentur Praktikum gemacht. Das war fürchterlich! Es war mitten im Oktober und durch ganz viel Glück konnte ich noch eine Ausbildungsstelle antreten und so habe ich in Wolfratshausen eine Ausbildung zur Bürokauffrau gemacht. Nicht, dass ich immer Bürokauffrau werden wollte, aber ich dachte, das sei einfach eine solide Basis für was auch immer da draußen auf mich warten würde.
Nach der Ausbildung, die ich auf 1,5 Jahre verkürzen konnte, habe ich in Heidelberg Wirtschaftspsychologie mit Schwerpunkt Personal studiert. Nebenher habe ich als Werksstudentin Arbeitszeugnisse geschrieben.
Danach habe ich als
 Personalreferentin gearbeitet, was mir viel Spaß gemacht hat. Aber ich wollte unbedingt noch mal in Richtung Coaching blicken. Ich habe eine Stelle angetreten, in der junge Arbeitslose in den Beruf integriert werden sollten. Das war dann Coaching, allerdings auf ganz existenzieller Ebene, weit weg von dem, was ich mir vorgestellt hatte. Und dann wurde ich schwanger – kurz bevor mein Vertrag verlängert werden sollte. In der Elternzeit habe ich eine Coachingausbildung gemacht und mich nach der Elternzeit auf meine Selbstständigkeit mit Chat-t-erbox, eine Agentur für digitales Lifestyle Coaching konzentriert. Wir haben keine familiäre Unterstützung, so dass die Selbstständigkeit mir die einzige Möglichkeit zu sein schien Familie und Arbeit zu kombinieren. Aber der Weg war hart für mich. Ich sehnte mich oft nach geregelteren Arbeitszeiten, ganz zu schweigen von den nicht vorhandenen Kollegen. Und diese Selbstständigkeit aufzubauen hat mich viel Zeit und Kraft gekostet. Beides war rar.
Und dann war ich wieder schwanger. Gerade bin ich in Elternzeit und arbeite weiterhin gerne selbstständig, auch wenn ich mir oft wünsche, die Elternzeit mehr genießen zu können. Ohne berufliche Gedanken und all das.

 

  • 3 Dinge, die Dir am schwersten fallen, beim Wechseln zwischen Homeoffice und Familie!


Beruflichen Stress da zu lassen, wo er hingehört.
Montags Morgens im Home Office in die Puschen zu kommen.
Zufrieden zu sein, wie es ist.

  • 3 Dinge, warum Du nicht tauschen wollen würdest!


Hm.

 Hm.
Hm.

  • Was liegt Dir besonders am Herzen?


Es gibt nichts Wertvolleres als die eigenen Kinder aufwachsen zu sehen. Ich wünschte mir dennoch, dass das Thema Kinderbetreuung einfacher wäre. Ich finde wir sollten uns zusammen tun. Netzwerke aufbauen, und wenn es nur zwei Mütter sind, die gegenseitig ab und an die Kinder betreuen , damit die andere etwas Freiraum gewinnt. Und ich plädiere für flexiblere Arbeitszeiten. 

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