Klamotten Upcycling Teil 1: Jungs

Klamotten Upcycling

 

Endlich habe ich mich an dem verregneten Sonntag gestern einmal dem Flickkorb und den Kleiderschränken der Jungen gewidmet. Als erstes habe ich die Longsleeves des Großen aufgewertet. Diese langärmeligen T-Shirts, die er dank Batman ganz toll findet, habe ich erst im Winter neu eingekauft gehabt. Nach ein paar Wochen schon hatten sie Löcher in den Ärmeln. Wieder mal ärgere ich mich über die schlechte Qualität der Kleidung. Weil das meiste nur so kurz hält, kaufe ich prinzipiell nur reduzierte Sachen. Mehr sind die Klamotten einfach nicht wert.

Da mich das aber dennoch jedesmal ärgert, wenn etwas so schnell kaputt geht, schreite ich zum Klamotten Upcycling Teil 1 und schneide die löchrigen Ärmel – es sei jetzt einmal dahingestellt, ob der liebe Sohn an den Löchern nicht ein bisschen beteiligt war, auf jeden Fall beim größer Bohren – vorsichtig an der Naht entlang heraus. Wenn man ganz sorgfältig dicht an der Naht an den Schultern schneidet, braucht man bei T-Shirtstoff nichts weiter nähen: Es sieht einfach so gut aus. Kind freut sich also über zwei neue Achselshirts, die er ohnehin total gerne trägt. Da habe ich gleich noch in meinem Schrank geguckt und zwei Boxershorts und ein Shirt ohne Arme für ihn aussortiert – schaut bei mir eh aus wie Presswurst. Für die Malerkittel, die bei allen drei Kindern auf der Einkaufsliste für die Schule stehen, bin ich ebenfalls bei unseren Erwachsenenkleidern fündig geworden: Alte Hemden sind so schön lang, dass die Kinder sich von oben bis unten einsauen können. Die Ärmel habe ich einfach in der richtigen Länge abgeschnitten.

Darum kaufe ich übrigens auch so gut wie nie Schlafanzüge. Auch hier habe ich mal etliche T-Shirts, natürlich keine rosaroten, aussortiert und in den Schrank des Großen geräumt. Als Sommerschlafanzug taugen sie allemal. Früher trug ich einfach knappere Hemden und ja, ich war dünner! Wen interessiert es schon, ob das Ober- und das Unterteil, das Familie in der Nacht trägt, zusammen passen. Die Kinder holen sich ohnehin nie die Sets aus dem Schrank. Alles was verschossen ist oder kleine Löcher hat, alte Jogginghosen, T-Shirts, von denen der Aufdruck abblättert, erhält bei uns ebenfalls die Funktion Schlafanzug.

Da unsere Kinder alle außergewöhnlich große Köpfe haben, passen viele Shirts nicht gut bzw. bleibt der Kopf beim An- und Ausziehen stecken. Schere her und weg mit dem engen Bündchen am Hals. Sieht es gut aus, wird es ein Alltags-Shirt, sonst ab zur Nachtwäsche.

 

 

Klamotten Upcycling Hosen Special

Mit den Hosen der Jungs ist das auch immer so ein Drama. Bei uns fingen die Löcher auf Höhe der Knie relativ spät im Alter von sechs Jahren an. Der zweite Sohn scheuert die Hosen schon mit vier, fünf Jahren durch, was allerdings auch daran liegen könnte, dass er ja viele Sachen vom großen Bruder erbt. Natürlich bügle auch ich fleißig Flicken auf. Allerdings kleben die bei mir so gut wie nie länger als zwei Wäschen. Ich nähe sie daher eigentlich immer zusätzlich an. Klamotten Upcycling heißt daher auch flicken, flicken, flicken.

Der kleine Sohn findet es übrigens gerade cool mit Löcherjeans herumzulaufen. Allzu kaputte Jeans schneide ich ab als kurze Hosen. Die sehen ausgefranst nach ein paar Wäschen super aus. Die hatten wir ja seinerzeit auch schon an. Soll es ein bisschen ordentlicher sein, schlage ich das abgeschnittene zweimal um und fixiere das Ganze mit wenigen Stichen neben der Innen- und der Außennaht.

Sind die Hosen unten herunter getreten. nähe ich gerne einen Gummizug ein. Dazu am besten die harte Kante (bei Jeans) abschneiden und mit Stecknadeln etwa einen Zentimeter nach oben abstecken. Mit kleinen Stichen nähen und zuletzt ein kleines Loch lassen. Wer eine Nähmaschine benützen will, kann natürlich die äußere Naht vorher noch Zickzack nähen. Ich persönlich halte das aber für unnötig. In den so entstandenen Tunnelzug kann jetzt mithilfe einer Sicherheitsnadel ein Gummiband eingezogen werden. Die Sicherheitsnadel lässt sich nämlich sehr gut durchschieben, da sie hart ist.

Auf diese Weise lassen sich auch prima verlorene Bänder und Kordeln an Stiefeln und Kapuzenpullis wieder einziehen.

Klamotten Upcycling

Klamotten Upcycling für Jungens heißt flicken und Flicken, aber auch abschneiden, umnähen und umfunktionieren.

Ohne Nähmaschine

Für alle diese Aktionen meines Klamotten Upcycling braucht es keine Nähmaschine. Es sieht auch keiner, wenn die Stiche nicht gleichmäßig sind. Das schaffen auch so in Handarbeit unbegabte Menschen wie ich. Ich weiß auch nicht, warum ich Nähmaschinen so unsympathisch finde – außer es richtet mir jemand alles her und ich muss nur noch los rattern und nie den Faden wechseln. Jedenfalls sitze ich viel lieber bei meinen Kindern im Kinderzimmer und stichle dort vor mich hin.

Im Klamotten Upcycling Teil 2 nehme ich mir den Mädchenschrank vor und ich zeige Euch unter anderem, was ich mit diesem wunderschönen Sommerkleid gemacht habe. Meinen Upcycling Plan findet ihr hier. dort steht auch, warum ich den Kleiderkonsum satt habe.

Hier bei Alt trifft neu gibt es eine Blogparty mit vielen tollen Upcycling-Ideen.

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