Mit sich selbst im Reinen sein

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Wer mit sich selbst im Reinen ist, genießt die Gegenwart der Kinder als größtes Geschenk des Lebens – trotz aller Schwierigkeiten, die sicherlich jeder in seinem Packerl trägt.

 

Die reizende Birgit vom renommierten Blog Muttis Nähkästchen – einer der ältesten österreichischen Mamablogs – bringt es auf den Punkt: Mit sich selbst im Reinen sein macht das Leben schön und lebenswert. Dieses Mantra ist auch und gerade äußerst wichtig, wenn die Vereinbarkeit von Familie und Beruf klappen soll. Denn wer mit sich selbst im Reinen ist, öffnet sich viele Türen und erlaubt es sich, das Leben zu genießen. Jetzt hat Birgit das Wort zur Vereinbarkeit von Kind und Karriere.

Wer bist Du?

Birgit (40), eine Schreibende in vielen Rollen: Wissenschaftskommunikatorin, Bloggerin seit 2009 auf Muttis Nähkästchen, Kreativling mit vielen, vielen, zu vielen Projekten im Kopf. Mutter von zwei Jungs, Ehefrau, Working Mom.

Woher kommst Du und wohin gehst Du?

Ich komme aller Wahrscheinlichkeit nach irgendwo aus dem Universum – und gehe voraussichtlich auch irgendwann wieder dorthin zurück. OK, im Ernst: Ursprünglich oberösterreichisches Landei, dann ausbildungsbedingt Graz, Salzburg und jetzt im Speckgürtel letzterer Stadt – also gewissermaßen immer noch Landei, oder? Ich habe vor, hier zumindest in absehbarer Zeit zu bleiben.

 

Was willst Du über Deine Familie sagen?

Wir sind vier – Mutter, Vater, 2x Kind. Verheiratet, Kleinstadt, Reihenhaus, Garten, Katze – Friede, Freude, Eierkuchen. Tja, wäre da nicht das Thema Autismus, das uns leider betrifft und auf Trab hält. Und mit dem man leider als betroffene Familie oft recht alleine gelassen wird.

 

Warum und was arbeitest Du?

Ich bin PR- und Qualitätsmanagerin in einem Forschungsinstitut. Als ich mein erstes Kind erwartete, hatte ich die hehre Erwartung, dass ich zur Mutter par excellence mutiere: 24-Stunden-glückliche-Glucke oder so. Aber dann kam die Realität mit voller Wucht ins Leben geknallt – und mir fiel die Decke auf den Kopf. Ich brauche den Austausch unter Erwachsenen, ich brauche die intellektuelle Herausforderung. Ich arbeite gern!

 

Erzähle uns etwas von Deinem beruflichen Werdegang!

Fünf Jahre Studium und dann ein facheinschlägiger, tatsächlich 100-prozentig zum Studium passender Job. Bingo! Die beiden Karenzzeiten haben mich dann doch etwas gebremst, obwohl ich nie ganz weg war. Der Wiedereinstieg war nicht ganz friktionsfrei, vor allem weil damals das Thema Elternteilzeit ganz neu war. Aber jetzt passt es perfekt, mittlerweile habe ich auch eine leitende Funktion übernommen und vereine zwei Stabsstellen in einer Person.

 

3 Dinge, die Dir am schwersten fallen, beim Wechseln zwischen den Welten, um dabei mit sich selbst im Reinen zu bleiben!

 

1. Dienstreisen und Termine außerhalb der Arbeitszeit müssen immer sehr sorgfältig geplant werden – das ist manchmal enorm mühsam und geht zulasten jeglicher Spontaneität.

2. Die Erwartung, dass mit Ende der Elternteilzeit alles auf Schiene ist und Mutter wieder Vollzeit arbeitet. Dabei heißt es doch: kleine Kinder, kleine Sorgen – große Kinder, große Sorgen. Da ist was dran: Die Herausforderung wächst mit dem Kind. Aber es gibt Entwarnung: Mutter wächst mit. Nur eins kann ich ausschließen: dass mit dem Schuleintritt des Kindes alles schlagartig leichter wird.

3. Die Mehrfachbelastung ist manchmal leider mehr als deutlich spürbar und geht an die Substanz. Quasi als Draufgabe ist auch das schlechte Gewissen immer wieder mal zur Stelle …

 

 

3 Dinge, warum Du nicht tauschen wollen würdest!

 

1. Weil es schlichtweg nicht geht.

2. Weil Kinder wichtige Lehrmeister im Leben sind – wenn man und frau breit sind hinzuhören und hinzuschauen.

3. Weil jede und jeder nach der eigenen Façon selig werden soll – und das ist meine.

 

Was liegt Dir besonders am Herzen?

Wir sollten nicht so viel und nicht so unreflektiert über andere urteilen. Oder noch besser: gar nicht urteilen. Jede Frau trägt ihr eigenes, sehr individuelles Paket und versucht zu jedem Zeitpunkt das jeweils Bestmögliche, um alles unter einen Hut zu bringen. Eine „beste“ oder „ideale“ Lösung gibt es nicht. Mein Mantra: Es gibt immer ein Gegenargument – egal was du tust! Darum: Mit sich selbst im Reinen sein – und leben!

 

 

mit sich selbst im Reinen

Immer viel unterwegs – meist per Haustausch; darum ein Foto von unserem Haustausch in GB. Und ja, die Haare sind grau. Friedhofsblond. Natur. Da steh ich dazu. Hab 20 Jahre lang gefärbt. Seit etwa 5 Jahren färbe ich gar nicht mehr – und finde es herrlich! Nie wieder Nachwuchs färben. Hab mit dem anderen Nachwuchs ohnehin genug zu tun 😉

 

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