Achtung Mamis: Mit Yoga Beckenboden in Form bringen!

Yoga BeckenbodenGerade Mamis oder werdende Mamis sollten ihrem Beckenboden besondere Beachtung schenken. Wir Frauen haben jedoch oft den Bezug zu unserem Genital- und Beckenbodenbereich verloren. Vielleicht aus Scham, vielleicht unbewusst? Wo unsere Männer sich oft über (oder manchmal auch mit) ihre(n) Genitalien unterhalten, schickt es sich nicht, über die Vagina zu sprechen oder sich mit diesem Teil seines Körpers zu befassen. Dabei ist besonders diese Region so wichtig für uns Frauen. In dem Buch „Frauenheulkunde“ von Rüdiger Dahlke wird sehr gut beschrieben, wie die Frau von heute möglichst viel von ihrem Frau Sein verstecken oder loswerden muss/möchte.

Ein Blick in die Geschichte der Mütter, Frauen und Göttinnen dieser Welt zeigt eine Geschichte des Kämpfens, Trauerns und Versteckens. Ohne eine überzeugte Feministin sein zu müssen, ist mir klar, dass die Stärke, Spiritualität und der Zusammenhalt unter uns Frauen immer unterbunden wurde, damit sich die Männerwelt oder der Klerus nicht bedroht fühlen musste. Man denke alleine an die Zeit der Hexenverbrennung, in der Heilerinnen und schöne Mädchen getötet wurden, weil sie eben solche Fähigkeiten oder ihr Aussehen hatten.

Warum ist der Beckenboden ein so wichtiger Bereich für Mamis?

Wo der Beckenboden aufzufinden ist, gibt bereits der Name zu erkennen. Was nun aber gestärkt und mit mehr Aufmerksamkeit und Dankbarkeit versehen werden soll, ist die Beckenbodenmuskulatur. Diese setzt sich aus verschiedenen Muskelgruppen zusammen und hält das Becken aufrecht, schützt die Lendenwirbelsäule und sorgt dafür, dass Organe, wie die Blase und die Gebärmutter dort bleiben, wo die Natur sie platziert hat. Grob gesagt, umschließen die Beckenbodenmuskeln von oben gesehen die Vagina und den After. Eine starke Beckenbodenmuskulatur schützt also vor Beschwerden, die den Rücken (Hohlkreuz), die Blase und die Gebärmutter betreffen.

Die Muskulatur, welche den Beckenboden betrifft, schützt wie bereits geschrieben u.a. die Gebärmutter. Weil in dieser das neue Leben heranwächst, muss dort besondere Pflege betrieben werden. Die Beckenbodenmuskulatur muss das Gewicht zum einen aushalten, zum anderen muss sie sehr elastisch sein, denn wenn das Baby auf die Welt kommt, muss dort Platz und Weite entstehen.

Eine bereits gut trainierte Beckenbodenmuskulatur ist also ein stabiler Einstieg in die Schwangerschaft. Während der Schwangerschaft ist es wichtig, dass die werdende Mami lernt, in diesen Bereich ihres Körpers hineinzuspüren, damit sie ihn bei der Geburt aktiv entspannen kann. Das kann z.B. einem Dammriss vorbeugen und die Geburt erleichtern.

Danach braucht diese Muskulatur wieder ganz besondere Pflege und ein wenig mehr Disziplin, denn sie ist viel beansprucht worden.

Übung für den Beckenboden

Ganz klar und ganz wichtig ist, dass diese Übung ein Beispiel ist und keinen Yogalehrer ersetzt. Bitte suche Dir einen Lehrer oder eine Lehrerin, der Du vertraust.

Energie sammeln und Muskeltraining: Egal, wo Du jetzt bist. Finde eine entspannte Haltung. Spüre in den Bereich Deiner Vagina und Deines Afters. Atme ein paar Mal tief ein und aus. Dann ziehe mit jedem Einatmen die Beckenbodenmuskulatur zusammen und lasse mit jedem Ausatmen wieder los. Auch, wenn Dir das am Anfang noch ein wenig seltsam erscheint, lasse den Bauch und den Po dabei ganz locker. Das Anspannen des Beckenbodens hat nichts mit dem Zusammenkneifen der Pobacken zutun.

Das wird mit der Zeit. Übe einige Male und lasse dann wieder von der Übung los. Neben der Stärkung des Beckenbodens bringt Dir diese Übung auch einen Energiekick. Was mich zuerst in einen Lachanfall getrieben hat, ist sich vorzustellen, man würde mit den Schamlippen Gras pflücken. Klingt absurd, oder? Wenn Du Dich aber in diese Vorstellung hinein gibst, wird es ganz einfach, die Beckenbodenmuskulatur anzuspannen.

Mit Yoga Beckenboden trainieren

Es gibt im Yoga, wie oben bereits beschrieben, Techniken um den Beckenboden zu stärken und in ihn hinein zu spüren. Aber auch die Chakras spielen eine wichtige Rolle in diesem Zusammenhang. Grob gesagt sind Chakras sieben feinstoffliche Energieräder in Deinem Körper, die bestimmte wechselseitige Auswirkungen auf Deinen Körper/Geist haben. Für den Beckenboden von großer Bedeutung ist das Muladhara Chakra. Es liegt genau unter dem Beckenboden und wird auch das Wurzel-Chakra genannt. Ein aktives und gut in Balance gehaltenes Wurzel-Chakra lässt den Mensch vertrauen. Er fühlt sich geerdet, stabil und gestützt. Meditationen und Techniken wie Bhandas (Energiesiegel) können das Wurzel Chakra aktivieren und den Beckenboden stärken. In diese Techniken solltest Du Dich allerdings von einem Yogalehrer einweihen lassen.

Lass also los von Scham und Schuld und beginne Dich mit diesem wichtigen Bereich Deines Körpers zu verbinden und anzufreunden. Ich hoffe, dass ich Dich mit diesem Artikel informieren und inspirieren konnte. Schau doch gleich mal nach einem Yogakurs für Dich. Bei den meisten Lehrern kannst Du auch zuerst eine Probestunde machen, um zu sehen, ob Dir Yoga gefällt.

Bis dahin Om Shanti und alle Liebe der Welt für Dich und Dein Kleines. Natascha

Die Autorin unseres 1. Gastbeitrags heißt Natascha-Yogarette! Sie ist ausgebildete Yogalehrerin und bloggt über Sonnengrüße und Gefühlsgewitter in der wunderbaren Welt des Yoga. Sie greift vor allem Themen wie Bhakti Yoga und Hatha Yoga auf, schreibt aber auch über die Schattenseiten ihres Lebens mit einer Angst- und Zwangsstörung. Sie lädt ein, ein Stück mit ihr zu gehen und hofft, Mut machen zu können und zu zeigen, dass das Leben lebenswert ist.

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