Papamonat für alle Väter mit Vollzeitjob

Papamonat für alle - Herzenswunsch von Papablogger Casual Dad

Einen Papamonat für alle wünscht sich Gregor aus Linz. Der Blogger ist frischgebackener Papa und für ihn war deshalb sofort klar, ein Papablog muss her. Wie es für ihn ist, Vollzeit zu arbeiten, während seine Frau ganz nach traditionellem Rollenmodell mit dem Baby zuhause in Karenz ist, erzählt er uns im Interview.

Er ist der Meinung, dass er das nicht so gut hinkriegen würde wie Frauen, allein mit Baby zuhause. Das lieber Gregor ist alles eine Frage der Übung – ich bin mir sicher, dass Du das genauso gut lernen könntest wie alle Frauen. Mit den Aufgaben wächst der Mench, daran musste ich immer denken, als ich plötzlich mit drei Babys gesegnet war – ich, die vorher die Babys ihrer Freundinnen nur mit äußerster Skepsis auf den Arm genommen hat und überhaupt Babys sofort wieder abgab, falls die irgendetwas „machten“.

Und von wegen Männer blödeln so viel mit den Kindern, ja das kenne ich, da muss ich mich als Mutter auch immer mal wieder an die eigene Nase packen und nicht alles immer so bierernst nehmen mit der ganzen Erziehung… Ich wünsche Euch jedenfalls ganz viel Spaß und Freude mit Eurem Kind und danke Dir fürs Interview über Euer persönliches Modell zur Elternzeit und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Und ja, ein Papamonat für alle wäre toll!

 

Wer bist Du?

Ich bin Gregor – als wir im Herbst 2016 erfahren haben, dass wir ein Baby bekommen, habe ich beschlossen einen Papablog zu starten. Ich habe zuvor schon über meine Heimatstadt Linz gebloggt und sozusagen schon etwas Erfahrung für Casual Dad sammeln können.

Woher kommst Du und wohin gehst Du?

Ich komme aus Linz, bin in der Nähe von Linz aufgewachsen und wohne seit 6 Jahren gemeinsam mit meiner Frau direkt in der Stadt.

 

Was willst Du über Deine Familie sagen?

Wir sind seit 8.6.2017 zu dritt – Little S stellt seit dem Tag unser Leben auf den Kopf und hat es um viele schöne Facetten reicher gemacht. Die Familien von meiner Frau und mir sind verteilt zwischen Wien, Linz, Attersee und München. Somit wird unser kleiner Zwerg auch schon von klein ans Reisen gewöhnt.
Warum und was arbeitest Du?
Ich arbeite im Onlinemarketing in der kleinen Linzer Firma LINKILIKE als Director Sales & Business Development für Österreich, die Schweiz und Süddeutschland. Die Größe der Firma ist vermutlich auch der Grund, warum die Karenz rein bei meiner Frau bleibt. Mein Papablog ist ein reines Hobby und grundsätzlich nicht darauf ausgelegt, mein Hauptberuf zu werden. Aber ich kann natürlich viele Inputs aus meinem Beruf für den Papablog anwenden!

 

Erzähle uns etwas von Deinem beruflichen Werdegang!

Ich habe nach der Matura ein Tourismuskolleg in der Nähe von Linz besucht. Seit dem Abschluss habe ich in den verschiedensten Bereichen des Tourismus gearbeitet – Rezeption, Kaffeebar und insgesamt 10 Jahre bei zwei verschiedenen Reiseveranstaltern. Danach wechselte ich die Branche war jeweils für kürzere Zeit bei einem „Kaffeeunternehmen“ und beim Tourismusverband Linz angestellt, bevor ich 2015 zu der Firma wechselte, wo ich jetzt bin. Onlinemarketing war immer schon ein Bereich, der mich privat interessierte – umso schöner ist es, dass ich jetzt auch in diesem Bereich arbeite.

 

3 Dinge, die Dir am schwersten fallen, beim Wechseln zwischen den Welten!

Am schwersten fällt mir bestimmt das Abschalten nach Feierabend. Es gibt Tage, da ist mein Kopf einfach zu voll mit der Arbeit, dass ich zu Hause vermutlich kein hilfreicher Partner bzw. Papa bin. Allerdings reicht auch oft ein Lächeln unseres kleinen Zwerges, um hier abschalten zu können. 
An die Dienstreisen in meinem Job, muss ich mich als Jungpapa auch wieder gewöhnen. Ich bin oft für einen Tag weg, was ja kein Problem darstellt. Allerdings gibt es auch immer mal längere Dienstreisen – bei meiner ersten im September hatte ich schon einen Kloß im Hals, als ich die Tür hinter mir zugezogen habe.
Auch wenn ich mit den Kernarbeitszeiten eh sehr gut bedient bin, gibt es immer wieder die Momente, wo man eigentlich noch ganz gerne zu Hause bleiben möchte, aber die Zeit es nicht zulässt.

 

3 Dinge, warum Du nicht tauschen wollen würdest!

Also der Hauptgrund – der für zwei zählen sollte: ich glaube nicht, dass ich das Leben zu Hause so meistern könnte, wie das meine Frau macht (bzw. wie es vermutlich allgemein eine Frau macht). Davor habe ich den größten Respekt und bin „froh“ ins Büro gehen zu können.
 Ein weiterer Grund ist vermutlich, dass ich mit Little S wahrscheinlich nur Blödsinn machen würde und ich mir nicht sicher bin, ob das für die weitere Entwicklung gut wäre.

Papamonat für alle - Herzenswunsch von Papablogger Casual Dad

Wenn Dir ein Papa-Monat für alle jungen Väter auch am Herzen liegt, pinne den Pin zu diesem Interview auf Pinterest

 

Was liegt Dir besonders am Herzen?
 Ein Papamonat für alle!

Führt doch endlich einen Papamonat für alle ein! Das kann doch nicht so schwer sein. Die Väter, die keine Lust drauf haben (gibt es ja bestimmt viele), brauchen ihn ja nicht in Anspruch nehmen! Und einem Unternehmen wird auch nichts passieren, wenn dafür der Papa nachher glücklich zurück ins Büro kommt!

Wenn Du auch etwas sagen möchtest zum Thema Mütter und/oder Väter und Vereinbarkeit von Familie und Job oder zu Elternzeit, Karenz oder Papamonat oder gar einen Gastbeitrag schreiben willst zum Thema Insidertipps mit Locals #kiezmitkindern freue ich mich sehr auf Deine Mail an contact@mamirocks.com – egal ob du vom zuhause arbeiten überzeugt bist, täglich ins Büro gehst oder ganz einfach Hausfrau aus Überzeugung bist. Hier gibt es schon einige individuelle Einblicke. Diese Portraits zeigen Wege auf wie Menschen die Vereinbarkeit von Familie und Job zu managen versuchen – denn ein Herz für Eltern soll jeder für uns vor allem auch gegenüber sich selbst haben: perfekt ist nicht wichtig. Auch wenn Du etwas anderes zu sagen hast, melde dich gerne! Ich freue mich über mögliche Gastautoren.

Eine ganz normale Mama

Mama im Spagat

Mama WahnsinnhochDrei

Lari Lara

Mami und Gör

Meine Svenja

Mäusemamma

Mama on the rocks

Mamis Nähkästchen

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Verena Mami rocks

Von Herzen und bunt

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4 Comments

  • Uli sagt:

    Da wir beide selbständig sind, ist mein Mann jederzeit für die Kinder da, das ist total super. Er hat auch bei beiden Kindern 4 Monate Karenz gemacht – da hab ich halt mehr gearbeitet. Ich würde nicht sagen, dass eine Mama oder ein Papa etwas besser macht. Jeder macht das für ihn bestmögliche und genau die Mischung ist perfekt.

    Obwohl es zwar möglich ist, als Papa in Karenz zu gehen, ist es oft nicht so einfach, das auch durchführen, deshalb bin ich auch für eine Papazeit, die gesetzlich geregelt ist – darf auch länger als ein Monat sein. Lg

    • Verena sagt:

      Ja das finde ich alles auch! Ich als Mama muss mir auch ab und zu wieder vorsagen, dass es nicht nur meinen Weg gibt und das andere WEge – wie etwa der vom Papa – ebenso gut für die Kinder ist, auch und gerade weil es nicht meiner ist. Alles Liebe!

  • Schokominza sagt:

    Mein Mann war 3 Jahre in Elternzeit und hat es sicher auch besser gemacht, als ich das gekonnt hätte.^^ Momentan ist er auch wieder zu Hause, weil wir in eine neue Stadt gezogen sind. Ich hatte hier Arbeit gefunden, er muss nun erst einmal etwas neues suchen. Das ist auch gut so, also dass er zu Hause ist, weil die Kids in der neuen Stadt und dem neuen Kindergarten ankommen müssen. So haben wir zwar weniger Geld, aber auch weniger Stress. Die Kinder sind inzwischen 4 & 3.

    In Deutschland gibt es sogar 2 „Vätermonate“, was ein tolles Angebot ist. Man kann sich die Zeit aber auch ganz anders aufteilen – zusammen sind es 14 Monate, die man als Eltern mit Elterngeld zu Hause bleiben kann.

    • Verena sagt:

      Ich bin auch sehr froh, dass der Papa mit mir immer abwechselt. So kann jeder mal mit den Kindern den alltag genießen und jeder mal arbeiten. Das geht bei uns, weil wir beide selbständig sind.

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