Warum es so wichtig ist zu reisen als Familie

Reisen als Familie
Reisen als Familie ist wunderbar und kein bisschen anstrengend - wenn es gelingt, den gemeinsamen Nenner für alle zu finden.

Im August waren wir in Kroatien. Es war unser erster großer Familienurlaub, unser erstes Mal Reisen als Familie, alle fünf. Campingurlaub ohne Strom und mit Schlafen auf Luftmatratzen in unserem luftigen Fünfmannzelt, im Pinienwald am Meer, unter Sternen, im Gewitter, mit Disco-Beschallung. Erste Reihe, live dabei. Ich hatte die Schlafsäcke von Papa und Mama vergessen, mein Liebster den Tisch. Wir hatten uns also nichts vorzuwerfen und vertrugen uns blendend.

Es war anstrengend, es war lustig, es war abenteuerlich und es war vor allem eins: wunderschön. Wir hatten endlich mal ganz viel Zeit als Familie und mit den Kindern, waren den ganzen Tag am Strand und den Rest der Zeit im Restaurant. Eingeschlafen sind wir immer gleich mit den Kindern oder ein Bier später, so müde waren wir. Erst nach ca. drei Tagen als das Handy und alle anderen Akkus ausgingen, konnte ich vollends abschalten. Ich hatte keine Uhr und wir lebten einfach nach Gefühl und Bauch.

 

Warum ich gerade nicht so viel online bin

Das gute alte Analog-Gefühl hält übrigens noch immer an. Es verblasst zwar mittlerweile, da ich mich ja nun irgendwie wieder bemühen muss, meiner Arbeit am PC nachzugehen und meine Aufträge zu erledigen. Dennoch habe ich noch nicht wieder in die totale digitale „Full imersion“ begeben. Ich schaue gelegentlich mal wieder in die Social Media Mühlen, kann mich aber weder besonders für deren Inhalte erwärmen noch für die Reichweite meines Blogs. Es ist mir gerade nicht so wichtig. Ich bin voll und ganz zurück gekehrt ins Hier und Jetzt – lebe in den Tag hinein, lebe den Moment.

Schließlich haben wir immer noch Sommerferien und die Kinder sind zuhause. Wir haben das spätsommerliche Badewetter bis gestern voll ausgekostet. Homeoffice klappt sowieso nicht mit den Kids im Haus – da kann ich genauso gut raus zum See fahren. Ich wette, ich bin dreimal so produktiv, wenn ich wieder allein zuhause bin und hole schnell alles auf. Gerade geht es nicht und ich sitze lieber mit einer Mama-Freundin am nicht aufgeräumten Küchentisch und unterhalte mich. Einfach so. Und so beschränkt sich meine Bürotätigkeit auf das Allernötigste wie den Emailverkehr, um auszuloten, was gerade allerhöchste Prio hat und was geschoben werden kann.

Und das nicht am Rechner sitzen tut mir gerade so gut. Ich ordne Kindersachen, arbeite im Garten und in der Küche. Ich treffe Freunde und bereite alles für den Schulstart der Zwillinge und des Großen vor.

 

Reisen als Familie muss für uns ab jetzt einmal im Jahr drin sein

Ohne unsere Reise hätten wir keinen Einschnitt gehabt. Der Sommer ist doch die Zeit zum Innehalten. Die Zeit zum Leben, zum Genießen, zum Feiern und zum Glücklich sein.  Und nach Jahren ohne einen richtigen Urlaub haben wir beide gesehen wie wichtig es doch ist, einmal im Jahr allem den Rücken zu kehren und nichst von dem ganzen Ballastpäckchen mitzuschleppen. Deswegen mache ich wahrscheinlich so gerne Reisen ans Wasser. Schnell an Bord gehen und alles über Bord werfen. Nur raus damit.

Alles Gehetzte und Gestresste ist von mir abgefallen. Ich merke gerade, wie es wiederkehrt, wie es sich wieder meiner bemächtigen will. Doch diesmal wehre ich mich. Ich habe keine Lust wie ein Hamster im Hamsterrad durch mein Leben zu rennen. Deshalb halte ich jetzt bewusst inne, will endlich wieder mehr Yoga machen, mich um mich selbst kümmern. Ich will Zeit haben für mich und meine Familie.

Deshalb muss jedes Jahr eine oder zwei Reisen als Familie für uns drin sein. Wir schieben das nie mehr auf und haben gleich mal unseren Winter-Urlaub gebucht, eine knappe Woche Skifahren für alle. Dafür verkneife ich mir eben anderes, z.B den dauernden Konsum von irgendwelchen Dingen, die ich glaube brauchen zu müssen.

Schreiben gehört übrigens nicht zu den Dingen, von denen ich mich unter Druck gesetzt fühle – Social Media schon. Weil ich gerne schreibe, werde ic es auch weiterhin tun. In Kürze folgt mein Reisebericht zum Camping in Istrien. Dann gibt es auch einige Urlaubsfotos zu sehen. Liebe Grüße und einen guten Start in den Alltag,

Eure Verena

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