Umziehen mit Kindern

Die wunderschönen Tiroler Bauernhäuser haben bereits Seltenheitswert! Auch dieses wird bald platt gemacht!

 

Jetzt ist es fast soweit. Unser liebes, altes Bauernhaus wird abgerissen: Es heißt umziehen, mit Kindern, Katze und Kegeln. Vielen Kegeln, wohlgemerkt. Denn dieses windschiefe Haus hat uns jede Menge Stauraum durch die alte Scheune geboten. So hat sich alles Mögliche angesammelt. Eine gute Gelegenheit sich von Ballast zu trennen. Ich miste aus und miste aus und miste aus. Radikal. Auch die lieben Kleinen müssen hier üben. Von vielem können sie sich zwar nicht trennen, aber immerhin: hier ein Kasperl, da ein verstaubtes Entchen und einige der vielen Kritzikratzi-Bilder lasse ich hie und da verschwinden – guten Gewissens, denn ich habe eine ganze Bananenkiste voller Kleinkind-Picassos, die es Wert sind aufgehoben zu werden. Kind 1 malt Maschinen und Erfindungen, Kind 2 Mädchenwelten und Kind 3 Monster. Nur so am Rande.

 Zielort nur wenige Kilometer entfernt

Zwei Monate haben wir Zeit, um alles in das neue Domizil im Nachbardorf zu transportieren – naja eigentlich sind es jetzt bloß noch 4 Wochen. Die Himbeerstauden und der Großteil der Pflanzen aus dem Garten sind schon in den frisch gehackelten Bauerngarten übergesiedelt und beginnen sich im neuen Grund fest zu wurzeln. Hoffentlich gelingt es uns ebenso rasch neue Wurzeln zu bekommen. Doch alles halb so wild: Wir haben das Glück nach einem guten halben Jahr der Ungewissheit ein passendes Haus gefunden zu haben. Es gibt einen verwunschenen Garten und liegt in einer schönen Siedlung am Wald, was ich mir immer gewünscht habe. Die letzten drei Jahre lebten wir an einer Dorf-Hauptstraße ohne Gehweg. Bald können die Kinder endlich ohne Gefahr mit ihren Rädern vor dem Haus herumdüsen. Kindergarten und Schule sind auch schon inspiziert und für gut befunden worden. Der Große kommt im September in die Schule und sicher wird es nicht ganz einfach, da er noch keinen kennt. Doch wir wollen den Sommer nützen, möglichst oft ins Freibad gehen, vielleicht doch auch zum Fußball (Seufz), um nette neue Menschen kennenzulernen. Da wir schon öfter Umziehen mit Kindern erlebt haben, freue ich mich einerseits, da ich Neues gerne habe, andererseits nervt es auch, immer wieder bei Null anzufangen. Doch zum Glück wandern wir nur ein paar Kilometer weiter, so gelingt es wohl, das bestehende Netzwerk aufrechtzuerhalten.

Gefühle der Kinder beim Umziehen!

Das Gute an Kindern ist, dass sie sich relativ unkompliziert an sie umgebende Erfordernisse anpassen. Meine größte Sorge war wirklich, dass der Umzug sie aus ihrem seelischen Gleichgewicht bringt. Zumal wir bereits so oft umgezogen sind, dass der Große nach ziemlich genau einem Jahr hier gefragt hat, ob es denn nicht bald wieder soweit wäre? Was, mein Sohn? Na, umziehen! Das hatte mich seinerzeit geschockt.
Da wir nun aber ganz behutsam, mit viel Zeit umziehen können, sind meine Ängste (fast) weg. Wir waren schon oft im neuen leeren Haus – ich zum werkeln, während die Rasselbande alles entdecken konnte. Und was mir ganz wichtig ist: Alle einbeziehen. Heute haben wir z.B. angefangen zusammen die Deko, Bilder und Leuchtsterne, abzunehmen. Nein, fast nichts wird weggeschmissen. Wir nehmen alles mit, auch den Kühlschrank.

Wie es weitergeht mit dem Umzug erfahrt ihr in Kürze, hoffentlich mit den ersten Fotos!

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