#WIB Heute geht es in den Skiurlaub trotz Erkältung – mir egal

Skiurlaub trotz Erkältung? Eigentlich geht es mir heute richtig bescheiden… Schon gestern Abend zeichnet sich ab, dass meine 100.000 vitaminreichen und Immunsystem stärkenden Helfer doch nicht ausgereicht haben. Während die anderen alle schon wieder durch sind mit Schnupfen und Husten, Grippe und Gliederschmerzen, erwischt es mich genau jetzt – am Wochenende des lang ersehnten Winterurlaubs. Wieso gibt es eigentlich so oft einen Wermutstropfen?

Wieso kann das Leben einfach nicht mal nur cool sein ohne wenn und aber. Muss das so sein? Erst der Skiunfall vom Kleinen jetzt Mama krank. Manchmal fällt es mir schwer, dankbar zu sein für alles, was wir haben. Skiurlaub trotz Erkältung ist aber doch besser als gar kein Urlaub, oder? Also zusammen reißen und genießen. Ich lass mir das nicht vermiesen, klar Bazillen? Ihr könnt mich mal. Ich gehe heute in die Hotelküche und hole mir noch mehr Ingwer, Zitrone und Knoblauch.

Skiurlaub trotz Erkältung #WIB

Am Freitag waren wir noch bei strahlendem Sonnenschein im Skitraining, siehe Bild unten. Das ist unser Hausberg in Schwoich.Da sind wir jeden Dienstag und jeden Freitag. Und vor dem Unfall waren wir auch am Wochenende meistens einen Tag dort.

Der Anblick der Piste am Freitag war für mich Vorfreude pur, denn es soll die ganze Woche schönes Wetter sein in Gerlos und Königsleiten. Wir fahren heute nämlich los ins Zillertal. Eine Woche Skiurlaub! Für mich geht damit ein Traum in Erfüllung. Schon ganz lange wünsche ich mir so einen Urlaub direkt an der Piste.

Heute morgen dachte ich es geht gar nicht. Ich fülle mich so grippig, fahrt doch einfach ohne mich und lasst mich hier liegen. Aber dann habe ich mich doch aufgerafft.

 

Skiurlaub trotz Erkältung #WIB

Skiurlaub trotz Erkältung – entspannen im Hotel

Jetzt brauchen wir natürlich für den Skiurlaub trotz Erkältung und Zerrung ein paar gute Alternativen im Programm. Was uns da so eingefallen ist, erzähle ich Euch dann nächstes Wochenende. Hier im Bild seht ihr einen tapferen Jungen im Skikarusell. Damit fahren die Kleinen, wenn sie müde sind vom Skifahren. An den Seilen können sich Skianfänger herumziehen lassen. Weil bei uns viele mit ihren kleinen Babys an der Piste sind, können diese eben auch in den Reifen ihre Runden drehen.

Hier spielt sich das Sehen und gesehen werden ohnehin an der Piste ab. Was in Städten auf dem Spielplatz und im Mama-Café passiert, geht bei uns am besten auf der Piste. Kaffee in der Sonne schlürfen, ratschen und den Kindern beim Spielen zusehen. Manchmal gibt es sogar guten Sound und immer wieder Skirennen und Riesen-Slalom für die Kids.

Skiurlaub trotz Erkältung #WIB

Ich weiß nicht wie es bei Euch so ist, aber unsere Kinder lieben es zu baden. Gerade im Winter ist es für die ganze Familie ein Vergnügen zu baden. Hier seht ihr einen wunderbaren Schaumberg der Zwillinge. Den sollte ich unbedingt fotografieren. Wie gut, dass mich meine Kinder so oft ans Fotografieren erinnern.

 

Skiurlaub trotz Erkältung #WIB

 

Gestern habe ich leider meine Kamera und mein Handy daheim liegen lassen, als ich zum Wertstoffhof bin und anschließend die Kinder zur Oma gebracht habe. Wir waren mit allem wieder zu spät dran. Deshalb habe ich jetzt auch noch Zeit hier zu sitzen und zu schreiben, während Mann sich fertig macht und wir ins ca. eine Stunde entfernte Zillertal aufbrechen können. Der Große ist mit Freunden schon vorgefahren.  Nur mit Abstrichen klappt Skiurlaub trotz Erkältung – aber immerhin fahren wir überhaupt.

Schattenseiten des Skitourismus

Ich wollte Euch aber von den Schattenseiten der Hochsaison im Skitourismus erzählen. Wie gesagt habe ich da nun leider kein Bild: Hier ist gerade Hauptsaison und das heißt, dass es hier von skifahrbegeisterten Holländern, Deutschen, Tschechen und Österreichern nur so wimmelt. Blechlawine reiht sich an Blechlawine. Alles dauert dreimal so lange wie normal. Am schlimmsten ist es, wenn ich etwas auf der anderen Seite der Grenze zu erledigen habe.

Es gibt in dieser Jahreszeit eine „Ski-Ampel“, die verhindern soll, dass Kufstein komplett vom Verkehr überschwemmt wird. Es ist richtig schlimm geworden für Kufstein und den deutschen Grenzort Kiefersfelden, seit Österreich die Vignettenpflicht ab der Landesgrenze eingeführt hat. Früher konnten alle Autofahrer ohne Vignetten bis Kufstein Süd auf der Autobahn fahren und dann weiter in die Skigebiete abzweigen. Jetzt verstopfen die vielen Touristen die Landstraßen und Ortschaften.

Oft siehst Du eine Oma oder eine Mama mit Kindern um die fünf Minuten warten bis sie vom Bäcker auf der einen Seite zur Apotheke auf der anderen Seite im Straßendorf Kiefersfelden zu gelangen. Hammermäßig. An Tagen wie gestern mit Stopp and Go durch Bauernhöfe und am Inn entlang denke ich mir, wieso bin ich eigentlich aufs Land gezogen…

Das Tüpfelchen auf dem I sind dann noch die Grenzkontrollen Richtung Deutschland. Auf Autobahn wie Landstraße passen die deutschen Grenzer auf, dass zwischen all den weitgereisten Skifahrern nicht auch ein paar Flüchtlinge versuchen sich unerlaubt nach Norden durchzuschlagen. Es lebe Europa!

Skiurlaub trotz Erkältung #WIB

 

Unfassbar traurig

Was mich gerade aber noch trauriger macht, sind die vielen Unfälle, von denen ich dieses Jahr wieder auf den Pisten gehört habe. Jedes Jahr verunglücken Skifahrer. Doch dieses Jahr kommt es mir extrem viel vor. Und am schwersten wiegt die Nachricht des sechsjährigen Mädchens, das tödlich verunglückte. Noch schlimmer macht es die Tatsache für mich, dass genau dort unsere Kinder auch mit ihren Lehrern zum Skifahren gehen.

Ich fühle mit der Münchner Familie, die hierher kam um Spaß zu haben und das schlimmste erleben musste, was Eltern erleben können. Ihr Kind ist tot. Gestorben im Skikurs, an einer blöden, banalen Skikanone. Die Skilehrer hier sind spitze, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Doch wieso frage ich mich, muss so etwas passieren, bevor man auf die Idee kommt, die Skikanonen, die mitten in der Piste stehen, vernünftig zu polstern? Warum?

Ich liebe Skifahren nach wie vor. Aber all diese Warnungen dieses Jahr macht mir klar wie zerbrechlich das Leben ist. Wie wichtig es ist besonnen zu sein und einen kühlen Kopf zu bewahren. Gerade als Eltern, aber auch für sich allein, ist es so wichtig auf sein Bauchgefühl zu hören. Die Berge sind gefährlich. Und Sport im Gebirge ist einfach nicht wie Schlittschuhfahren im Eisstadion oder Joggen im Park.

Bitte passt auf Euch auf.

Hier gibt es noch viel mehr Wochenende in Bilder bei der Initiatorin dieser Idee: Geborgen und Wachsen. Wenn ich heute Abend noch dazu komme, stelle ich hier noch die Fotos von unserem ersten Nachmittag und Abend im Urlaub vor. Denn nachdem ich diese Gedanken nieder geschrieben habe, kann ich plötzlich doch dankbar sein für einen Skiurlaub trotz Erkältung!

Bin leider nicht mehr zu neuen Fotos gekommen: Nächste Woche mehr!

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