Wie gelingt Kinder Yoga?

VerenaWagner2009_grossKinder Yoga ist ein Trend. Ein wünschenswerter Trend. Denn Yoga ist gut für Kinder. Es hilft jungen Menschen zu entspannen, abzuschalten. Dazu regt es die Fantasie an, löst Verspannungen und beugt Haltungsschäden vor. Ähnlich wie Ballett erzeugt es ein gutes Körperbewusstsein. Wo es schwierig ist, einen Jungen zum Tanzen zu bewegen, kann Yoga eine „coole“ Alternative sein. Und ebenso wie tolle Ballerinas erzählen pädagogisch geschickte Yogalehrer den Kindern Geschichten. Darin kommen Tiere und Pflanzen vor. Viele der Asanas (Körperhaltungen) im Yoga haben Tier- oder Pflanzennamen. So können mehrere Asanas in eine Abfolge eingebunden werden.

Kinder lernen durch Nachahmen. Daher ist es wichtig, dass die oder der Kinder Yoga Lehrende die Positionen während dem Erzählen selbst einnimmt. Kinder können die Positionen nicht solange halten wie Erwachsene. Besser ist es beim Kinder Yoga die Asanas mehrmals kurz zu üben. Statische Elemente wie die Asanas sollten sich mit dynamischen Folgen abwechseln. Eine schöne Vorlage für eine fantasievolle Yoga-Abfolge findet sich hier und hier. Übrigens brauchen die Kinder auch nicht solange wie Erwachsene zum Abschalten. Die Tiefenentspannung ist nach zwei, drei Minuten erreicht! Die Asana „Schlafendes Kind“ heißt ja auch nicht zufällig so: die kann man schon bei Babys oft beobachten.

 

Ist das Yoga, Mama?

Ich habe schnell die Lust verloren mit meinen Kindern Yoga zu üben, da ich zu lehrerinnenhaft an das Ganze herangegangen bin. Wenn ich zum Beispiel einen Hund mache, sind da nicht drei Kinder neben mir, die ebenfalls Hund üben. Nein, es kuscheln sich drei Babyhunde unter den Mama-Hund und drei Kätzchen unter die katzenbuckelnde Mama. Da eines der Kätzchen schon ziemlich groß und stark für sein Alter ist, endet das Familienyoga dann meist in einem wilden Haufen.

Eine Menge Toleranz hat mich auch die Idee meiner Kinder gekostet, zu akzeptieren, dass die ihre Yoga-Praxis problemlos mit selbst erfundenen Asanas erweitern. Bei uns wird also neben den klassischen Asanas wie Kamel, Fisch und Kobra auch Spinne, Krampus, Prinzessin oder eine an den Tänzer angelehnte Ballerinen-Asana geübt. Daneben zeigen vor allem die vierjährigen Zwillinge gerne Akrobatik, verknüpft mit der Frage „Ist das auch Yoga, Mama?“ Momentan hat meine Lust auf Kinder Yoga zuhause abgenommen. Zusammen klappt es ohnehin nur, wenn ich meine Praxis schon mehr oder weniger beendet habe, bis die Rasselbande mitmachen will. Dennoch beobachte ich in letzter Zeit oft, wie die Kinder die Vorübung zum Kopfstand etwa beim Vorlesen offensichtlich zum Entspannen einnehmen. Dabei ruhen sie auf dem Haupt und laufen mit den Beinen immer näher Richtung Rumpf.

Also schön weiter vormachen und nachahmen lassen!

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