Wochenende in Bildern mit Sonne, Ski und Gipsbein

Wochenende in Bildern
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Da Wochenende in Bildern ist eine Aktion von Bloggerin Susanne Mierau. Ich mach da jetzt auch mal mit!

 

So fing es an, mein Wochenende in Bildern. Das war Freitag früh und ich stehe mit Rucksack und Taschen an der S-Bahn eines Münchner Vorortes. Voller Freude, für das bevorstehende Wochenende. Voller Freude, nach einer anstrengenden 60-Stunden-Woche wieder heim zu kommen, zu meiner Familie.

 

Heimkommen

So konnte ich am Freitag früher Schluss machen und meine Lieben holten mich schon um sechs Uhr vom Bahnhof ab. Wie jedes Mal, wenn ich einige Tage beruflich unterwegs war, steigt die Vorfreude, je näher ich den Bergen komme. Es ist erstaunlich, aber die Berge sind Heimat pur. Sie sind mir so ans Herz gewachsen, dass ich beruhigt aufatme, sobald die ersten Ausläufer der Alpen im Zugfenster erscheinen.

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Abenteuer im Schnee

Mit dem vielen Schnee, der gerade draußen liegt, ist es auch so wunderschön, draußen zu sein. Die Sonne strahlte das ganze Wochenende vom Himmel. Dies ist mein erstes Wochenende in Bildern. Irgendwie passt es heute mal, nachdem ich mehrere Tage zu platt war, um mich in irgendeiner Weise mit dem Blog zu beschäftigen. Es ist nämlich viel mehr passiert, als uns lieb war.

Wochenende in Bildern

 

Am Samstag war noch alles perfekt. Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns nach einem ausgedehnten Brunch auf zum Skifahren. Alle freuten sich bei dem schönen Wetter auf ein glitzerndes Abenteuer in der Natur, perfekte Pisten und Schneeverhältnisse. Wir hatten richtig Spaß, trafen Freunde und genossen die endlich einmal wieder wärmende Sonne auf den Bänken vor der Hütte. Mama genehmigte sich sogar ein Bier und entspannte total.

Als Vorbereitung auf die Skisaison habe ich spezielle Übungen aus dem Yoga als Skigymnastik für Euch ausgesucht. Sich auf das SkiYoga als Skigymnastik oder Wenn Kinder Lift fahren - take it easy

 

Ich war auch richtig stolz auf mich, denn ich hatte endlich wieder das Gefühl, richtig im Flow zu sein auf den zwei Brettern. So gab ich dem Drängen meiner Söhne nach und fuhr mit ihnen die kleinen Hexenwegerl durch den Wald. Das sind schmale Hohlwege oder Ziehwege. Teils waren sie mir zu vereist, teils zu steil. Aber ich suchte mir meinen Weg und hatte sogar wieder Freude an den Buckelpisten. Die letzten beiden Winter war sehr wenig Schnee und da bin ich nicht so viel gefahren. Da ich ja seit meinem 14. Lebensjahr nicht mehr gefahren bin und erst mit den Kindern wieder angefangen habe, finde ich mich zurecht sehr mutig – auch wenn ich mit Abstand die langsamste Fahrerin unserer Familie bin. Doch es geht halt nichts über das eigene Bauchgefühl, nicht?

 

Der Gips-König

Es geht in diesem Wochenende in Bildern auch seit spätestens Samstag nachmittag nicht mehr primär um mich. Nach anfänglichem Ansturm auf die endlich zurück gekehrte Mama, entspannten sich alle zusehends. Die letzte Abfahrt der Jungs führte zu einem Sturz eines Kindes in den Tiefschnee, stuntreif mit Überschlag und verdrehtem Bein. (Nein, es gibt kein Foto!). Gnädig erlaubte mir das Kind heute sein Gipsbein hier zu zeigen. Gestern sah alles noch ganz harmlos aus. In der Nacht schon merkten wir am unruhigen Schlaf des Kindes, das es doch schlimmer war als angenommen. Heute morgen fuhr mein Mann zur Notaufnahme und kam mit einem eingegipsten Kind und zwei Krücken wieder. Innenbänder überdehnt, Gips zum Ruhigstellen des Beines bis Donnerstag.

 

Kind kann also nicht mit den anderen beiden morgen mit der Schule zum Skifahren. Am Dienstag fällt der Skikurs ohnehin buchstäblich ins Wasser – es soll ja regnen. Warum passiert so etwas? Ich muss immer viel nachdenken über solche Ereignisse. Ich habe mich ziemlich mitschuldig gefühlt, da ich es nicht schlimm fand, diese kleinen Wege zu fahren. Ich habe es ihnen nicht verboten. Hätte ich das tun sollen? Mir fielen alle lebensbedrohenden Ereignisse wieder ein, die wir zusammen durchgemacht haben.
Jedenfalls blieben wir also sonntags drinnen. Alle Familienmitglieder kümmerten sich rührend um den Verletzten. Was mich besonders rührte, war die große Hilfsbereitschaft der Geschwister. Sie hörten heute stets beim ersten Fragen und machten alles für ihren lieben Gips-König. So fühlte das Kind sich heute, wie es irgendwann erstaunt feststellte.

 

Harmonischer Ausklang im Wochenende in Bildern

Wir guckten also viele Kinderfilme und die Mama las ganz viel vor. Während die zwei im Krankenhaus waren, spielten die Kinder so schön, dass ich sogar meine komplette VG-Wort-Meldungen machen konnte. In zwei Tagen ist nämlich allerletzte Frist für Artikel 2016.

 

Den Rest des Tages verbrachten wir mit Büchern im Bett. Mit den gesunden machten wir noch ein wenig Yoga und übten Handstand an der Wand.  Wie findet ihr übrigens mein Buchregal? Ich habe die Bücher nach Farben geordnet. Seitdem gucke ich meine Bücherwand richtig gerne an.

 

 

Zum Abschluss gibt es hier noch ein Beispiel für selbständige Kinder. Wenn die Zahnpastatube richtig voll ist, finden Kinder es einfach toll, da richtig viel drauf zu quetschen. Ich habe nicht geschimpft, wozu auch? Ich habe heute eigentlich überhaupt nicht geschimpft. So ein Unfall hat wieder einmal gezeigt, was wirklich wichtig ist. Diese ganze Kleinigkeiten, die wir erziehungstechnisch immer so ernst nehmen. Was ist eigentlich wichtig? Zusammenhalt und Gesundheit – das sind meine Themen in diesem Wochenende in Bildern.

Wie konnte ich sie doch knuddeln, meine Goldkinder, als wir heute über das Vorgefallene sprachen. „Mama, du musst dich nicht Schuld fühlen. Das bringt doch jetzt nichts mehr. Du kannst es nicht mehr ändern.“

 

Alles Liebe, Eure Verena

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