Bloggen kritisch betrachtet: Fazit nach 1 Jahr

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Bloggen kritisch betrachtet: Resumee zum 1. Bloggeburtstag vom Mami rocks

Bloggen kritisch betrachtet: Weil ich gerne Mama bin und die Zeit mit meinen Kindern liebe!

Liebe Blogger, liebe Community!

Seit einiger Zeit scheint mir mit unserem geliebten Blogmagazin so einiges über den Kopf zu wachsen. Passend zum 1. Bloggeburtstag von Mami rocks ist es Zeit einmal die weite glitzernde Welt der Blogs und das Bloggen kritisch zu betrachten. Das Video von Mari von Baby, Kind und Meer hat mir zu Denken gegeben. Jetzt ist für mich klar, dass hier echte Vorsicht angesagt ist und ich gut aufpassen werde, dass ich mich nicht von meinem Blog aufsaugen lasse. Die Schwierigkeit ist wirklich explizit bei einem Familienblog Privates und Berufliches noch trennen zu können. Diese Trennung ist aber richtig wichtig, damit es nicht zu einem derartigen und regelrechten Blogger Burnout kommt.

 

Warum meine Familie nicht im Fokus meines Blogs steht

Es war mir nicht bewusst, dass ein Blogger-Burnout und überhaupt ein Familienblog solche Dimensionen erreichen kann. Aber klar, eigentlich logisch. Wenn ich mein gesamtes Leben und meine Familie zum Inhalt meiner öffentlichen Bühne im Internet mache, sind Kritik und das Gefühl sich vor den Lesern ständig rechtfertigen zu müssen, eine logische Konsequenz. Leser ist ohnehin ein Ausdruck, der mir hier nicht mehr passend scheint. Als ich gestern die Kommentare zu besagtem Video las, habe ich mir nur gedacht, was nehmen sich diese Leute eigentlich heraus – die machen der Frau Vorschläge, geben ihr Tipps wie sie ihr Leben in den GRiff kriegt und jede Menge Binsenweisheiten von sich. Will man/frau das? Ich kenne nun weder die Inhalte dieses sehr berühmten Blogs von Mari noch ihren ja nun offensichtlich gelöschten Youtube-Kanal. Daher habe ich keine weitere Meinung zu ihrem öffentlichen Auftreten.

Wer mehr zur Thematik Privatsphäre im Netz lesen möchte und wie Familienblogger damit umgehen, kann sich hier umschauen. Die Blogparade von Noch ne Muddi trägt den bezeichnenden Titel #regretting Bloggerhood.

 

Beim Bloggen kritisch bleiben

Mich betrifft diese Problematik nur insofern, als dass ich mich darin bestätigt sehe, weiterhin ein Blogmagazin mit wechselnden Themenschwerpunkten zu gestalten. Mehr nicht. Da ich nicht interessiert daran bin, ein öffentliches Familientagebuch im Netz zu führen, gibt es auch keine Plattform für Besserwisser, Moralapostel und Neider. Außerdem ist es auf diese Weise viel leichter zwischen Privatsphäre und Beruf zu trennen. Obwohl mein Blog für mich ein Hobby ist, nenne ich es Beruf, da das Schreiben nun mal mein Beruf oder noch schöner, meine Profession, ist.

Damit wären wir beim springenden Punkt angelangt, warum ich mich heute spontan hinsetze und diesen Post schreibe – anstatt für Geld an meinem nächsten Auftrag eines Verlages zu schreiben. Das Hobby bloggen nimmt nach nunmher 1 Jahr Mami Rocks online und aktivem Bloggerleben sowie 3 Monaten Vorlaufzeit soviel Raum ein, dass ich dieses Projekt ab jetzt wie jede von mir in meinem Leben redaktionell betreute Zeitschrift betreibe. Das heißt nicht, dass die Beiträge unpersönlicher werden oder sich sonst etwas groß an der Form ändert. Über die neuen Features könnt ihr in Kürze hier lesen. Es ist einfach absolut nötig geworden, damit ich dieses liebgewordene „Hobby“ beibehalten kann und nicht irgendwann einen Schlussstrich ziehen muss, weil ich nicht mehr kann. Deswegen halte ich es für so wichtig, das Bloggen kritisch zu betrachten, einfach mal für sich selbst Resumee ziehen und schauen, ob man noch auf einer Linie ist mit seinen Vorstellungen vom Leben. Ja, der Sog ist groß, hier ein Gewinnspiel, da eine Kooperation. Deshalb findet ihr bei mir auch weiterhin keine oder kaum Gewinnspiele und selten einmal einen Produkttest. Wenn ich Werbung mache, dann gegen eine angemessene Bezahlung. Ich bin ja hier nicht die gute Fee, der mit jeder Menge Engagement und Eigeninitiative fremde Umsätze finanzieren hilft. Dafür habe ich schlichtweg nicht die Zeit übrig. Manchmal postet man etwas aus einer Laune heraus, weil man eh mit den Kindern dort hingeht oder einfach etwas gut findet. Klar und toll, solange sich die Rechnung von Aufwand und Gewinn nicht zu den eigenen ungunsten umkehrt.

Das Bloggen kritisch zu betrachten hat mir geholfen einiges zu konkretisieren. Es heißt z.B. schlicht, dass ich mir einen Redaktionsplan überlege und meine Zeit nicht völlig für den Blog drauf gehen darf. Daher schalte ich mein  Handy schon seit einigen Tagen nicht mehr gleich in der früh ein, sondern gehe erstmal in den Garten oder mache sonst etwas Analoges. Ich habe mir zudem vorgenommen mehr zu schreiben und zu recherchieren, um Euch weiterhin regelmäßig tolle Beiträge zu liefern und weniger in den sozialen Medien zu verweilen. Besonders regt mich dieser absolute Zeitfresser Facebook auf.

Außerdem muss ich mich wieder mehr um mich selbst kümmern und weniger im Netz abhängen. Aufwand und Gewinn für meine Person, für meinen Körper und meinen Geist müssen sich einfach die Waage halten. Also muss ich meine Zeit besser einteilen und die Zeit im Netz gezielter nützen.

 

 

6 Comments

  • Ich weiß‘ gar nicht warum die Leute sich alle so aufregen müssen?

    Wahrscheinlich glauben sie dass das „alles ganz einfach sei“, so im vorbei gehen gemacht wird und dann „verdient die auch noch Geld damit“. Neid halt. Dabei haben die meisten KEINERLEI Ahnung wie viel Arbeit in unseren Seiten wirklich steckt.

    Aber Neid kann man sich nicht kaufen, den muss man sich verdienen und das heißt im Minimum immer dass man etwas deutlich besser macht als die große Mehrheit!

    Also erst recht: Weiter so!

  • Küstenmami sagt:

    Das mit dem „Zeitfresser Facebook“ kenne ich 😉 Ja, ich glaube, es ist wirklich wichtig, gut auf sich aufzupassen, gerade wenn man langfristig bloggen will. Mir hilft die Trennung zwischen „persönlich“ (das ist mein Blog und ich möchte das auch so) und „privat“ (das sind Begebenheiten im Familienleben, die nur uns angehen), aber das ist ein schmaler Grad.

    Viele liebe Grüße und trotz allem weiterhin viel Freude am Bloggen
    Küstenmami

    • Verena sagt:

      Wie wahr, ein schmaler Grad… in der Praxis ist es wirklich nicht immer leicht zu entscheiden und ich finde, dass diese GRauzone mit der Zeit auch immer mehr verwässert. Man vergisst so schön auf seine selbst aufgestellten Richtlinien.

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