Inspirationen vom Bienenvolk

Bienenvolk

Das Bienenvolk lebt vor, was Gemeinschaft heißt, wie unsere menschliche Gesellschaft in ressourcenschonender Kreislaufwirtschaft funktionieren könnte. Im folgenden stelle ich Euch zwei spannende Sachbücher und eine Stiftung, die sich ums Bienenvolk und seine Belange kümmert, vor.

Wie ticken Bienen? Was macht sie krank? Wie kommunizieren Bienen und wer regiert das Bienenvolk? Thomas Radetzki und Matthias Eckoldt geben in ihrem 2020 erschienen Werk “Inspiration Biene”  faszinierende Einblicke in die Welt der Bienen. Thomas Radetzki und Matthias Eckoldt beschreiben in ihrem Buch das Leben im Bienenstaat. Sie schildern die sich wandelnden Rhythmen im Volk, die virtuose Kommunikation der Bienen und ihre fein abgestimmte Kooperation bei allen Handlungen.

Bücher zur Artenvielfalt

Bienenvolk als Vorbild für uns Menschen

„Inspiration Biene“ bildet das Herzstück eines Gemeinschaftsprojekts der Aurelia Stiftung, dem Klett MINT Verlag und der Software AG –Stiftung, das auf anregende Weise die vielfältigen Bezüge zwischen Bienen und Bildung erkundet.

Als das erfolgreichste Unternehmen der Welt demonstrieren die Bienen, dass ein Gemeinwesen auf Dauer nur bestehen kann, wenn alle Beteiligten dabei gewinnen.

Beispielgebend finden sie in ein Gleichgewicht des zum Überleben Notwendigen. Sie zeigen uns Menschen eine Alternative zu unserem Wachstumsstreben. Denn leider fallen nicht nur die Bienen diesem “Immer weiter – immer schneller – und vor allem immer mehr” – den Maximen und Leitsätzen von Globalisierung und Wirtschaft – zum Opfer zu fallen drohen.

Das Buch beschreitet neues Terrain: Es geht um Gesellschaft, Politik, Bildung, Ökonomie, Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion, um neue Horizonte und Lebensperspektiven, um Wertschätzung, Bruttonationalglück und fehlende Resonanzräume. Die Autoren stellen sich der Frage, was Bienen uns sagen. Der Mut eines Bienenschwarms wirkt dabei ansteckend: Wenn er auszieht, lässt er alles zurück und wird einzig vom Vertrauen in die Fülle der Welt getragen. Eine Ermutigung für alle, die aufbrechen wollen zu neuen Ufen, hinein in eine unseren Planeten schützende und uns nährende Kreislaufwirtschaft.

Anwältin der Bienen

Die Aurelia-Stiftung hat der langjährige Imker Thomas Radetzki 2015 gegründet, um Bienen und ihre Lebensräume wirksamer zu schützen. Dazu braucht es starke gesellschaftliche Allianzen und kollektiven Mut zu nachhaltigen, gemeinwohlorientierten Veränderungen. Von Berlin aus konzentriert sich das Team der Stiftung darauf, Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit für das Insektensterben zu sensibilisieren. Ziel ist es Handlungsspielräume für eine bienenfreundliche Gestaltung von Städten und Land(wirt)schaften aufzuzeigen.
Als unabhängige Expertin berät die Stiftung Politik, Medien sowie die Zivilgesellschaft, z. B. in Form basisdemokratischer Bürgerinitiativen, und entwickelt Bildungs- und Forschungsprojekte. Die Stifftung versteht sich als “Anwältin der Bienen” und streitet für sie, wenn nötig, auch vor Gericht. Dabei hat sie mit ihren bündnispartnern wegweisende Schutzansprüche gegen zerstörerische Pestizide und Agro-Gentechniken durchgesetzt. Sie steht für die Vereinbarkeit von landwirtschaftlicher Produktion und dem Lebensraum für Blütenbestäuber und Artenvielfalt.

Wie Bienen miteinander kommunizieren

Im Knesebeck Verlag ist 2021 ein weiteres Sachbuch zum Thema erschienen. “Die Sprache der Bienen” von Jürgen Tautz. Der Professor ist Bienenexperte, Soziobiologe, Verhaltensforscher und Vorsitzender des Bienenforschung Würzburg e. V. sowie Leiter des interdisziplinären Projektes HOneyBee Online Studies (HOBOS)/ we4bee.
Bei Knesebeck erschien von ihm zuletzt der Band „Honigbienen – geheimnisvolle Waldbewohner“ (2020)
mit beeindruckenden Fotografien von Ingo Arndt.

Für Laien und Profis ebenfalls sehr unterhaltsam und verständlich aufbereitet ist diese Neuerscheinung. Jürgen Tautz, einer der renommierten Bienenforscher Deutschlands, beleuchtet in seinem Buch nicht nur die faszinierende Tanzsprache des kleinen Insekts, sondern befasst sich auch mit weiteren spannenden Phänomenen im
Informationsaustausch zwischen Bienen. Mit einem frischen Blick in die Forschungsgeschichte und auf die
aktuellsten Erkenntnisse lädt Tautz dazu ein, die Sprache der Bienen neu zu denken und zu verstehen.

Schwänzeltanz und neue Erkenntnisse

Eine Analyse der Bienenforschung der letzten 100 Jahre zeigt: Der so berühmte Schwänzeltanz im Bienenstock ist nicht die einzige Art der Bienen miteinander zu kommunizieren. Der Schwänzeltanz dient dem Zweck, dem Bienenvolk Informationen über die Koordinaten eines lohnenswerten Nektarstandorts mit zu teilen.

Doch auch außerhalb des Stockes sind Bienen soziale Insekten, die stets Verbindung halten und miteinander
kommunizieren. So gibt der Schwänzeltanz zwar als erster Schritt einer Kommunikationskette ein grobes
Zielgebiet an, doch dort angekommen übernehmen die Düfte der Blumen und erfahrene Bienen die Führung der
Neulinge.

Insektenfreundlicher Garten - sterben die Insekten aus? Das große Bienensterben noch aufhaltbar?

Wer weiter lesen will, findet mit “Das große Insektensterben” von Oekom ein weitere spannendes Buch zum Thema. Meine REzension findet ihr in meinem Beitrag zum insektenfreundlichen Garten.

Insektenfreundlicher Garten – Insektensterben abwenden?Blühgarten anlegen, der die Insekten von März bis November mit Nahrung und Blüten versorgt.

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