WMDEDGT – Tagebuchbloggen für 28 days of blogging 2019

Tagebuchbloggen WMDEDGT

WMDEDGT – Tagebuchbloggen! Endlich schaffe ich das mal! Ich habe mir das seit Jahren schon vorgenommen und Monat für Monat den Fünften zum Tagebuchbloggen verpasst, wo man sich mit WMDEDGT bei Frau Brüllen verlinken kann.

Eigentlich beginnt mein Tag schon nachts. Diese Nacht war ich aber so müde, dass ich diverse nachtaktive Tätigkeiten meiner vier Mitbewohner allenfalls wie durch einen umflorten Nebel wahrgenommen habe. Mama antwortet zwar immer, auch im Schlaf, aber wach geworden bin ich jedenfalls nicht.
Als dann um 6.20 Uhr der Wecker klingelte, war ich sogar einigermaßen aufstehfähig. Erstmal hinunter in die Küche, Kaffee kochen. Tage an denen ich das schaffe vor dem Wecken der Kinder, sind für mich Luxustage. Heute beginnt also ein luxuriöser Morgen, an dem ich zunächst diverse gestern vergessene Geschirrteile einsammele und zwischen deponiere. Die Spülmaschine ist voll. Daraus hole ich das Frühstücksgeschirr – so spare ich Zeit beim Aufräumen.

Die Kinder kommen heute von alleine runter. Der Mann hat sie aufgeweckt. So habe ich mir heute die Aufwachbegleitung zweier notorischer und äußerst entflammbarer Morgenmuffel gespart. Sie sind alle guter Dinge und essen Toast oder Cornflakes mit Milch. Mama kocht Kakao. Wir sind heute sehr früh dran und sie verlassen das Haus schon um 7.20 Uhr friedlich und gemeinsam.
Ich ziehe mich in Ruhe an und mache mich auf den Weg, um ein Paar gebrauchte Ski bei einer Familie einzukaufen und abzuholen. Ich trage sie nach Hause und mache mir meinen Porridge aus Haferflocken, Rosinen, etwas Nuss, Apfel und Banane.

Tankladungen voller Frischluft

Zwischendurch nehme ich einige tiefe Atemzüge. Gute Luft haben wir hier im Überfluss. Der Rechner fährt schon hoch und ich beantworte liebenswürdige Kundenmails und ermögliche natürlich jeden Wunsch. In meinem Netzserver liegt immer noch keine Arbeit. Komisch. Also arbeite ich weiter am Blog. Gerade mache ich bei 28 days of blogging (hier falls jemand noch mitmachen will) mit – da soll man jeden Tag einen Blogpost veröffentlichen. Bis jetzt habe ich das nicht optimal hingekriegt, aber ich mach jetzt einfach weiter, denn ich habe so viele tolle Themen, über die ich gerade schreiben möchte und die liegen geblieben sind in 2018.

Ich stehe auf und strecke meine Arme nach oben, lasse sie im Kreis seitlich herunter fallen. Dass ich heute morgen schon wieder kein Yoga gemacht habe und auch nicht einmal die Matte für fünf Minuten Meditation ausgerollt habe, verdränge ich geflissentlich.

Dann schreibe ich einen Text fertig und erledige ein bisschen Bürokram. Ich atme wieder öfter tief ein und aus. Helfe dem Mann, der aufbricht zu einer mehrtägigen Reise. Schmiere zum zweiten Mal an diesem Tag Pausenbrote, mche zum zweiten Mal an diesem Tag Kaffee.

Dann sammle ich den Müll ein und bringe ihn raus. Heute kommt die Müllabfuhr. Zur Entspannung lege ich einen Korb wäsche zusammen, während ich Frischluft herein lasse. Dann gehe ich in den Keller und befülle die Waschmaschine erneut.

Das Telefon klingelt, ich erhalte einen vielversprechenden Anruf und telefoniere eine gute halbe Stunde. Meine Laune hebt sich. Obwohl noch immer keine Arbeit eingetrudelt ist. Dann erhalte ich einen erklärenden Anruf von anderer Seite. Die Arbeit wurde bereits selbst erledigt, um Geld zu sparen. Hmpf. Ich sage ehrlich meine Meinung mit dem Resultat, dass ich jetzt neue Arbeit für diese Woche bekommen habe. Wie gut, dass Ehrlichkeit noch geschätzt wird. Ich atme wieder tief ein und aus. Chatte ein bisschen auf Facebook und will mir Schokolade aus dem Kühlschrank holen.

Kurzer Blick auf die Uhr, denn eigentlich habe ich die Regel, mich erst zum Nachmittagsloch mit Süßigkeiten vollstopfen zu dürfen. Es ist kurz vor Zwölf. Heute ist mein langer Arbeitstag – die Kinder kommen erst um eins von der Schule, alle drei.

Ich kriege gerade noch einmal die Kurve und wärme mir die Linsen, Kapern und Kichererbsen – Reste von gestern und vorgestern – auf. Ich reichere sie mir mit Lauch, Paprika, einem Glas Muscheln und einem mit Chilli-Sardellen an. So wird ein Gericht draus und ich muss weder hungern noch vormittags schon Schokolade in mich hinein stopfen. Hülsenfrüchte sind auch Nervennahrung.

Da ich jetzt auch keinen Bock mehr zum Arbeiten habe, schreibe ich diesen Text. Jetzt hole ich mir noch einen Teller davon und stelle die Teller fürs Mittagessen für die Kinder auf den Tisch. Die Spülmaschine wird wieder leerer. Gläser und Besteck hole ich auch noch raus. Schnell zwei weitere Male bücken und in den Schrank damit. Denn natürlich steht sie da immer noch wie heute morgen. Gegen nachmittag wird sie fast leer sein und ich räume den ganzen herumstehenden Kram dann hinein. So ist sie wieder voll und ich kann sie direkt einschalten. Morgen früh wird sie wieder voll sein und ich kann schon mal das Frühstücksgeschirr entnehmen. So spare ich mir gleich wieder Zeit beim Ausräumen. … Spülmaschinenkreislauf für fünf Personen.

Rush hour – Mittag – Tagebuchbloggen abgebrochen

Für die Kinder gibt es heute Nudeln mit Pesto. Das Glas steht angebrochen im Kühlschrank und muss weg. Spaghetti gehen schnell. Ich setze das Nudelwasser auf. Ich schleppe volle Wäschetonnen nach unten. Wieso ist da schon wieder soviel drin? Alles quillt über. Ach stimmt, gestern habe ich die Bettwäsche abgezogen. Im Keller leere ich die Waschmaschine, räume alles in den Trockner und belade die nächste Maschine.

Jetzt klingelt es. Die Kinder sind da. Plötzlich ist alles laut. Jeder erzählt, ich bin der Moderator, der dafür Sorgen muss, dass alle gehört werden und keiner zu zanken beginnt. Seit vorgestern hängen neue Regeln für das Zusammenleben in der Familie am Kühlschrank. Von allen unterschrieben.
Ich tippe leicht verloren darauf, in der Hoffnung mit dieser Geste den Radau abzustellen, Streit im Keim zu ersticken. Natürlich beachtet mich keiner. Die Nudeln sind natürlich noch nicht fertig. Mama hat das Nudelwasser zu spät angestellt.
Die Kinder zeigen mir ihre neuesten Kunstwerke aus Werken: Eine Rassel, eine Marionette aus Klopapierrolle und ein Webrahmen, mit dem weiter gewebt wird. Bis das Essen auf dem Tisch steht.

 

luxuriöser Nachmittag – fast nix los

Nach dem Essen machen wir Hausaufgaben. Die Kinder machen Hausaufgaben und ich korrigiere danach. Meine Aufgabe ist es, für Ruhe zu sorgen, die alle möchten, aber keiner einhält. Dann wird die Tochter ein Vampir und ich fahre sie zu ihrer Faschingsparty-Einladung.
Wieder zurück schnappe ich mir Kind 2 und fahre mit ihm zum Arzt, Routinebesuch. Kind 3 bleibt allein daheim. Wir landen nach dem Arzttermin im nahen Park. Die Sonne scheint so schön auf den Ententeich. Sohn bewirft Enten mit Schneebällen. Sohn ist ein bisschen zu groß für solchen Quatsch. Ich schimpfe nicht wirklich, weil mir einfällt, dass wir beim Arzt vergessen haben, ihn ein Formular ausfüllen zu lassen für den Sport.
Also lasse ich den Sohn im Park, der die Enten gerade mit einem Stock bewirft, sich aber bereits mit einem naderen Jungen am Uferrand angefreundet hat. Ich gehe, erst, nachdem ich noch einmal betont habe dass die Tiere Lebewesen sind und ihnen das weh tut. Ein Statement muss sein. Ich übersehe geflissentlich, dass die Kinder mit ihren nur ein wenig wasserdichten Winterstiefeln auf den Eisschollen am Ufer stehen, um diese abzubrechen. Reinfallen können sie nicht, denn die Schollen und Eisplatten liegen sicher auf dem ganzen Entendreck. Sie federn und knacksen bloß. Alle Gummistiefelkinder müssen irgendwann im Alter zwischen 7 und ? lernen, dass alles was nicht aus Gummi ist, nass durchgeht. Nicht sofort, aber doch irgendwann. Ich hoffe mit 12 werden wir auch diese Phase verlassen.

Der Besuch im Park war nicht vorgesehen im Tagesplan. Da habe ich ja heute noch richtig was zu erzählen in meinem Versuch zum Tagebuchbloggen. Schade, dass ich das Handy vergessen habe, wären schöne Bilder geworden. Die wirken auch jetzt am abend noch nach. Sonnenstrahlen sind Seelennahrung.

Als ich mit dem Zertifikat wieder zurückkomme, spielen die beiden nett. Die andere Mutter ist auch aufgetaucht. Ich stehe da in der Schneewiese, breche immer wieder mal ein beim Gehen und sauge die letzten Reste Winteronne tief ein. Ich inhaliere Sonnenstrahlen. Auftanken, auftanken. Gute Idee, war das mit dem Park. Dann gehen wir noch eine neue Schwimmbrille und drei coole Badehosen im Sales für den Meisterschwimmer probieren und bezahlen.

 

Tagebuchbloggen am abend

Zuhause finden wir heraus, dass der jüngste nicht die Stille genossen hat, sondern die Zeit zum ungestörten Tablet spielen genutzt hat. Ich schimpfe nicht, bin aber auch nicht gerade begeistert.

Instrument hat leider wieder keiner gespielt außer die Flöte, die morgen Konzert hat mit Hey Pippi Langstrumpfe. Ach ja, das PArtykind ist auch wieder bei uns, das habei ch zwischen Abendbrot Jungs und Abendbrot Mädels abgeholt. Die seltsame Kakophonie der schönen Klänge, wenn Trompete und Gitarre auch noch ihre Lieder spielen, bleibt uns heute also erspart. Ich flüchte in die Küche und geb der offenen Spülmaschinentür einen Tritt – nur so, aus Spaß.
Dann endlich genehmige ich mir meine Schokolade. Köstlich zergeht sie auf der Zunge… Dazu koche ich mir einen Tee, den ich dann kalt werden lasse, weil ich nach oben Eile wegen mordsmäßigem Gebrüll. Was ist da wieder los? Eigentlich nichts weiter, jedenfalls kann man das nicht mehr herausfinden, was eigentlich los war. Alles löst sich in Wohlgefallen auf, sobald ich auch da bin. Wir schaffen es sogar noch, ein paar der zahllosen Legosteine in die Kisten zu werfen.
Dann lesen wir noch ein Kapitel vor, ich kuschele zur Guten Nacht und sitze schließlich wieder hier zum Tagebuchbloggen, endlich mit einem heißen Tee vor mir – und mehr Schokolade!

Das war Tagebuchbloggen 1, hat Spaß gemacht das Tagebuchbloggen. Fortsetzung folgt!

28 days of blogging

Hier die Liste von allen, die bei der aktion 28 days of blogging im Februar schon mitmachen, ein buntgemischter Haufen!

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