Was Stress mit Deinem Körper macht: Das Rushing Woman Syndrom

Was Stress Deinem Körper antut: Das Rushing Woman Syndrom

Rushing Woman? Was soll denn das heißen? Als ich den Titel dieses Buches las, wusste ich sofort. Dieses Buch ist wie gemacht für mich. Ich habe mich in dem Begriff Rushing Woman sofort wieder erkannt.

Ich lese seit Freitag intensiv über das Rushing Woman Syndrom. Es beschreibt wie sich Stressattacken in Dauerstress verwandelt und was dieser Zustand für Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat. Es geht um hormonelle Vorgänge im Körper und was Adrenalin und Cortisol in Dauerausschüttung für eine Wirkung auf den Stoffwechsel und die Fettspeicherung hat.

 

Das Buch ist wirklich sehr empfehlenswert. Ich hatte bereits mehr als ein Aha-Erlebnis und bin noch nicht bei der Hälfte angelangt. Jedenfalls habe ich mir sofort vorgenommen, am Wochenende wirklich intensiv zu entspannen. Deshalb habe ich mich am Samstag aufgerafft und bin mit den Kids auf die Piste gegangen. In frischer Luft tankt man einfach am besten die Akkus wieder auf.

Was Stress Deinem Körper antut: Das Rushing Woman Syndrom

Auslöser für stressige Situationen sind übrigens auch nicht in erster Linie die Mitmenschen. Die Rushing Woman ist vielmehr im Dauerstress, weil sie sich selbst ständig unter Druck setzt. Natürlich sind manche Dinge nicht zu ändern. Job, Beziehungskrisen, Finanzen, es gibt viele Punkte die einem da individuell einfallen, warum es gar nicht so leicht ist vom Modus Sympathikus (Anspannung) in den Modus Parasympathikus (Loslassen, Entspannen) umzuschalten. Dennoch, dieses ständige Unter-Strom-stehen muss aufhören.

Was Stress Deinem Körper antut: Das Rushing Woman Syndrom

Zuerst war es dann beim Skifahren auch schon wieder stressig. Die Kinder haben gestritten, welchen Weg wir nehmen sollen und wir mussten ein Stück schieben (hier im Bild) da wir teilweise nicht mit genug Speed für die flachen Strecken ankamen. Dann mussten wir auch noch bergauf laufen, was ein Kind zu einem Wutanfall brachte. Es wollte nämlich stattdessen lieber eine uns unbekannte rote Piste hinabsausen. Das war mir aber zu heikel und ich entschied mich für bergauf zur bekannten Piste.

Stressige Situationen hält man gut aus, wenn man selbst in der Balance ist

Das ist eigentlich eh klar, aber leichter geschrieben als getan. Ob Du eine Rushing Woman bist, also im Dauerstress lebst, erkennst Du nämlich auch daran, ob Du z.B. bei Kleinigkeiten an die Decke gehst oder gar zu heulen anfängst und dir alles zu viel ist. Dann leidest Du offensichtlich unter einem konstanten Stresslevel. Daraus kann Burnout entstehen. Versuche als einfachste Übung jeden Tag 20 Minuten bewusst und tief – bis ins Zwerchfell – zu atmen. Das sitzt dort, wo die Rippen enden und oberhalb dessen, wo der Magen beginnt.

Was Stress Deinem Körper antut: Das Rushing Woman Syndrom

Aufgrund des Umwegs – hier begann die rote unbekannte abfahrt – haben wir aber die Paraglider beim Abflug beobachten können. Das war toll! Danach durften wir netterweise durch das Paragliding Camp latschen und haben schon einiges an Weg gespart.

Was Stress Deinem Körper antut: Das Rushing Woman Syndrom

Hierhin wollten wir nämlich zunächst, zu den gechillten Pisten ganz oben in der Sonne. Hier beruhigten sich dann auch die Gemüter wieder und alle hatten Spaß. Es war super leer und total entspannend. Irgendwann habe ich dann gemerkt wie ich plötzlich wieder tief und richtig Atem holte. Richtig die Lungen vollpumpen, das tut wirklich gut. Alles Stressige, alle imaginären To Do Listen, die sich so in meinem Kopf tummeln, gehen plötzlich in Tilt. Ciao!

Was Stress Deinem Körper antut: Das Rushing Woman Syndrom

Leider habe ich kein Foto von der dunkelroten Piste, die wir dann ins Tal gefahren sind gemacht. Alle Kinder sind problemlos heruntergekommen. Ich war total relaxed und es hat so Spaß gemacht. Richtig Stolz bin ich auf meine drei.

Was Stress Deinem Körper antut: Das Rushing Woman Syndrom

Rushing Woman wundert sich, warum der Blutzucker rapide abfällt und sie Süßes braucht

Anstatt Süßigkeiten zu essen, habe ich mir vorgenommen mich hinzulegen, wenn ich müde bin. Weil ich ohnehin faul sein wollte, habe ich fast den ganzen Tag vorgelesen. Beim Lesen habe ich Yoga-Posen wie die Taube, Lotossitz, halben Drehsitz und andere eingenommen. So habe ich wenigstens ein bisschen Yoga in den Alltag eingebaut gekriegt.

Das war toll – für die Kinder und für mich auch. Jim Knopf ist eines meiner Lieblingskinderbücher und wir lesen es schon zum zweiten Mal. Jetzt im Grundschulalter stellen die Kinder viel mehr Fragen und fiebern richtig mit.

Was Stress Deinem Körper antut: Das Rushing Woman Syndrom

Den Rest des heutigen Sonntags haben wir mit Nähen und Häkeln verbracht. Die Jungs haben von sich aus gefragt, ob sie das mal wieder machen können. Der Große lernt in der Schule gerade richtig häkeln und dann haben wir noch Stoffreste für Taschen zugeschnitten. Das Nähen war doch nicht so einfach, wie es bei mir aussah. Da mi aber bereits wieder alles zu viel wurde, haben wir beschlossen, die Taschen morgen weiter zu machen. Wenn 3 Kinder Handarbeiten anfangen, gibt es eben immer viel für mich zu tun. Sonst habe ich gar nichts Stressiges gemacht! Also ähnlich unspektakulär wie das letzte Wochenende, dafür aber um so entspannender…

Ich hoffe ihr hattet auch ein entspanntes Wochenende und ihr achtet auch ein wenig auf Euch! Alles Liebe, Verena

Mehr Blogger-Wochenende (WIB) gibt es wie immer hier bei Frau Mierau und tolle Outdoor-Projekte bei den Naturkindern.

 

2 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.