Achtsamkeitsübungen

Achtsamkeitsübungen

Dieses Wochenende stand bei mir ganz im Zeichen von Meditation und Achtsamkeitsübungen. Mein Meditationsworkshop hat am Freitag mit einem ersten Live Call zum Meditieren lernen begonnen. Wir haben da auch gleich gemeinsam meditiert und ich habe die Tong Len Meditation gelernt. Junge Kloster-Schüler lernen diese kraftvolle Praxis am Anfang ihrer Ausbildung die Tong Len Meditation, was so viel wie „Geben und Nehmen” bedeutet. Ich habe sie Euch hier als geführte Meditation zum Downloaden verlinkt.

Ich habe sie auch gestern und heute morgen gleich für meine morgendliche Meditation ausprobiert und es war beeindruckend. Mit meditativen Achtsamkeitsübungen wie dieser stellst Du Dir vor jemandes anderen Leiden zu nehmen. Auch auf sich selbst oder im übertragenen Sinne kann sie angewandt werden.

Das war schon einmal ein wunderbarer Start in den Tag. Während ich freitags und samstags zusätzlich noch Yoga am Morgen hingekriegt habe, musste ich heute leider passen. Ich habe mich zuerst auf den Kleiderschrank gestürzt, um doch noch einiges zum Ende meiner März-Ausmist-Challenge wegzuschaffen, dann war schon Trubel und dann habe ich mich einfach auf die Terrasse gesetzt und bei einer Tasse Kaffee den Vögeln beim Zwitschern zugehört.

Bewusst den Alltag genießen

Die Katze hat ihnen auch zugehört. Überhaupt sind die Achtsamkeitsübungen der Katzen ebenso bemerkens- wie nachahmenswert.

Wenn die Katze geht, tut sie nichts anderes, wenn sie frisst ebenso. Wenn sie schläft allerdings, ist die Katze trotzdem achtsam. Da ist sie ganz Raubtier. Ein Mucks genügt und ihre Sinne sind voll da.

Wenn ich auf meiner Matte sitze, kommt die Katze gerne zu mir. Wenn ich nicht reagiere, sucht sie sich einen Platz ein wenig abseits und schnurrt. Sie scheint sich sehr wohl zu fühlen, wenn Menschen meditieren.

Achtsamkeitsübungen mit dem Atem

Gelernt habe ich auch schon die Wichtigkeit des Atmens. Probiere Deine Meditation mit zehn tiefen Atemzügen zu beginnen. Der Fokus kann entweder auf der Nasenspitze liegen, oder dort, wo dich der Atem warm beim Aus- und Einströmen kitzelt.

Versuche auch tagsüber Pausen einzulegen zum tief durchatmen. Wenn eine stressige Situation an dich herantritt, versuche innerlilch zurück zu treten, tief ein- und auszuatmen. Merkst Du plötzlich, dass du nicht unbedingt zurückschreien musst, wenn jemand dich anschreit? Dazu habe ich heute die Erklärung der alten Schriften zur Leerheit und die Sache mit dem Stift , die diesen entscheidenden Sachverhalt in unsere moderne Welt übersetzt.

Neben der Rückbesinnung auf den eigenen Atem als Kraftspender ist es wichtig bewusst zu essen, bewusst Pause zu machen und bewusst nichts tun zu genießen. Auch wenn es nur kleine Pausen sind, sine sind wichtig und wertvoll. Ich habe mir an diesem Wochenende Zeit auf der Sonnenliege gegönnt, wo ich mich heute einfach nur ausgeruht, und gestern den Life Call von Geshe Michael Roach angehört habe.

Was mir an Geshelas Antworten auf die Fragen der Teilnehmenden am besten gefallen hat: Wenn Du meditierst und daran glaubst, das es möglich ist gute Samen für gutes Karma zu säen, dann bist du besonders und das wird auffallen. Es ist nicht schlimm aufzufallen, anders zu sein. Er macht Yoga am Flughafen, und sagt, beim jedem weiteren Mal ist es weniger schwer, Yoga im Wartebereich am Flughafen zu praktizieren. Ich lasse meinen Holunder aus der Hecke herauswachsen, denn es ist ein Herzensbaum, das nicht auf Heckenhöhe gestutzt werden soll sondern sich frei entfalten will. Ich will das. Und ich habe mich für meinen Holunder durchgesetzt, weil er mir wichtig ist.

Gute Samen säen

Gute Samen säen habe ich auch das ganze Wochenende geübt. Das ist aber nicht so ganz einfach mit den guten Samen. Zumal habe ich garantiert schon jede Menge mittelprächtige am Aufgehen. Es klingt zunächst alles etwas abgefahren, aber ich versuche dieses alte Wissen gerade anzuwenden und muss sagen: Das Wochenende ist prächtig verlaufen. Ich habe nicht gebrüllt, mich nur zweimal kurz aufgeregt und dann ist mir gleich wieder eingefallen das ich das nicht will und ich habe mich wieder aufs tief durchatmen fokussiert.

Meditieren hilft dabei ruhig zu bleiben. Je öfter du jeden Morgen fünf Minuten meditierst, desto besser klappt es.

Achtsamkeitsübungen vor dem Schlafengehen

Damit die guten Samen aufgehen, braucht es aber im Garten noch viel mehr bis sie zu prächtigen Blumen herangewachsen sind, die irgendwann verblühen wie dieses Schneeglöckchen hier und viele neue gute Sammen spenden.

Es braucht Wasser, dazu viel Liebe und Pflege. Das Wasser liefern im übertragenen Sinne Achtsamkeitsübungen wie die Kaffee-Meditation vor dem Einschlafen.

Dazu denke ich vor dem Einschlafen kurz an alle guten Samen, die ich heute säen konnte. Ich übe mich in Dankbarkeit für den Reichtum meines Lebens und dafür wir gut es uns geht. Achtsamkeitsübungen haben mich durch dieses ganze Wochenende begleitet. Da dieses Meditations-Seminar auf vier Wochen angelegt ist, hoffe ich wirklich, dass mich all diese neuen positiven Gedanken und das tägliche Meditieren zu einer dauerhaften Routine in meinem Leben werden.

Ich wünsche Euch in diesem Sinne viele gute Samen, viel Liebe, Dankbarkeit und Kraft. Verena

Mehr WIB findet ihr bei Große Köpfe.

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