Heimisches Superfood: Einfache Rezepte gegen Stress

Heimisches Superfood: Tomaten, Oregano und Basilikum

Heimisches Superfood? Das hat mich beschäftigt diese Woche: Denn diese Woche – und damit auch die Freitagslieblinge – steht immer noch im Stern von meinen Gedanken über Plastik und wie ich überhaupt meine Ökobilanz wieder ein wenig verbessern kann. Ich bin da sehr nachlässig geworden: Heimisches Superfood wächst vor der Haustür. Auch wenn Tomaten, Basilikum und Oregano allesamt mediterranen Ursprungs sind, gedeihen sie prächtig.

Crostini mit Tomaten: Rezept der Woche

Zutaten: (altes) Weißbrot (in Scheiben geschnitten), gutes Olivenöl, 1-2 Zehen Knoblauch (wer mag), Tomaten (am besten fleischige Sorten wie etwa Ochsenherzen), frischen Oregano und Basilikum, etwas Salz und wer mag auch Pfeffer oder ein wenig Chiliflocken.

Daher habe ich diese Woche einiges mit Tomaten gekocht. Kennt ihr Crostini? Klar, die kennt ja wohl jeder. Aber macht ihr das manchmal zuhause? Es ist sehr einfach. Ihr könnt altgewordenes Weißbrot damit super verbrauchen. Baguette, Ciabatta, Kastenweißbrot oder italienisches Weißbrot, aber auch Semmeln und Stangerln.

Das Brot wird im Toaster oder noch besser in einer Pfanne geröstet. Dann könnt ihr es mit einem guten Olivenöl beträufeln und mit einer halben, längs aufgeschnittenen Zehe Knoblauch einreiben. Crostino Classico ist fertig. Buon apetito. In Italien wird Weißbrot auch so zum Olivenöl verkosten im Herbst benutzt. Ich liebe den Geschmack von grünem, frischen Olivenöl direkt nach dem Pressen. Ich glaub ich muss darüber einmal etwas schreiben.

Während das Brot röstet, die Tomaten in feine Scheiben und dann in kleine Stückchen schneiden. Oregano und Basilikum fein schneiden oder hacken und mit den Gewürzen zu den Tomaten in eine Schüssel geben. Alles vermischen und auf die mit Olivenöl beträufelten und evtl. mit Knoblauch eingeriebenen Crostini geben. Das ist eine prima und schnell zubereitete Vorspeise. Auch den Kindern hat es geschmeckt. Jippie!

Heimisches Superfood: Tomaten, Oregano und Basilikum

 

Warum heimisches Superfood? Meine Helfer aus dem Garten

Tomaten sind sehr gesund und machen glücklich. Seit ich das mal gelesen habe, esse ich immer, wenn ich in mein kurz vor Mittag Heißhungerloch oder in mein nachmittägliches Stimmungstief falle, einfach ein paar Tomaten.  Das für die rote Farbe verantwortliche Lykopin macht die Dinger so gesund (davon ist wohl in den blassen Dingern im Winter weniger drin, nehme ich an). Außerdem enthalten sie viele Vitamine und Mineralien.

Oregano zählt unbedingt als heimisches Superfood: Er ist nicht einfach nur ein schnödes, oft verkanntes Pizzagewürz, sondern Hammer gesund! Seine frischen Blätter wirken wie ein natürliches Antibiotikum. Also schadet es nicht einen Topf damit auf die Fensterbank zu stellen und bei Bedarf die Blättchen auf das Essen zu streuen! Was noch so für regionale und bei uns problemlos frisch erhältliche Gemüse und Kräuter unter dem Begriff heimisches Superfood laufen, habe ich übrigens hier schon mal geschrieben. Denn so viel Exotik ist gar nicht nötig um sich gesund zu ernähren!

Heimisches Superfood: Tomaten, Oregano und Basilikum

Da ich ja gleich nach dem Urlaub so richtig flach gelegen bin und es mir jetzt nach fast zwei Wochen wieder besser geht, gehörten meine Kräuter auch zu den besten Momenten mit mir allein. So viele frische Kräuter habe ich schon lange nicht mehr zu mir genommen in Form von Tee und einfach frisch über das Essen gestreut.

Basilikum ist übrigens auch mehr als ein gewöhnliches Küchenkraut. Heimisches Superfood ist es dehalb, weil es antidepressiv und stresslindernd wirkt: Also in Verbindung mit den Gute Laune Tomaten genau das richtige für dieses herbstliche Wetter! Basilikum ist auch ein starker Helfer für Euer Immunsystem. Außerdem wirkt das Kraut zellschützend, entzündungshemmende und antibakterielle. Er hilft bei Jetlag und verbessert Konzentration und Gedächtnisleistungen. Wow! Da braucht es auch keine sophisticated Basilikumsamen, denn die wirken im Grunde wie die Blätter!

Wenn er nicht gut wächst bei euch, sorgt dafür, dass er ein warmes und sonniges Plätzchen auf der Fensterbank hat. Nicht in Wasser ersäufen und ganz wichtig, immer gleich nach dem Kaufen in einen größeren Topf pflanzen!

Heimisches Superfood: Tomaten, Oregano und Basilikum

Hier ist der Basilikum im Tomatensalat – es muss ja nicht immer mit Mozzarella sein! Zwiebel ist übrigens ein weiteres heimisches Superfood mit sehr viel Heilkraft gerade was das Immunsystem angeht. Auch sie ist entzündungshemmend, wirkt antibakteriell und macht sich gut in jedem Hustensirup. Ich esse sie immer roh, wenn ich erkältet bin. Sorry, aber dann bleib ich lieber zuhause, werde schnell gesund und stinke dafür ein wenig vor mich hin… Hier gibt es übrigens noch mehr Hausmittel-Tipps für Euer Immunsystem.

 

Inspiration der Woche

Inspiriert haben mich zu diesen Rezepten die Foodbloggerinnen Sina Giftige Blonde und Apricot Lady, die zusammen zu der Blogparade Heimisches Superfood aufgerufen haben. Also wenn ihr Lust habt, etwas in dieser Richtung zu kochen: Der Blogevent läuft noch bis 31. Oktober. Heimisches Superfood: Tomaten, Oregano und Basilikum

In den Kommentaren entsteht gerade eine tolle Rezeptsammlung, die ich mir unbedingt angucken muss. Denn ich habe ja seit dieser Woche die Tiroler Gemüsekiste bestellt. Das mache ich nicht nur aus ökologischen Gründen, sondern weil mir gerade irgendwie die Ideen zum Kochen ausgehen. Wenn ich aber stets regionales Gemüse daheim habe, muss ich mir was überlegen, es zu kochen. So kommt frischer Wind in den Speiseplan, habe ich mir so gedacht.

 

Mein liebster Moment mit den Kindern

Zum Schluss gibt es noch meinen liebsten Moment mit den Kindern. Das waren unsere gemeinsamen Gespräche über die Natur, Umweltverschmutzung und das viele Plastik, das überall als Verpackung dient. Da haben sie sich gleich mal mit Süßigkeiten beim Bäcker eingedeckt – der verkauft Gummibärchen ohne Plastik, Mama!

Heimisches Superfood: Tomaten, Oregano und Basilikum

Danke auch, liebe Kinder, dass ihr mir so viele Kuscheltiere ins Bett gebracht und mir so viel Kräutertee gekocht habt. (Dazu schreibe ich Euch auch bald ein genaues Rezept, am besten gleich nächsten Freitag!)

Heimisches Superfood und das beste Buch gegen Stress bei mami rocks

Mein Buch der Woche: „Wohlbefinden ist eine Entscheidung“

Mein Lieblingsbuch der Woche heißt „Warum immer mehr nicht immer richtig ist“ von der Psychologin Ilona Bürgel, veröffentlicht im Kösel Verlag. Es ist ein tolles Buch und ich gucke immer wieder hinein, wenn ich mich zu gestresst fühle – Basilikum kauend versteht sich… Denn ja, ich fühle mich häufig gestresst. Ich mache mir immer selbst so viel Druck, alles richtig zu machen, alles rechtzeitig fertig zu kriegen und kann selten einfach mal nichts tun. In dem Buch geht es darum, wie man zwischen guter und falscher Anstrengung unterscheiden kann. Die Autorin zeigt, wie es gelingen kann, sich nicht dauernd Druck zu machen und sich selbst zu überfordern. Mit kleinen Anregungen und den richtigen Denkimpulsen liefert sie viel guten Input, wie es geht, Wohlbefinden in den eigenen Alltag einzubauen und seine Ressourcen richtig einzusetzen.

Mehr Freitagslieblinge gibt es wie immer bei Berlin Mitte Mom. Und mehr grüne Ideen gibt es wie jeden Freitag beim grünzeug bei Naturkinder.

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13 Comments

  • Momo sagt:

    Oh ja, alles was im Garten wächst an Kräutern wird verwendet, ich nutze auch gern mal Wildkräuter aus dem Wald. Es gibt nichts besseres! Brennnessel gehört zu meinen absoluten Favoriten!

  • Verena sagt:

    Genau! Es ist wirklich erstaunlich wieviel Gesundes und Gutes genau vor unserer Nase wächst!

  • Verena sagt:

    Ah ok, dann kommt es in meinen Mischtee! Ich habe mal gehört, das was an Kräutern um dein Haus wächst, ist gut für dich!

  • Miriam sagt:

    Achso Taubnessel:), die trockne ich für Tee, sonst habe ich auch noch keine Erfahrung damit ;).

  • Verena sagt:

    Ich habe auch seine Bücher im Schrank und mag sie sehr. Brennessel und Giersch nutze ich schon, abre Taubnesseln muss ich noch näher kennenlernen.

  • Miriam Hecht sagt:

    Brennesseln sind super, wenn man sich müde fühlt (nur die oberen Blätter und Samen, wegen der Stickstoffeinlagerung). Giersch ist auch ein Superfood :). Bei Wolf- Dieter- Storl oder versch. kräuterwebsites gibts dazu mehr Infos :).

  • Wie heißt es so schön: warum in die Ferne schweifen… 🙂

  • Verena sagt:

    danke, das freut mich. Dir auch ein schöens Wochenende!

  • Verena sagt:

    Stimmt Bruschetta heißt das auch noch! Das habe ich doch glatt unterschlagen: Bruschetta heißen die Crostini mit Tomaten und Crostini heißen sie alle, quasi Überbegriff. Das ergänze ich noch… Menie Zeit in Italien ist einfach schon zu lange her. Freue mich, lg Verena

  • Was für ein toller Beitrag!
    Vielen Dank dass du den zum Event einreichst!
    lg und schönes Wochenende Sina

  • Christina sagt:

    Liebe Verena,
    vielen Dank für die Teilnahme am Blogevent 🙂
    Ich liebe Bruschetta auch sehr *.*
    LG
    Christina

  • Verena sagt:

    Das ist eine sehr tolle Idee. Bei uns wuchern Nesseln – sind die auch für etwas zu gebrauchen? -, Brennnesseln und der Giersch. Topinambur habe ich selbst eingepflanzt. Danke für Deinen Kommentar. Liebe grüße, Verena

  • Miriam Hecht sagt:

    Toller Beitrag und ein wunderschönes Thema. Ich praktiziere gerade Wildkraut im Garten in Schach halten, durch aufessen (Idee von Wolf-Dieter Storl) und es ist auch noch super gesund. Wichtig finde ich dabei, zu spüren, ob das Kräutlein mir auch wirklich gut tut, da der Körper genau weiß, was im Moment gerade passt. Im Herbst ist Vogelmiere mein Favorit, die auch im Winter unter dem Schnee zu erreichen wäre. Auch Gänseblümchenblüten und geröstete Löwenzahnwurzel (als Muntermacher – Kaffeeersatz) sind sehr interessant.

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