Trotz der Macht der Gewohnheit 7 Kilo abnehmen

7 Kilo abnehmen - als Mama - ohne Verzicht, achtsam mit Dir selbst und deinen Gewohnheiten

Wie ein Wunder kommt es mir, dass ich ganz nebenbei 7 Kilo abnehmen konnte! Ich war diese Woche beim Arzt und habe sozusagen, das offizielle Abnehmprogramm, dass ich mit dem Hausarzt im März ausgemacht hatte, beendet. In sechs Monaten sollte ich 5 Prozent meines Körpergewichtes reduzieren. Ich habe mit fast 7 Kilo abnehmen weit mehr als benötigt geschafft. Dabei habe ich Zucker reduziert (im Link weitere Details), aber nicht auf Genuss und gutes Essen verzichtet. Ich habe es nicht geschafft, komplett zuckerfrei zu leben, aber ich reduziere schon seit Jahren ganz bewusst den Zuckerkonsum.

Trotzdem habe ich mich mit meinem Körpergewicht und mit spannenden Klamotten unwohl gefühlt. Und jetzt fühle ich mich leichter, aber habe immer noch einen ganz schönen Bauch. Ich möchte weiter machen und mit meinen veränderten Essgewohnheiten mehr als diese 7 Kilo abnehmen und zwar genauso spielerisch wie ich es geschafft habe, diese ersten 7 Kilo abnehmen zu können ohne auf etwas zu verzichten. (Das liegt mir nicht).

 

Doch wie habe ich das geschafft, fast 7 Kilo abnehmen ohne Verzicht?

Nachdem mit der hohen Motivation allen Anfangs im Frühling recht zügig die ersten 3-4 Kilos weg waren, habe ich im Sommer und vor allem im Urlaub wieder recht wenig darauf geachtet und richtig viel leckere Sachen gegessen. Ich bin halt wirklich ein Genuss-Esser und liebe Essen. Da ich wusste, dass ich jetzt im September für das Ergebnis wieder zum Arzt gehe, war ich in den letzten Tagen noch einmal sehr diszipliniert. Ich habe nicht gehungert – das funktioniert bei mir nicht.

Das habe ich genau einmal ausprobiert mit einer Diät mit Aloe Vera, bei der ich zwei Wochen sehr wenig und dazu so Pulver zum Anrühren bekam. Aloe Vera ist sicher sehr gesund aber dieses Diätkonzept hat mir damals zwar in zwei Wochen 2 Kilo verlieren lassen, aber ein paar Wochen später hatte ich doppelt so viele wieder drauf. Ich will diesem Konzept nicht unrecht tun, denn der Diätplan wäre ja nach den ersten zwei Wochen noch weiter gegangen, aber ich habe das einfach nicht gepackt, so streng mit mir zu sein. Ich empfinde das als hart und herzlos mir selbst gegenüber. Das passt nicht zu mir und meiner großen Liebe zu gutem Essen. Außerdem wurde ich ganz nörgelig und selbst die Kinder waren so froh, als ich wieder essen durfte: „Gott sei Dank, die Mama isst wieder“, sagten sie. Wahrscheinlich war ich extrem schlechter Laune und habe nur gemeckert.

7 Kilo abnehmen - als Mama - ohne Verzicht, achtsam mit Dir selbst und deinen Gewohnheiten

Essen ist Seelennahrung

Also ganz ohne Verzicht ist auch nicht richtig. Ich habe etwa abends auf Süßkram verzichtet – meistens. Ich muss mich aber zu den Mahlzeiten satt essen. Und wenn ich mich nachmittags der Heißhunger überkommt, versuche ich es erst einmal mit Obst und viel Wasser trinken. Da denke ich aber nicht immer dran. Mehr jedoch als Disziplin habe ich jedoch versucht Verständnis für meine Gewohnheiten aufzubringen. Trotz der oben beschriebenen sehr guten Grundeinstellung zu zuckerfreier Ernährung, bin ich nicht mehr weiter gekommen.

Ich wusste, ich muss das ganze anders anpacken. Immer wenn ich enttäuscht bin, verärgert oder überarbeitet, mache ich mich auf die Suche nach Süßigkeiten. Manchmal auch, um mich selbst zu belohnen. Das sind Mechanismen, die echt stark sind. Bei Stress und Frust rasten sie sofort ein. Das Gefühl, dass es mir besser geht, wenn ich jetzt Süßes esse, ist fast übermächtig. 7 Kilo abnehmen – das konnte ich nur schaffen, indem ich mir diese Tatsachen immer wieder vorgesagt habe. Hast du wirklich Lust auf dieses Zuckerzeug oder stopfst du es dir jetzt nur rein, weil die Botschaft, dass es dich glücklich macht, gerade so unglaublich wichtig für dich ist? Was könntest du sonst noch tun, um glücklich zu sein, dich zu entspannen? Bist du nicht einfach nur müde und es könnte, dir helfen schlafen zu gehen anstatt dich mit Zucker vollzustopfen?

Und die wichtigste Frage: Was gibt es für Alternativen? Was schmeckt dir auch noch gut statt Zuckerzeug, wenn du gerade unbedingt Essen als Seelentröster haben willst. Und die brauche ich einfach oft und vor allem am Abend. Diese Woche habe ich das alles sehr klar gesehen. Ich will die neuen Gewohnheiten, wie nach dem Abendessen keinen Quatsch mehr in mich hineinstopfen, weiter beibehalten. Jetzt habe ich doch gerade erst wieder damit angefangen. Wenn ich es nicht aushalte, gehe ich schlafen. Früh schlafen zu gehen ist ein weiteres Geheimnis dieses, meines persönlichen Erfolges.

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Sei nett zu dir

Das wichtigste ist für mich jedoch, nicht so hart zu sich selbst zu sein. Ich versuche das alles und dann gibt es Tage, da klappt es überhaupt nicht. Und ich genieße die Gummibärchen und esse mehr als eigentlich vorgenommen. Und ich erlaube es mir ganz absichtlich. Und ich koche leckere Lieblingsgerichte, kaufe frisches, gesundes Essen und immer auch „gesunde“ Alternativen zum Naschen.

7 Kilo abnehmen - als Mama - ohne Verzicht, achtsam mit Dir selbst und deinen Gewohnheiten

Dazu nicht vergessen, viel Bewegung hilft. Egal ob Treppen steigen, Bäume klettern, Garten machen, Obst ernten, zu Fuß gehen, das Rad nehmen, Lieblingssport, spielen im Wald, alles ist gut.

Heute grillen wir noch einmal mit den Kindern. Wir sagen dem Sommer nun endgültig tschüss, denn heute Nacht soll es stürmen und die 26 Grad Standardtemperatur der letzten Wochen sollen 6 bis 11 Grad folgen. Kann ich mir noch gar nicht vorstellen. Aber gerade sagt er für Anfang Oktober erste Schneefälle. Also die Herbstklamotten habe ich heute auch schon rausgesucht – mir passen ja jetzt so einige Klamotten wieder ohne spannen. Darauf stoßen wir an oder wir tanzen gemeinsam ums Lagerfeuer!

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Lieblingsbuch

Gelesen habe ich derzeit sehr viel. Denn auch entspannen ist wichtig zum abnehmen und lesen ist für mich Entspannung pur. Auch wenn die Themen in den Büchern keineswegs immer entspannend sein müssen, sondern aufrüttelnd und der Wirklichkeit auf der Spur.

Eines meiner aktuellen Lieblingsbücher ist übrigens „Land unter im Paradies“ von der Reisejournalistin Susanne Götze. Wer dieses Buch liest, kriegt unsere Wohlstandswelt mal wieder gut in Relation zu den eigentlichen Vorgängen auf unserer Welt. Susanne Götze ist an die Hotspots der Klimaveränderungen gereist vom Nordpol bis Afrika, in Gentechniklabore in Frankreich, an denen über hitzeresistente Weinsorten für das Bordeaux geforscht wird. In 15 Reisereportagen berichtet sie über die Brennpunkte, an denen jetzt schon viel vom Klimawandel zu spüren ist: überflutete Inseln in der Nordsee oder ausgelaugte Böden in Westafrika. Sie zeigt, wie Bauern, Bürgermeister, Wissenschaftler und Umweltschützer verschiedener Länder und Kulturen mit seinen Folgen leben lernen.

Ein packendes Buch für das perfekte Update in Umweltfragen, das in den Medien nicht immer und nicht oft zu haben ist. So viel zum Blick über den Tellerrand. Denn gut essen, so gut, dass wir sogar überflüssigen Speck mühsam wieder los werden müssen, das ist ein echtes Privileg der ersten Welt. Für immer? Jedenfalls halte ich es für gut, sich dessen immer bewusst zu sein. Wer den Blick für die komplexen Zusammenhänge unserer Welt verliert, hat keine Mündigkeit mehr.

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Mehr Freitagslieblinge gibt es wie immer bei der bezaubernden Berlin Mitte Mom.

 

 

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