Mama arbeitet – schlechtes Gewissen oder Freude am Job

Mama arbeitet

Mama arbeitet wieder. Die Sommerferien sind vorbei und Mama hat jede Menge Aufträge. Das ist auch gut so, aber Mama arbeitet mit schlechtem Gewissen. Obwohl sie am Wochenende ausschließlich mit den Kindern tolle Dinge unternommen hat, fällt ihr das nicht leicht.

Mama arbeitet

Wir waren am Samstag nochmal Schwimmen und am Sonntag auf einer Bike-Show. Sogar die Freunde der Kinder waren das ganze Wochenende bei uns. Wir hatten viel Spaß und soviel Programm, dass alle sich nach ruhigen Tagen sehnten. Die hatten sie dann mit Papa und der ersten Schulwoche – im Schwimmkurs und auf Klassenfahrt. Bei allen dreien ging die Schule echt gechillt los.

Mama arbeitet

 

Nur Mama hat davon nicht viel mitgekriegt, denn Mama arbeitet. Das ist schon ganz schön hart für mich, in aller Herrgottssfrühe in den Zug zu steigen und in eine andere Stadt ins Büro zu fahren. Ich will mich gar nicht beklagen. Meine Arbeit macht mir super Spaß. Sie ist abwechslungsreich und liefert mir interessante Themen, spannende Menschen und Herausforderungen.

Mama arbeitet

Wenn Mama arbeitet

Und doch fällt es mir schwer, mein schlechtes Gewissen auszuschalten. Wenn Mama arbeitet, denkt sie eigentlich nicht an ihre Kinder. Zumindest nicht so sehr, wen ich in einer anderen Stadt im Büro arbeite. Wenn ich allerdings zuhause im Homeoffice arbeite, fällt mir das viel schwerer. Das war die letzten zwei Tage so. Davor war ich drei Tage in München. Ich weiß, dass die Kids es super gut haben bei meinem Partner. Dennoch habe ich immer noch Schwierigkeiten mit Mama arbeitet.

Wenn ich zuhause am Rechner sitze und es klingelt, werde ich nervös. Die Kinder kommen von der Schule heim. Ich muss noch eine Mail schreiben und den Text überarbeiten. Am nachmittag nicht zu arbeiten, ist gar nicht so leicht. Dauernd rufen einen Büromenschen an, die den ganzen Tag arbeiten. Woher sollen sie wissen, dass die Nachmittagszeit für meine Kinder reserviert ist?

Mama arbeitet

Ganz viel Prime Time

Wenn Mama arbeitet, bemüht sie sich, ganz viel tolle Sachen mit den Kindern in der verbleibenden Zeit zu unternehmen. Die Zeit, die wir miteinander verbringen, ist kostbar und etwas besonderes. Wir versuchen auch weniger zu kreischen und zu schreien. Alle. Wir wollen ein harmonisches Miteinander, in dem sich alle wohlfühlen.

Diese Woche haben wir begonnen uns in Innsbruck wohl zu fühlen. Das ist leicht hier und wir genießen die Stadt und ihre Spielplätze.

 

Mama arbeitet

Lieblingsbuch

Vorlesen gehört zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Nach die Brüder Löwenherz jetzt „Das Mädchen, das im Buchladen gefunden wurde“ von Sylvia Bishop aus Großbritannien. Ein super-Buch. Viele der zeitgenössischen Kinderbücher lassen sich nicht gut vorlesen. Langweilen Erwachsene, sind komisch geschrieben, Wiederholungsromane in Endlosschleife. Hier gibt es Wortwitz, eine Handlung, die nicht vorhersehbar ist. Kein Schema X. Sehr erfrischend. Ich bin richtig gespannt wie es weiter geht, mit Property – was ein Name. Property ist ein Fundstück. Das Fundstück verheimlicht ihrer neuen Familie, dass sie nicht lesen kann. Und das in einem Buchladen. Wie das wohl herauskommt. Und jetzt sind die Kinder und ich erst einmal neugierig auf das Bücher-Paradies in London. Ein gigantischer Lotteriegewinn, mit dem ein neues Leben gewinnt.

Wenn ein Buch gut ist, so gut wie die Brüder Löwenherz, dann lauschen die Kinder. Sie beschäftigen sich mit nichts anderem, unterhalten sich nicht, hören einfach zu. So ein Buch ist das.

 

Mama arbeitet

Vielleicht habt ihr Lust, meine Gedankensplitter, meine Gewissensbisse und Bemühungen, schöner Unternehmungen mit den Kindern zu pinnen, denn so schlimm ist es ja nun nicht, dass Mama arbeitet. Immer wieder vorsagen, immer wieder vorsagen, nicht vergessen. Es stört die Entwicklung der Kinder nicht, es macht ihnen nichts aus. Wir sehen uns genug….

Jetzt ist ja erst einmal Wochenende. Ich wünsche euch ein schönes.

Mehr Wochenrückblicke findet ihr bei den Freitagslieblingen der Berlin Mitte Mom.

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