Mit drei Kindern zuhause WMDEDGT Corona-Tagebuch Mai

Mit drei Kindern zuhause: Schöne Momente im April

Mit drei Kindern zuhause, irgendwann in Woche sieben. Ein Corona-Tagebuch habe ich nach wie vor nicht regelmäßig geführt, aber es tut gut hier einmal wieder für eine Bestandsaufnahme inne zu halten. Seit Mitte März sitze ich mit drei Kindern zuhause. Nach der anfänglichen hochmotivierten Homeschooling Homeoffice Phase und dem WMDEDGT April Corona-Tagebuch-Eintrag ist schon wieder ein ganzer Monat vergangen!

 

Frühaufsteher ich nicht gerne bin

Wahnsinn, dass ich es solange mit drei Kindern zuhause ausgehalten habe, oder? Eigentlich ist hier alles super, Bombenstimmung und die Kids meistern die Lage wirklich gut. Es wird gestritten, ausgeschlafen und diskutiert. Nur heute gerade nicht. Heute hätte ich um 5 Uhr morgens aufstehen müssen, um den Mann dabei zu helfen, früh aus dem Haus zur Arbeit zu kommen und nicht ausversehen wieder einzuschlafen. Leider bin ich bereits um 3 Uhr 40 Minuten aufgewacht und konnte leider nicht wieder einschlafen. Gedanken kreiseln. Kennt ihr das? Immer genau dann, wenn ich ausgeschlafen sein will, damit ich den Tag dann packe. Da hat das frühe Insbettgehen gestern dann auch nur bedingt genützt.

Aber nun gut, ich bin noch immer wach und tippe hier seit 7 Uhr morgens Texte geschmeidigen Fingers auf meiner Tastatur. Irgendwann kamen dann meine Mitbewohner, erst die Katze, dann nach und nach Kinder. Mit drei Kindern zuhause heißt Frühstückservice, Mittagsservice und Abendsservice – Endlosschleife und viele verschiedene Essenswünsche. Aber immerhin: Pausenbrote und Jausendosen richten fällt aus. Noch zwei Wochen und dann fängt uns eine Art Pro Forma Schule im Schichtbetrieb wieder an.

Da jede Schule seine eigenen Aufteilungsregeln ausgearbeitet hat, bin ich dann zwar nicht mehr mit drei Kindern zuhause, aber immer mit einem oder zwei Kindern. Ob ich da dann mehr arbeiten kann? Ich verdienen mein Geld nämlich mit Homeoffice – auch ganz profan in Zeiten, bevor die Welt Corona kannte.

Da fällt es mir leicht, dem Kaminkehrer die Tür aufzumachen – der war nämlich heute auch schon da – nebenbei den Haushalt für eine fünfköpfige Familie zu schmeißen – klar, mache ich imer nebenbei, merke ich fast nicht mehr, außer vielleicht bei der 5. Waschmaschine in Folge oder wenn die Spülmaschine abends zum zweiten Mal voll ist.

 

Mit drei Kindern zuhause habe ich viel Hilfe im Haushalt

Aber ich habe heute morgen erneut die Kinder zum Spülmaschine ausräumen eingeteilt. Ein Lichtblick! Sie helfen gerne mit, solange bis die Sache wieder einschläft. Oder die Reihenfolge vergessen wird und es Streit gibt, wer dran war. Ich hatte doch am Anfang der corona-Zeiten schon mal einen Küchenassistentne pro Tag. Ich sag’s ja, mit drei Kindern zuhause ist Endlosschleife. Dauer Loop. Kaugummiblase.

Aber egal, ich arbeite und ich schaffe etwas weg vom To Do Stapel, obwohl es mir zäher als Fruchtleder vorkommt, es geht was voran. Deshalb gehe ich jetzt nach oben und schlichte Streit. Es trampelt und ruppelt, kreischt und quietscht. Ach nein, ich kann sitzen bleiben, das da oben ist nur albern und eitel Sonnenschein in überdreht. Wer denn nicht, bei dem Lagerkoller? Aber ich will ja nicht meckern und sollte es Gartenkoller nennen.

Jedenfalls läuft das ganz gut mit dem Homeschooling. Der Große hat vergessen ein Collagentagebuch zu machen. Wir haben gerade die Mail der Kunstlehrerin von Ende März entdeckt. Jetzt klebt er eifrig 4 Collagen pro Tag ein, dann kriegt er die Sache noch hin. Hat er sich vorgenommen und kommt allmählich auf den Geschmack mit der Collagen-Kunst.

Die anderen malen Pusteblumen ab – auf Leinwand und Küchenpapier, sehr experimentell. Hauptsache, ich darf arbeiten. Ich räume dann nachher auch brav alles weg.

 

Freunde treffen auf Abstand

Ach ja, wir dürfen ja jetzt wieder raus und die Geschäfte haben wieder offen. Ungewohnt, aber heute nachmittag probiere ich es aus. Trotzdem ich mit drei Kindern zuhause bin, schaffe ich es ganz leicht mich raus zu schleichen. Alle Kinder dürfen ihre Videogames spielen. Ist wirklich kinderleicht und keinem fällt auf, dass ich zwischen platschenden Regentropfen verschwinde. Bis Morgen, Kinder – Essen ist im Kühlschrank! Nein, nicht doch, wohin auch, Hotels haben noch einen Monat geschlossen.

Aber wir dürfen Freunde mit Abstand treffen. Die Kinder haben Freunde eingeladen und sitzen lautstark auf dem Trampolin. Warum es immer so laut bei uns ist, weiß ich nicht. Die Nachbarn kommen mir nie laut vor. aber gerade jetzt verstehe ich es, so allein mit drei Kindern zuhause, dass sie sich auch mal Luft machen müssen. Ihre Mutter besteht darauf, dass sie sich morgens den Schlafanzug ausziehen, sich etwas anderes, dem Wetter entsprechendes auch etwas Wärmeres als kurze Hose und Trägershirt anziehen und – das ist die Höhe – morgens und abends die Zähne putzen! Ja, es ist Corona, aber wir putzen verdammt nochmal trotzdem die Zähne.

Mama, du bist doch auch noch im Schlafanzug! Irgendwann kurz vor dem Mittagessen. Ertappt! das ist ein Wohlfühl-Anzug… Kind guckt scheel, aus dem Alter bin ich raus. Mutter! OK. Ich schleiche nach oben, dusche und werfe mich in Schale. Das mit dem Freunde treffen, ist doch keine so schlechte Idee.

Erst treffe ich aber die Schnecken in meinem Gemüsegarten. Ich habe ihnen Totholz hinein gelenkt. Dadrunter treffen sie sich mit ihren Freunden und machen Schnecken Babays. Oder was weiß ich. Jedenfalls wimmelt es unter diesen Baumstämmen nur so vor Schnecken. Stand heute: Bohnen abgefressen – wie jedes Jahr um diese Jahreszeit. Ich nehme die Äste und klopfe sie über dem Rand der Baugrube nebenan ab. Ich töte keine Schnecken durch Überbrühen oder Anstechen, aber drei Meter fliegst du hinab, du wirbelloses Kleintier. Heute bin ich milder gestimmt und schüttle die nächsten zu den Gemüseresten in den Kompost. Aber diese Milde werde ich bald bereuen, denn die Bestien kriechen gut genährt und schleimig fett gefressen zurück in mein Hochbeet. Mit Geduld und Regenschleim kommen die überall wieder raus – ich bin mir sicher, auch aus der Baugrube. Alles nur eine Frage der Zeit.

 

Wieder rausgehen

Und nachmittags war ich dann noch Pakete abgeben in der Post und leicht geschockt, wie dicht die Menschen sich schon wieder in dem Einkaufszentrum, wo ich dazu hinmusste, drängen. Ich wünsche mir sehr, dass sich die lange Zeit mit drei Kindern zuhause virusmäßig auch gelohnt hat und keine 2. Welle kommt. Also, Leute, bleibt vernünftig, haltet weiter Abstand und so.

Hier geht es zu WMDEDGT Corona Edition die dritte von Frau Brüllen.

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