Mit meinem Selbst verbunden sein

Martina Stubenschrott: mit meinem Selbst verbunden sein

Mit meinem Selbst verbunden sein – von Eigenverantwortung, lebenslangem Lernen als Eltern und von der Vereinbarkeit von Beruf und Familie handelt dieses Interview mit Autorin und Familienberaterin Martina Stubenschrott. Wer sich auch auf den Weg machen will, wer wissen möchte wie ich mit meinem Selbst verbunden sein kann, findet wertvolle Impulse in ihren Romanen, Kinderbüchern und Sachbüchern auf Martinas Blog und Autorinnen-Homepage Storypower.

Ihre Themen sind Weiblichkeit und Heilung. Hier findet ihr meine Rezension zu ihrem Buch über Schwangerschaft und Geburt, erschienen im Lebensgut Verlag. Darin transkibiert sie die intensiven Geburtserlebnisse von Frauen.

Wer bin ich? Warum mit meinem Selbst verbunden sein?

Ich bin feinfühlig. Träumend. Umsetzend. Schreibend und lesend. In Bewegung und zugleich das Vertraute liebend. Feinstimmend. Naturliebend. Eine Geschichtenerzählerin. Eine Verbindende, die um Klarheit bemüht ist. Eine Lernende und Lehrende. Mama von drei Kindern (6, 9, 10 Jahre) und einem Sternenkind. Partnerin. Schwester. Kollegin. Freundin. Wegbegleiterin. Ahnin.

Klavier – Musik bringt Leib und Söl (dt. Seele) zam (dt. zusammen)

Woher komme ich und wohin gehe ich?

Ich komme aus einer Großfamilie mit 7 Schwestern und einem Bruder. Aufgewachsen bin ich im 3-Generationenhaushalt auf einem Bauernhof. Ich habe das Gewusel im Haus und die Verbindung zu den Großeltern geliebt. Die Gemeinschaft. Die Geschwisterbeziehung durch dick und dünn. Und den Rückzug. Das für mich sein.

Ich gehe in die Eigenverantwortung. Ich will ständig mit meinem Selbst verbunden sein, wie meine Autorenkollegin Andrea Erhard sagt.

Was willst Du über Deine Familie sagen?

Mein Mann und ich tragen die Verantwortung gemeinsam. Der Zusammenhalt in der Großfamilie und die freie Beziehung zu den Ahnen ermöglichen, dass es großteils rund läuft. Manchmal eierts auch. Das gehört dazu. Meine Kinder haben mich wieder näher zum Urvertrauen gebracht. Und näher zu meinen Eltern. Sie lehren mich Güte und Verzeihen.

Ich bin die emotionale Nabe im Rad. Es macht mir Freude meinen Kindern Halt zu geben und durch sie zu wachsen. So viel Liebe. Freude, Trauer, Wut und Angst. Kinder bringen das, was starr ist, in Bewegung. Sie regen mich zur Entwicklung an. Ob Erschöpfung oder Hochgefühl. Ich bin dankbar für diese lebendigen Erfahrungen.

Warum und was arbeite ich, um mit meinem Selbst verbunden sein zu dürfen?

Ich bin sowohl Autorin als auch Familienberaterin. Ich liebe das Schreiben und Lesen genauso wie die aufsuchende Beratung und Begleitung von Menschen. Mein Warum ist die Freude am Gestalten. Das Spüren einer Geschichte in mir ist erfüllend. Die Verbindung von Fantasie und Realität. Da vergesse ich Zeit und Raum. Das Erschaffen von etwas Neuem ist wunderschön.

Die Arbeit mit Menschen schätze ich, weil es berührend ist, einander im Sosein zu sehen und zu stärken. Zu erfahren, wie sehr alles mit allem verbunden ist. Wie ähnlich wir einander in unserer Unterschiedlichkeit sind. In jeder Begegnung ist so viel möglich.

Gedanken zu meinem beruflichen Werdegang

Als Kind war ich eine Geschichtenspinnerin. Versunken in meiner Welt. Mein Traum war es, Schriftstellerin zu werden. Durch das Vorbild meiner Eltern hat mein Weg bald in die soziale Arbeit gemündet. Während des Studiums arbeitete ich, um Geld zu verdienen. Nun arbeite ich sowohl aus einem inneren Antrieb heraus als auch, um meine Rechnungen zu bezahlen.

Mit der Erfahrung eines Sternenkindes wurde in mir etwas Altes wieder erweckt. Die Freude am Geschichten erzählen. Ich verbinde die Liebe zum Menschen am Papier und in der Realität. Durch das Schreiben begreife ich. Durch das Aufsuchen von Menschen in ihrer Lebenswelt begegne ich dem Leben in seiner Vielfalt.

3 Dinge, die Dir am schwersten fallen, beim Wechseln zwischen den Welten!

Ich schnaufe oft ganz schön, Familie und Beruf zu vereinbaren. Es ist nicht einfach, Grenzen zu setzen. Auf mich zu achten. Es geht nur, weil mein Mann und ich im Team arbeiten und weil ich Unterstützung durch die Großfamilie und das öffentliche System habe.

In der Arbeit mit Menschen schaffe ich emotionalen Raum für andere. Zuhause schaffe ich emotionalen Raum für meine Kinder und meinen Mann. Am schwierigsten ist es mit den Kindern pünktlich zu sein und Raum für mich zu nehmen.

Kater Ludwig – wir lieben unsere zwei Katzen

3 Dinge, warum Du nicht tauschen wollen würdest!

Meine Kinder. Durch sie komme ich in Berührung mit mir, um mit meinem Selbst verbunden sein. In der Tiefe. Krisen gehören zum Leben. Ich staune, lerne und wachse. Und genieße, was der Tag bringt.

Mein Spielraum. Durch die Berufstätigkeit verfüge ich über mein eigenes Geld. Ich erfahre neue Räume und begegne meinem Mann auf gleicher Ebene. Wir sind beide mit Haus und Welt vertraut. Ich bin Vorbild für meine Kinder, weil ich in meiner Ganzheit lebe.

Meine Liebe zum Schreiben. Da ist ein Ruf in mir und ich bin dankbar, dass ich die Möglichkeit habe, ihm zu folgen.

Was liegt Dir besonders am Herzen?

Lebendig sein. Das Leben lieben, wie es ist.

Ausprobieren dürfen. Frei gestalten können.

Herz, Bauch und Kopf verbinden

Willst auch du, liebe Leserin, lieber Leser, Deine Erfahrungen mit uns teilen?

Wenn Du ein Porträt in dieser Reihe bekommen möchtest, brauchen wir ein Foto von Dir
und wenn Du magst, auch von Deinen Kindern. Ihr müsst aber keineswegs zu erkennen sein!
Fotografiere außerdem noch 3 Dinge, die Du und Deine Familie ins Herz geschlossen hat.
Schreib uns doch bitte noch eine Kleinigkeit dazu! Erreichen kannst Du mich unter contact@mamirocks.com

Bücher – meine Liebe zu Büchern ist groß – das hat sich auf die Kinder übertragen – bei uns gibt es in jedem Raum Bücher zu entdecken

2 Bände gibt es schon von der wilden Brunhilde und ihrer Bande. Martina zeigt mit ihren Bilderbüchern wie Eltern ihren Kindern helfen können, von klein auf mit ihrem Selbst in Verbindung zu bleiben.

1 Comment

  • Andrea sagt:

    Danke liebe Verena für das schöne Interview mit meiner Autorenkollegin Martina vom LebensGut Verlag! Ich habe mich sehr gefreut, im Text erwähnt zu werden! Außerdem freue ich mich, dass wir mit der baldigen Veröffentlichung Deines Buches dann auch offiziell Kolleginnen sind!

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