Mit Familie auf Reisen: Familie Sorgenfrei im Interview

Mit Familie auf Reisen: Familie Sorgenfrei im Interview zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Mit Familie auf Reisen oder auch ganz alleine unterwegs ist Nadine, die seit kurzem auf  Sorgenfrei Unterwegs bloggt. Was für ein toller Name, Nadine – das macht mir sofort Lust und Laune mit Familie auf Reisen zu gehen. Nadine ist Reisejournalistin und arbeitet auch mit drei Kindern weiter in ihrem Beruf.

Wie gut kann ich nachvollziehen, wie schwer es manchmal ist aus der organisierten Welt der Pressereisen, Events und des Redaktionsalltags, in dem alles mehr oder weniger nach Jahresplan verläuft, zurückzukehren in die liebe Familie. Ja es ist schwer und ich finde es richtig super, dass du dir eine Pause (siehe unten) gegönnt hast und jetzt wieder den beruflichen Faden aufnimmst.

Dass Du mit Familie auf Reisen gehst, finde ich auch klasse. Ganz spannend fand ich Eure Namibia-Reise und Euren Aufenthalt bei den Buschmännern, soweit habe ich mich mit den Kindern bisher nicht getraut, auch wenn ich davon träume…

Wer bist Du?

Ich heiße Nadine Sorgenfrei – (ja, wirklich), bin 40 Jahre alt und Journalistin mit Familie und Fernweh.

 

Woher kommst Du und wohin gehst Du?

Mitten aus Schleswig-Holstein. Ein paar Jahre habe ich in Südafrika gelebt, dann kam ich wieder in den Norden. Zwischen den Küsten lebt es sich ganz wunderbar, finde ich. Auch wenn ich es sehr liebe, auf Reisen zu sein.

Was willst Du über Deine Familie sagen?

Ach, die Süßen. Entweder platzt gerade mein Herz vor Liebe oder mein Trommelfell … Unsere Kinder Eva, Jasper und Emmy sind jetzt 4, 6 und 8 Jahre alt. Mein Mann Björn ist ein prima Papa und bringt mich ohne Murren auch zum Flughafen, wenn ich mal wieder alleine unterwegs bin.

 

Warum und was arbeitest Du?

Ich wollte schon immer Journalistin werden und habe mit 15 Jahren die Tageszeitungen in unserer Gegend dazu gezwungen, einen Artikel über den 30. Geburtstag meines Ponys Lady zu drucken. Den ich natürlich geschrieben hatte. Hat auch geklappt, ich hatte meine ersten Veröffentlichungen. Ich liebe die Vielfalt! Ich habe z.B. schon mal die Weltmeisterin im Sumo-Ringen interviewt. Und unseren Ministerpräsidenten – mehr Abwechslung geht kaum.

 

Erzähle uns etwas von Deinem beruflichen Werdegang!

Nach meinem Studium in Stellenbosch bin ich ich die Zeitschriftenwelt eingetaucht: Volontariat beim Heinrich-Bauer-Verlag und anschließend war ich dort einige Jahre als Zeitschriften-Redakteurin angestellt. 2009 wurde ich Mutter und 2011 noch mal und 2013 noch mal. Seitdem arbeite ich als freiberufliche Redakteurin und habe auch mal Kurzkrimis in Anthologien veröffentlicht. In diesem Jahr habe ich meinen Blog sorgenfrei-unterwegs.com gegründet. Ich bin sehr gespannt, wo diese Reise hin geht!

Mit Familie auf Reisen: Familie Sorgenfrei im Interview zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

3 Dinge, die Dir am schwersten fallen, beim Wechseln zwischen den Welten!

Wenn ich auf Pressereise bin, spiele ich ein paar Tage Schäfchen – trotte hinter den PR-Damen hinterher, genieße die absolute Un-Zuständigkeit, hab ein sauberes Hotelzimmer für mich allein, reise mit kleinen Koffer und meine einzige Entscheidung ist, ob ich zum Dinner Rot- oder Weißwein trinken soll – herrlich! Tja, und dann komme ich zurück. Und bin wieder für eine Menge Lebewesen und Dinge verantwortlich. Bei aller Wiedersehensfreude fällt mir das oft ein bisschen schwer.

3 Gründe, warum Du nicht tauschen wollen würdest!

Emmy, Jasper und Eva. Und als viertes die Abwechslung in meinem Leben.

Mit Familie auf Reisen: Familie Sorgenfrei im Interview zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Was liegt Dir besonders am Herzen?

Dass vor allem berufstätige Mütter ein bisschen Druck von sich nehmen sollten. Ich war zum Beispiel im letzten Jahr unendlich müde. Wir haben ein Haus gebaut und ich glaube, diese sechs Jahre Schwangerschaft-, Baby- und Kleinkindzeit haben sich auf einmal bemerkbar gemacht. Ich habe mir dann eine berufliche Auszeit gegönnt – und kam mir zuerst wie die totale Versagerin vor. Jetzt kümmere ich mich besser um mich, mache Sport und Pausen. Und merke, wie meine Kraft zurück kehrt. Der Alltag ist wieder schön!

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Südstadtmutter

 

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