Mamablues, Elternzeit und Wiedereinstieg ins Berufsleben

Elternzeit und Wiedereinstieg ins Berufsleben
Wie das so ist mit Kita-Öffnungszeiten, Elternzeit und Wiedereinstieg ins Berufsleben erzählt heute die Rabenmutti Yasmin

 

Die Bloggerin Rabenmutti plaudert heute aus ihrem Leben als berufstätige Vollzeitmami, von Elternzeit und Wiedereinstieg ins Berufsleben. Sie liebt ihre Arbeit als kreative Schreiberin und Online-Fachfrau ebenso sehr wie ihr Kind und ihren Mann. Beides gehört zu ihr! Nachdem sie die Elternzeit als eine Art geistige „Verdummung“ erlebte – (echt jetz, du auch?! das spricht mir aus der Seeeele!) war der rasche Wechsel von Elternzeit und Wiedereinstieg ins Berufsleben für Yasmin absehbar. Alles scheint auch so weit gut zu laufen mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Kind und Karierre bei dieser kleinen Familie. Und doch belasten die junge Mama die langen Kita-Zeiten, die für ihre kleine Tochter Alltag sind: Wie gut verstehe ich dich liebe Yasmin und ich wünsche Dir von Herzen alles Gute für Euren Familienzuwachs und ganz bald ganz viele schöne Stunden daheim zu viert.

 

 

  • Wer bist Du?

Ich bin Yasmin, 28 Jahre jung, verheiratet mit einem liebenswerten Arschloch, Mutter einer zauberhaften Prinzessin (3 Jahre) und aktuell wieder schwanger.

 

  • Woher kommst Du und wohin gehst Du?

Geboren bin ich in Baden-Württemberg, studiert habe ich in Niedersachsen, gelebt habe ich dann in Bayern, gearbeitet in Hessen. Aktuell lebe ich in Nordrhein-Westfalen und hoffe, dass ich auch erstmal hierbleiben werde. Mein Herz schlägt für Bayern, weil ich dort die Menschen und das Leben liebe. Auch meine Freunde sind dort. Dennoch versuche ich mir ein schönes Nest zu bauen und endlich anzukommen. Bisher fühlt sich mein Herz noch fremd an hier…

 

  • Was willst Du über Deine Familie sagen?

Ich liebe sie! Unsere kleine Familie stand schon vor einigen Problemen und Hürden, die wir alle gemeinsam gemeistert haben. Ich bin sehr stolz auf meine Zauberbohne, die zu einem intelligenten, frechen und liebevollen Mädchen heranwächst. Ich liebe meinen Mann, der mich so gut er kann unterstützt und für uns da ist. Wie in jeder Familie gibt es hier auch Stress und Ärger, aber mittlerweile haben wir einen gemeinsamen Flow gefunden, sodass es seltener kracht. Dadurch haben wir uns auch dazu entschieden, die Familie zu erweitern und damit zu komplettieren. Claire wünschte sich schon lange ein Geschwisterchen, dann kam in mir auch der Wunsch hoch und gemeinsam konnten wir dann schließlich den Papa für uns einnehmen. Das wird aber eine sehr große Herausforderung für uns, denn immerhin will so ein Leben auch finanziert werden. Wir müssen Vereinbarkeit von Familie und Beruf völlig neu für uns erfinden. Ich bin gespannt, wie uns das gelingen wird.

 

Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich mich selbst vernachlässige, wenn ich Vollzeitmutter bleibe (ok, eigl. ist man immer Vollzeitmutter, ihr wisst was ich meine), darum hatte ich Möglichkeiten gesucht, mich wieder vollständig ausleben zu können. Ich wollte mich selbstverwirklichen und meinen Träumen nacheifern, die ich hatte, bevor ich Mutter wurde. Ich hatte sie nicht aufgegeben, nur zur Ruhe gebettet zwischen Elternzeit und Wiedereinstieg ins Berufsleben.

  • Warum und was arbeitest Du?

Ich arbeite, weil es mich erfüllt und Spaß macht! In erster Linie tut mir der Job für die Seele gut. In der Elternzeit habe ich eine Art geistige „Verdummung“ bei mir festgestellt. Ich habe ein gutes Abi, einen sehr guten Bachelor-Abschluss und habe mich anschließend ausschließlich mit Windeln befasst. Meine Gespräche drehten sich immer um das Baby, was es gegessen hatte, wie es schläft… Mir hat der Austausch mit Kollegen gefehlt, andere Aufgaben als „nur“ den Haushalt zu schmeißen. Klar können auch Mütter kreativ werden, keine Frage! Doch das hat mich nicht ganz ausgefüllt. Immer war das ein Loch, es hat etwas gefehlt…

Außerdem bin ich in dem Punkt pragmatisch: Wenn mein Mann vor mir stirbt, habe ich Jahrelang nichts in die Rentenkasse eingezahlt. Ich würde in Altersarmut enden und das wollte ich nicht (man kann heutzutage nicht davon ausgehen, dass die Kids für die Eltern aufkommen, weil das Geld einfach nirgendwo mehr ausreicht). Ich wollte und will auch unabhängig bleiben und im Ernstfall weiterhin für unseren Lebensunterhalt aufkommen können.

Aktuell arbeite ich noch als Online- und Contentmanagerin in einer Agentur. Dabei betreue ich mehrere Social Media Auftritte, kümmere mich um Ad Schaltung, schreibe für Corporate Blogs und verwalte Inhalte für große Medienhäuser. Ich bin einfach nur sehr kreativ tätig und schreibe viel. Damit habe ich meine Erfüllung gefunden, weil ich schon immer leidenschaftliche Schreiberin war.

 

  • Erzähle uns etwas von Deinem beruflichen Werdegang!

Nach dem Abitur wollte ich „was Praktisches machen“ und mir eine Ausbildung suchen. Angetrieben von meiner Mutter, die selber eine Banklehre angefangen hatte, habe ich es da versucht. Allerdings wurde ich in den Tests oft als „zu kreativ“ eingeschätzt. Es hieß, dass ich in den normalen Bürojob einfach nicht hineinpassen würde. Ein Studium konnte ich mir finanziell nicht vorstellen und habe es im sozialen Sektor versucht, allerdings wurde mir klar, dass ich es psychisch nicht lange mitmachen könnte. Ich habe mich durchgerungen doch meinem Herzen zu folgen und habe Medienwirtschaft und Journalismus in Wilhelmshaven studiert. Während des Studiums hatte ich schon kleine Aufträge angenommen und erste berufliche Erfahrungen mit SEO gemacht. Im Anschluss ans Studium bin ich dann der Generation Praktikum zum Opfer gefallen und habe erstmal für wenig Geld viel gearbeitet. Aber immerhin kam ich dadurch in den Kontakt mit lieben Bloggern – sodass in mir der eigene Wunsch zu bloggen entfacht ist.

 

Zwischen Elternzeit und Wiedereinstieg ins Berufsleben

Dann kam schon Claire, die sich schon während der praktischen Bachelorarbeit ankündigte. Aus Angst vor finanziellen Engpässen habe ich nach 6 Monaten bereits wieder angefangen stundenweise im Home-Office zu arbeiten und war vor allem im Bereich Texten und SEO tätig. In einer Agentur habe ich (erst Teilzeit, dann Vollzeit) dann noch Erfahrungen mit Advertising und Affiliate-Marketing sowie Newslettern gesammelt. Allerdings bekam ich nicht einmal den Mindestlohn bezahlt und fühlte mich ausgebeutet. Mit meiner aktuellen Arbeitsstelle hat sich alles geändert: Ich werde fair bezahlt, habe eine kinderfreundliche Chefin und fühle mich endlich angekommen. Auch, wenn der Stress besonders groß ist, weil ich pendeln muss und daher meine Arbeitszeit schon verkürzen musste, damit es halbwegs klappt.

Da hilft natürlich auch mein Mann mit. Wenn ich das Haus verlasse, steht er gerade erst auf und kümmert sich um Claire: Frühstück, anziehen und ab in die Kita. Wenn ich heimkomme, hole ich Claire ab und kümmere mich um das Abendessen. Sobald er heimkommt, nimmt er mir entweder Claire ab oder erledigt Hausarbeiten.

Ich glaube übrigens, dass nur so Vereinbarkeit von Job und Familie klappt: Wenn beide anpacken und sich um Kind und Haushalt kümmern. Das ist schon lange kein „Frauending“ mehr und ich bin glücklich darüber, dass mein Mann nie so gedacht hat.

 

Elternzeit und Wiedereinstieg ins Berufsleben

Vereinbarkeit klappt meiner Meinung nach nur, mit einem Partner auf den man jederzeit zählen kann! Auch und gerade in Elternzeit und Wiedereinstieg ins Berufsleben! Und ich hoffe, so einen Menschen gefunden zu haben.

 

  • 3 Dinge, die Dir am schwersten fallen, beim Wechseln zwischen den Welten!

1.)   Die Arbeit vergessen, wenn ich zu Hause bin. Das Kind vergessen, wenn ich arbeiten bin.

2.)   Claire morgens im Bett einen Abschiedskuss geben.

3.)   Die Zeit mit dem Kind genießen, wenn noch ToDo´s anstehen.

 

  • 3 Dinge, warum Du nicht tauschen wollen würdest!

1.)   Ich liebe meine Arbeit!

2.)   Ich habe tolle Kunden.

3.)   Ich sichere meine Unabhängigkeit.

 

  • Was liegt Dir besonders am Herzen?

Das Claire nicht darunter leidet, dass ich arbeite. Wir haben das Gefühl, sie geht gern in die Kita. Sie hat Freundinnen, Spieldates und will nicht heim, wenn sie drin ist. Allerdings mussten wir anfangs noch eine Randzeitbetreuung organisieren, weil ich nicht rechtzeitig von der Arbeit kommen konnte. Das war einfach schade, weil Claire dann von der Kita zum Babysitter und dann erst heimkam. Durch das Pendeln verliere ich wertvolle Stunden am Tag, weswegen ich auch Stunden reduziert habe. Ich wünsche mir, dass ich beim zweiten Kind länger zu Hause bleiben kann und nicht direkt Vollzeit einsteigen muss. Mir ist es wichtig, dass Claire die KITA-Erfahrungen macht, sich aber dabei wohlfühlt. Wenn sie nicht gern hinginge, würde mich das sehr belasten.

Natürlich belastet es mich auch jetzt, dass sie so lange in die Kita muss. Mir wäre es lieber, sie würde deutlich weniger Zeit dort verbringen. Ich hoffe sehr, dass sie dennoch weiß, dass wir sie sehr lieben und gern um uns herum haben. Ich fände nichts schlimmer, als wenn sie denken würde, dass wir sie nur abschieben möchten. Daher wird sie mit dem zweiten Kind auch wieder deutlich mehr Zeit zu Hause verbringen (leider lassen sich die KITA-Zeiten nicht wirklich reduzieren. Ein teurer Spaß. So viel zur Vereinbarkeit) …

 

Lieblingsorte

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Vielen Dank fürs Mitmachen, Yasmin! Was ich noch sagen wollte: Du bist eine tolle Mama und dieses schöne Dirndl steht Dir richtig gut! Wenn Du mal wieder in unserem schönen Bayern urlaubst, schau doch mal vorbei in den Bergen! Viel Kraft, Glück und Freude für Eure neue Familienphase mit erneuter Elternzeit und Wiedereinstieg ins Berufsleben – jetzt bist Du ja schon Profi, meine Süße!

Alles Liebe, Verena

 

Du bist an der Reihe! Mit oder ohne glückliche Elternzeit und Wiedereinstieg ins Berufsleben!

Wenn Du gerne in dieser Reihe dabei sein möchtest, schreib mir einfach per Mail oder im Kommentar. Ich freue mich auf Dich! Du musst keine Bloggerin sein, bloß was zu erzählen haben über Deine Variante von Kind und Karriere, Beruf und Familie. Mitgemacht haben unter anderem schon:

Eine ganz normale Mama

Mama im Spagat

Mama WahnsinnhochDrei

Lari Lara

Mami und Gör

Meine Svenja

Mäusemamma

Mama on the rocks

Mamis Nähkästchen

Val

Maia Mami rocks

Verena Mami rocks

Von Herzen und bunt

Dachbuben

Minimenschlein

RadioMama

Fledermama

MAMA Berlin

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