Ein Herz für Eltern und zum Glück sind Blogger politisch

Ein Herz für Eltern - und warum es gut ist, dass Bloggen politisiert

Bloggerin Laura hat ein großes Herz für Eltern und ihre Belange. Ihr Blog HeuteistMusik ist oft politisch und das ist auch gut so. Sie hat vollkommen recht, wenn sie sagt, dass das Bloggen sie zu einem politischeren Menschen gemacht hat. Mir geht es genauso. Der von Tollabea und Petra intiierte Hashtag #dubistdemokratie passt auch zu dieser Feststellung. Hier seht ihr wie es in unserer Familie spielend gelingt, schwierige, weil abstrakte politische Themen zu veranschaulichen.

Die Möglichkeit, seine Meinung öffentlich kundtun zu können, Missstände unserer Gesellschaft aufzuzeigen und Probleme offen zur Sprache zu bringen, sind Kernelemente der Demokratie. Das Bloggen ist ein wichtiges Sprachrohr, das hilft sich Gehör zu verschaffen bei Politikern und Ministerien. Gerade wenn so viele große und kleine Bloggerinnen gemeinsam aktiv werden, begeistert mich die große Kraft dieser Bewegung.

Doch jetzt hat Laura das Wort, die übrigens ein wunderbares Talent hat, zu schreiben. Lest mal das hier zu #dubistdemokratie und das von ihrer Mitbloggerin Nina über den polizeilichen Großeinsatz im Home Office. Ihr schmeißt Euch weg.

 

Wer bist Du?

Ich bin Laura, 33 Jahre alt und Mama von Jimmy (6 Jahre), Luise (4 Jahre) und Oskar (1). Zusammen mit Papa Anton wohnen wir in der Nähe von Stuttgart und unser allergrößtes Hobby ist es, Zeit miteinander zu verbringen. Weil Familie aber nicht nur reine Glückseligkeit bedeutet, habe ich den Blog HeuteistMusik gegründet und erzähle hier auch mal von Nervenzusammenbrüchen, Mamas im Trotzalter und Kinder, die nie ins Bett gehen wollen. Seit kurzem ist auch Nina dabei, selber Mama von Dreien, denn zusammen macht Bloggen noch viel mehr Spaß.

Ich bin außerdem selbstständige Journalistin, arbeite aber erst seit kurzen wieder und vereinbare mehr schlecht als recht vor mich hin.

 

Woher kommst Du und wohin gehst Du?

Ich komme ursprünglich aus einer Kleinstadt 30 km weit weg von Stuttgart und bin deshalb tatsächlich eine echte Schwäbin. Weil meine Eltern aber aus Essen sind, ist mein Schwäbisch als solches nur von Norddeutschen zu erkennen. Zwischenzeitlich habe ich im zauberhaften Konstanz gelebt und dort meinen noch zauberhafteren Mann kennengelernt. Nun hat es mich wieder zurück in die Schwabenmetropole gezogen und auch wenn ich ein großer Berlin-Fan bin, gehe ich hier nicht weg.

 

Was willst Du über Deine Familie sagen?

Die ist das allerbeste, was mir je passieren konnte. Meine Kids sind einfach der Hammer und ich könnte mich kaputt lachen, was da für witzige Menschen heranwachsen. Aber damit mich hier alle richtig verstehen: manchmal möchte ich sie auch allesamt auf den Mond schießen, und das mindestens einmal pro Tag. Ich wünschte mir immer eine große Familie und bewundere Mütter mit noch mehr Kindern. Ich schaffe aus Charaktergründen jedenfalls kein weiteres und habe mit gutem Gefühl nun alle Strampler weitergegeben.

 

Warum und was arbeitest Du?

Warum ich arbeite? Diese Frage beantworte ich wie aus der Pistole geschossen: weil ich meinen Job so sehr liebe. Ich war gerne ein Jahr mit Baby zuhause, aber nach 12 Monaten fällt mir die Decke auf den Kopf und ich habe schlimme Entzugserscheinungen. Ich habe es ein paar Wochen ohne Schreiben ausprobiert, um den Stress zu minimieren. Aber es ging nicht. Außerdem ist es mir wichtig, meinen Kindern vorzuleben, dass wir das tun sollen, was wir lieben.

Ich arbeite für verschiedene Zeitungen und schreibe Artikel, aber bin auch als Texterin tätig. Social Media-Beratung gehört ebenfalls zu meinem Angebot.

Erzähle uns etwas von Deinem beruflichen Werdegang!

Ich habe Deutsche Literatur und Geschichte studiert und dann ein Volontariat in einem Verlag gemacht. Nachdem ich schwanger wurde und ein Jahr in Elternzeit war, ging es mir wie so vielen Frauen: mein Platz war besetzt. Ich wurde in die Pressestelle verfrachtet und der Job machte mir zum Glück echt viel Spaß. Allerdings wurde ich ein zweites Mal schwanger und in der Elternzeit lief mein Vertrag aus. Bis heute bin ich eine große Gegnerin von endlos befristeten Verträgen. Um diesem Schicksal nicht ein drittes Mal ausgeliefert zu sein, machte ich mich selbstständig. Das ist nun drei Jahre her und ich habe es nie bereut.

3 Dinge, die Dir am schwersten fallen, beim Wechseln zwischen Job und Familie!

  • Ich kann dem Schreibtisch nur schwer den Rücken kehren, weil es immer etwas zu tun gibt. Dauernd schaue ich, ob nicht doch noch eine wichtige Mail reinkommt, und das nervt mich selbst. Im Homeoffice zu arbeiten bedeutet auch, den Arbeitsplatz immer vor Augen zu haben, auch am Sonntagmorgen.
  • Deshalb schaue ich manchmal zu viel auf mein Smartphone. Eigentlich möchte ich es nachmittags, wenn ich mit den Kindern unterwegs bin, in der Tasche lassen. Aber dann zücke ich es doch, wenn alle gerade beschäftigt sind – ätzend!
  • Die fehlende Zeit ist auch so ein Ding. Wegen mir könnte der Tag 36 Stunden haben, damit ich joggen oder mit Anton in Ruhe ein Gespräch führen kann.

3 Dinge, warum Du Job und Familie nicht tauschen wollen würdest!

Weil mein Job mich total erfüllt

Weil meine Kinder das Beste sind, das mir je passiert ist

Weil die Kombination aus beidem zwar meine schwerste Aufgabe, aber gleichzeitig so erfüllend ist

 

Warum hast du so ein Herz für Eltern?

Mir liegen Eltern am Herzen. Das ist mir durch das Bloggen bewusst geworden. So viele zerreißen sich zwischen Arbeit, Freunden und Kindern und haben nie, nie genug Zeit für sich selbst. Mütter sind so selbstkritisch und schauen zu wenig auf das, was sie täglich leisten. Mit meinen Texten möchte ich das ein ganz klein wenig ändern.

Am Herzen liegt mir außerdem eine gerechte Familienpolitik, bessere Chancen für Frauen und speziell Mütter auf dem Arbeitsmarkt sowie die demokratischen Werte unseres Landes. Durch das Bloggen bin ich ganz schön politisch geworden und überlege gerade, in eine Partei einzutreten.
Danke Laura, dass du so ein großes Herz für Eltern hast. Da haben wir gleich einen neuen schönen Hashtag #einHerzfuerEltern

 

Ein Herz für Eltern haben auch diese BloggerInnen, die hier alle schon in dieser Reihe mitgemacht haben:

Wenn Du auch ein Herz für Eltern hast, etwas sagen möchtest zum Thema Mütter und/oder Väter und Vereinbarkeit von Familie und Beruf, freue ich mich sehr auf Deine Mail an contact@mamirocks.com
Hier gibt es schon einige individuelle Einblicke. Diese Portraits zeigen Wege auf wie Menschen Familie und Beruf in ihrem Leben unter einen Hut zu bringen versuchen – denn ein Herz für Eltern soll jeder für uns vor allem auch gegenüber sich selbst haben: perfekt ist nicht wichtig.

Eine ganz normale Mama

Mama im Spagat

Mama WahnsinnhochDrei

Lari Lara

Mami und Gör

Meine Svenja

Mäusemamma

Mama on the rocks

Mamis Nähkästchen

Val

Maia Mami rocks

Verena Mami rocks

Von Herzen und bunt

Dachbuben

Minimenschlein

RadioMama

Fledermama

MAMA Berlin

Die Rabenmutti

Mama und die Matschhose

Hausnummersechs

Around about Munich

Papajahre

Sandra schreibt

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