Vor- und Nachteile des Zuhause Arbeiten Könnens

Vor- und Nachteile vom Zuhause Arbeiten - ein Interview zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit Tamara Beck (Mama mal 3)

Zuhause arbeiten ist ein großes Glück und gleichzeitig ganz schön schwierig. Es ist toll, immer bei den Kindern sein zu können, wenn sie krank sind, wenn sie Hilfe bei den Hausaufgaben brauchen, immer für sie zu kochen, denn so habe ich das Gefühl ihre Ernährung und ihr Bewusstsein für Lebensmittel wirklich beeinflussen zu können.Und doch ist es auch ganz schön anstrengend, denn es gibt Ferien und Arbeiten, die auch am Nachmittag, wenn die Kinder zuhause sind, erledigt werden müssen.

Heute habe ich Tamara von dem Schweizer Blog Mama mal 3 zu Gast. Beim Lesen ihrer Antwort kam es mir vor, als würde mir ein Spiegel vorgehalten. Auch ich bin harmoniebedürftig, möchte wie ich es als Kind selbst erlebt habe für meine ebenfalls  drei Kinder eine Zuhause-Mama sein und bin gleichzeitig von Herzen Journalistin – da verbindet uns ganz schön viel, liebe Tamara. Und wie Dir fällt es mir oft sehr schwer abzuschalten. Das sind eben wirklich die großen Vor- und Nachteile vom Zuhause arbeiten.

 

  • Wer bist Du?

    Ach herrje, gleich so eine philosophische Frage am Anfang *lol*. Diese Frage stelle ich mir täglich selber und finde keine rechte Antwort darauf. Aber um es kurz zu halten: ich bin Mama, Ehefrau, Journalistin & Bloggerin und lebe mit meiner Familie in der Ostschweiz.

  • Woher kommst Du und wohin gehst Du?

    Oh, es geht gleich im selben Stil weiter. Ich bin aufgewachsen in Liechtenstein, diesem kleinen, behüteten Land, in dem sich (fast) jeder kennt. Ich bin kurz über die Grenze gehüpft, aber irgendwann werde ich zurückkehren. Home is where your heart is.

  • Natur: Mein Mann und ich lieben es, draussen zu sein. Wandern, spazieren… die Kinder eigentlich auch, aber immer erst wenn wir dann da sind 😉

  • Was willst Du über Deine Familie sagen?

    Gute Frage, denn es gibt sehr viel, dass ich über meine Familie nicht sagen will, deshalb muss ich jetzt gerade nachdenken. (Pause… lange Pause…) Also ich würde sagen, wir sind noch eine junge Familie. Unser Grosser ist 7, wir befinden uns immer noch in der Findungsphase oder so, jetzt erst recht da wir seit Januar zu fünft sind. Da werden die Würfel nochmals neu gewürfelt. Im Moment habe ich das Gefühl, dass uns der Alltag mitzieht wie ein reissender Strom und mein Mann und ich versuchen, alle über Wasser zu halten. Was gar nicht so einfach ist, wie man sich vorstellen kann. Wir schlucken dabei auch manchmal ganz viel Wasser.

  • Warum und was arbeitest Du?

    Ich arbeite einerseits damit mein Mann nicht der einzige ist, der finanziell zur Familie beiträgt, andererseits, um „einen Fuss drin zu behalten“. Nicht zuletzt macht der schlecht bezahlte Teil meiner Arbeit auch ziemlich Spass 😉 Das wäre dann der Blogger- und Trageberaterin-Teil. Der Rest von mir ist freischaffende Journalistin.

  • Erzähle uns etwas von Deinem beruflichen Werdegang!

    Ich war erst mal an der Uni (Japanologie, Publizistik) und bin dann über eine Volontariats-Stelle bei einer Lokalzeitung in den Journalismus gewechselt. Irgendwann habe ich noch die PR-Fachfrau angehängt. Kurse in Trageberatung und Windelfrei-Coaching absolvierte ich dann als Mama noch.

  • 3 Dinge, die Dir am schwersten fallen, beim Wechseln zwischen den Welten!

    Dass es keinen Wechsel gibt beim zuhause arbeiten! Ich arbeite, wenn ich gerade nicht für ein Interview unterwegs bin, vollumfänglich zuhause – am Küchentisch oder auf dem Sofa. Ein Teil meiner Auftragsarbeiten ist für meinen Mann. Ich checke Mails zwischen Herd und Tisch, füttere Instagram auf dem Klo und vernetze mich bei der Einschlafbegleitung. Wenn ich Fotos mache, dann immer auch mit dem Hintergedanken, es online zu stellen. Ich bin die Mutter, die auf dem Spielplatz ins Handy tippt und die spätabends, wenn die Kinder schlafen und die Wäsche hängt, noch halbkaputt Texte zusammenschustert. Einerseits bin ich unendlich dankbar, mit dieser Art von Arbeit zuhause sein zu können und flexibel zu sein. Andererseits kenne ich keinen Feierabend, kann kaum abschalten.

  • Baum: Wir lieben unseren Innenhof, in dem wir einen Ahorn pflanzen liessen. An ihm kann man so wunderbar die Jahreszeiten ablesen… im Herbst verfärben sich seine Blätter rot, im Winter lässt er sie fallen. Zusammen mit dem blauen Himmel, entstehen so oft ganz schöne Stimmungsfotos.

  • 3 Dinge, warum Du nicht tauschen wollen würdest – trotz zuhause arbeiten!

    Weil ich hier sein kann – bei meinen Kindern. Ich arbeite zwar täglich daran, wirklich ganz hier zu sein, aber wenn ich das geschafft habe, dann ist es perfekt, das zuhause arbeiten. Meine Mama war immer da, wenn ich heim kam. Das wollte ich auch für meine Kinder, auch wenn es, wie erwähnt, noch verbesserungsfähig ist das zuhause arbeiten.

  • Was liegt Dir besonders am Herzen?

    Harmonie; dass alle glücklich sind, dann bin ich es auch. Und wenn sie es nicht sind, dass sie nicht alleine sind. Und dass ich zum Sport kann, regelmässig. Sonst bin ich unausstehlich. Ansonsten möchte ich natürlich anderen Eltern eine bedürfnis- und bindungsorientierte Elternschaft näher bringen. Weil ich erst beim zweiten Kind davon erfuhr. Und bis heute darunter leide, es beim ersten Kind nicht gekannt zu haben.

Lego: Die Liebe zu Lego verbindet Mann und Sohn. Unser Sohn hat rund 3 Jahre lang in seiner Freizeit nicht viel anderes gemacht, als mit Lego seine Fantasien ausgelebt… er besitzt zahlreiche Sets, sein Zimmer ist voller Lego-Steine. Er baut sie immer wieder zu neuen Konstruktionen zusammen – je nach Laune und Interessen. (Hier auch so!)

Danke auch für die tollen Bilder zu meiner Frage nach 3 „Lieblingen“.

 

 

 

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