Nachhaltig leben in Innsbruck

nachhaltig leben in Innsbruck

Nachhaltig leben in Innsbruck haben wir dieses Wochenende geübt: Wir waren mit den Radeln im Zentrum. Innsbruck ist absolut prima mit dem Fahrrad: Fast überallhin ist man mit dem Rad schneller angekommen als mit dem Auto. Nur leider gibt es nicht überall Fahrradwege, aber so nach und nach kenne ich mich gut genug aus, das ich die Schleichwege, ruhigeren Straßen und kleine Umwege durch Parks mit einplanen kann.

nachhaltig leben in Innsbruck

Parkplätze sind teuer und schwer zu finden. Deshalb fällt das Umsteigen auf das Fahrrad doppelt leicht. Auch der öffentliche Verkehr in die umliegenden Orte ist gut ausgebaut. Sogar zu vielen Freizeit- und Wanderzielen kommt man in Innsbruck gut mit den Öffis. Mehr Tourentipps zum Wandern mit öffentlichen Verkehrsmitteln findet ihr in meinem Wanderbuch “Naturzeit mit Kindern. Rund um Innsbruck”

Große Foodsharing Community in Innsbruck

Jedenfalls waren wir am Freitag nach der Musikschule am Marktplatz in der Markthalle bei den Bauernständen im hinteren Teil, wo man günstig regionales Gemüse einkaufen kann. Ein weiterer unverzichtbarer Ort für nachhaltiges Leben in Innsbruck ist der Zero Waste- und Unverpacktladen green roots am Marktgraben 14.

Anschließend waren wir im Moustache, um in den Foodsharing Fairteiler zu gucken. In Innsbruck gibt es mehrere Foodsharing Verteiler. Einer steht seit langem in der Kulturbackstube Bäckerei. Diesem wunderbaren Ort möchte ich einen eigenen Blogpost in der neuen Serie “nachhaltig leben in Innsbruck” widmen, da dieser Ort mit so vielen Facetten zum nachhaltig leben in Innsbruck beiträgt. Außerdem gibt es einen Outdoor-Fairteiler an der Uni-Mensa, aus dem ihr Rund um die Ihr Speisen entnehmen und einstellen könnt. Auch das Staddteilzentrum Wilten hat einen Fairteiler und bald schon bekommt das Stadtteilzentrum O-Dorf einen neuen Outdoor-Fairteiler. Ebenso in Planung ist ein Fairteiler am Botanischen Garten.

Die Foodsharing Community wächst und gedeiht jedenfalls in Innsbruck – nicht zuletzt auch dank der über 20.000 Studenten, die hier wohnen. Sie tun der Stadt wirklich gut. Das bei Supermärkten übrig gebliebene Essen wird nicht nur zu den öffentlich zugänglichen Fairteilern gebracht. Wir bringen es auch zu Obdachlosen-Zentren, Notschlafstellen und Flüchtingsheimen.

Übrigens gibt es seit neuestens für Innsbruck auch die App To good to go. Über die Schwazer Food Coop haben wir hier schon mal berichtet. Auch Einkaufsgenossenschaften, Solidarische Landwirtschaft (Solawis), Direktvermarktung von Bauern und Bauernmärkte helfen wie die Bauernkisten, das regional und nachhaltig leben in Innsbruck möglich wird. Ein eigener Beitrag zu den stadtnahen Solawis, zu den Innsbrucker Food Coops und weiteren Möglichkeiten zum regionalen Einkauf, ist in Planung.

Kost nix Konzept – Tauschökonomie

Nachhaltig leben in Innsbruck geht aber auch noch um einiges intensiver, gemeinwohlorientiert und ohne Geld, weg von Konsumdenken und Überproduktion. In Innsbruck gibt es den Kostnix Laden in der Innstraße 45. Geöffnet hat der Umsonstladen von

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Es ist ein super Konzept, bei dem es nicht um die Frage geht, was es kostet, sondern was kann ich gebrauchen? Jeder kann Sachen hinbringen, muss das aber nicht, sondern darf bis zu drei Teile am Tag mitnehmen, manchmal auch mehr, denn es gibt sehr viele Menschen, die Kleider und Zeug hinbringen. Daher ist wirklich jede Menge Ware da. Ein total süßer Laden gleich hinter der Altstadt, nur über die Brücke und dann rechts vom Kino in der Ladenzeile. Gleich gegenüber ist übrigens das Café haepinest, ein nachhaltig orientiertes Café (Third Wafe Coffee) und Bistro für feinste und faire Kaffeesorten.

Kostnix Kunstprojekt am Marktplatz

Am Marktplatz haben wir uns das Kostnix-Kunstprojekt: “Go Now. Why Wait.” bereits 2019 näher angeschaut. (Solange will ich diesen Artikel schon schreiben.)

In die alten ausgeschlachteten Autos wurden in die Betonwüste der Innenstadt futuristischen Hochgärten angepflanzt. Es wuchs und gedieh prima in 2019 – im Oktober gab es zum Ende der Gartensaison eine Versteigerung der Pflanzen. Diese genehmigte, auf Zeit besetzte Autonome Zone sollte Raum schaffen zum Mund aufmachen, reden, nachdenken über eine ökologische und gemeinwohlorientierte, egalitäre Zukunft – grüne Zukunft in der Stadt.

Alle waren eingeladen hier zu verweilen und aktiv daran mitzugestalten. Das Projekt zeigt auch auf, dass der Marktplatz nicht nur Zone für Gewerbetreibende und Touristen sein soll, sondern allen Menschen gehört. Rückt so Marginalisierung und Ausgrenzung ins Auge und ins Gesprächsfeld.

Oase Waltherpark

Dann habe wir noch einen Abstecher in den Waltherpark gemacht. Das ist eine tolle Oase, ebenfalls gleich hinter der Brücke aus der Altstadt raus, Richtung dem Stadtteil Sankt Nikolai. Hier gibt es einen Bücherentnahmekasten und eine Telefonzelle, in die man Sachen stellen kann die man nicht mehr braucht – oder herausnehmen. Allerdings wäre es wunrderbar, wenn diese Idee mehr Respekt erführe. Leider gibt es hier ein Vandalismus Problem und die Sachen werden zerstört. Das tut mir in der Seele weh.

Das Café, das sich hier befindet ist ebenfalls ein Gemeinschaftsprojekt und jeder, der will kann es öffnen und betreiben für einen Nachmittag oder Abend. Hier befindet sich ein weiteres öffentliches Bücherregal zur freien Entnahme.

Spaziergang durch Innsbruck

Der Innsbrucker Ernährungsrat betreibt hier ein Hochbeet für die Allgemeinheit. Jeder darf sich kümmern und ernten. Mehr über Urban Gardening Projekte in Innsbruck erfahrt ihr in Kürze in Teil 2 der neuen Serie “Nachhaltig leben in Innsbruck”

Wer sich für mehr Subkultur und Ideen zum nachhaltig leben in Innsbruck interessiert findet hier das Subkultur Archiv

 

WammS und Conrad Fahrradladen

Ganz begeistert sind wir auch von den gelben Containern des Wams. Das sozialökonomische Unternehmen sammelt in vielen Gemeinden Tirols Kleider & Co. ein und bieten auf diesem Wege Menschen einen Job, die auf dem normalen Arbeitsmarkt keinen finden würden.

Die Kleidung wird in den Wams Läden weiter verkauft und was an Textilien nicht mehr zu gebrauchen ist, wird recycelt und zu neuen Stoffen verarbeitet.

Die WAMS Second Hand Läden findet ihr an folgenden Standorten:

WAMS Laden Innsbruck
Innrain 30b, 6020 Innsbruck
Mo-Fr 9-18 Uhr + Sa 9-13 Uhr

WAMS Laden Hall
Salvatorgasse 27, 6060 Hall
Mo-Fr 9-18 Uhr + Sa 9-12 Uhr

WAMS Laden Telfs
Untermarktstraße 4, 6410 Telfs
Mo-Fr 9-18 Uhr + Sa 9-13 Uhr

WAMS Laden Schwaz
Andreas-Hofer-Str. 3, 6130 Schwaz
Mo-Fr 9-18 Uhr + Sa 9-12.30 Uhr

WAMS Laden Jenbach
Schalserstraße 1, 6200 Jenbach
Mo-Fr 9-18 Uhr + Sa 9-12.30 Uhr

Auch der Wams Fahrradladen Conrad arbeitet nach denselben Prinzipien. Hier findet man so manches tolle gebrauchte Bike, wieder in Schuss gebracht und zu fairen Preisen.

WAMS Radwerkstatt CONRAD
Ampfererstr. 30, 6020 Innsbruck
Mo-Fr 9-18 Uhr

Reparaturen
Neu- und Gebrauchträder
Transportanhänger
Ersatzteile und Zubehör
Sicherheitsberatung

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