Permanenter Bereitschaftsdienst und trotzdem glücklich

permanenter Bereitschaftsdienst und trotzdem glücklich!

Heute stelle ich Euch Bloggerin Iris vor: Sie ist Vierfachmutter mit Zwillingen, sagt von sich selbst sie ist glücklich und ihr permanenter Bereitschaftsdienst ist nun mal so – sie akzeptiert das einfach. Wenn ich mir das Interview mit der lieben Iris Hell so durchlese, freue ich mich, dass es Leute gibt, die noch mehr Kinder haben als ich und das trotzdem mit Gelassenheit und Lebensfreude auf die Reihe kriegen – obendrein noch ihre eigenen Ziele und Träume verwirklichen. Liebe Iris, ich freu mich schon, wenn wir uns in München mal auf ein Glas Wein treffen.

 

Wer bist du?

Iris, ein Kind der quietschbunten 1970er-Jahre. Als Dreijährige wurde ich in eine orangekarierte Latz- oder eine knallrote Trachtenlederhose gesteckt und in meiner Fantasie ließ der liebe Gott am heiligen Sonntag zur Entspannung die Füße vom Himmel baumeln. Die Farbenfreude meiner Kindheit mit ihren Prilblumen – wer erinnert sich noch? – und grobgemusterten Tapeten in den grellsten Nuancen des Regenbogens ließ in meinem Kopf auch die Zahlen bunt erstrahlen.

Wer bin ich heute? Vierfachmädchenmutter, Ehefrau, Juristin, Betriebswirtin, Autorin, Bloggerin, Mädchen für alles, Seelentröster als permanenter Bereitschaftsdienst und wenn ich weiter nachdenke, fällt mir bestimmt noch einiges ein.

 

Woher kommst Du und wohin gehst Du?

Geboren bin ich in München und werde, wie ich mich Lokalpflänzchen kenne, im größten Dorf Deutschlands kleben bleiben, auch wenn ich eine große Affinität zum Norden, insbesondere zu Skandinavien habe. In München sind meine Wurzeln, hier schlägt mein Herz. Der alljährliche Wiesn-Anstich ist immer wieder ein unbeschreibliches Erlebnis, entweder live oder wenigstens am Bildschirm.

 

Was willst Du über Deine Familie sagen?

Meine Familie: Das sind mein Mann, unsere vier Töchter – zwei Einlinge & Zwillinge – im Grundschuld- und Kindergartenalter und ich. Lieblingslektüre & Lieblingsserie meiner Kindheit waren Hanni & Nanni sowie die Waltons. Mit meiner Familie sind meine Träume als Einzelkind – Großfamilie & Zwillinge – in Erfüllung gegangen.

permanenter Bereitschaftsdienst und trotzdem glücklich!

Warum und was arbeitest Du?

Ohne Arbeit geht es bei mir nicht. Wenn ich keine habe, suche ich mir eine. Entweder ich schreibe an einem Buch, belege hochschwanger bzw. mit zwei Säuglingen und zwei Kleinkindern zu Hause einen Buchhaltungskurs oder studiere BWL.

Im Moment bin ich Buchautorin und Bloggerin: Vier gegen Muddi – Blog & Bücher aus einem bunten Familienleben.

Das Schreiben lag mir schon immer am Herzen. Seit ich zusammenhängende Sätze zu Papier bringen kann war das Tagebuch mein wichtigster Vertrauter. Heute vergeht kein Tag, an dem mir nicht ein Bild, ein Spruch, eine Idee vor die Füße purzelt, das/den/die ich festhalten möchte. Ob ich möchte oder nicht: Mein Kopf arbeitet fast permanent daran, Ideen und Worte in eine Form – Bild oder Text – zu gießen.

 

Meine Bücher

permanenter Bereitschaftsdienst und trotzdem glücklich!

Mein Roman „Kleckerlätzchen für Anfänger – Mit Karacho in die Windelberge“ ist im Mai 2017 in Eigenregie erschienen. Er beschreibt Momente einer Erstlingsmutter aus der Schwangerschaft und dem Leben mit kleinem Kind. Die Protagonistin Kim Weiß ist zwar fiktiv, dennoch basiert der Roman hauptsächlich auf eigenen Erlebnissen. Durch die Brille der Vierfachmutter würde mich manche Situation von damals vielleicht nicht mehr so leicht aus der Fassung bringen.

In der Fortsetzung, deren Erscheinen ich für 2017 geplant habe, schwimmt Protagonistin Kim Weiß tapfer durch die Wogen des täglichen Familienlebens mit vier Kindern, stetig das Ziel vor Augen, nicht weggespült zu werden …

 

Mein Blog

gibt Einblicke in ein zauberhaftes und wunderbar turbulentes Familienleben mit einer Überzahl an Kindern. Persönliche Erlebnisse, Episoden und Eindrücke, an die ich mich noch in Jahren erinnern möchte: ein unvergesslicher Besuch beim Zahnarzt, der tränenreiche Abschied vom Kindergarten, eine Einkaufs-Tour, besser gesagt Tortur, mit Töchter-Quartett zur Shopping-Rush-Hour, die Suche der geräuschgebeutelten Mutter nach einem Ort der Ruhe – sei es auch nur für zehn Minuten, natürlich der Dauerbrenner Schmutzwäsche und vieles mehr.

 

Erzähle uns etwas von Deinem beruflichen Werdegang!

Nach dem Jurastudium in München (ach!) war ich erst als Rechtsanwältin in einer Kanzlei, später bis zur Geburt meiner zweiten Tochter in einem Unternehmen tätig. Nach der ersten Elternzeit bin ich mit zwanzig Wochenstunden auf meine Position als angestellte Rechtsanwältin zurückgekehrt. Das folgende Jahr als „Teilzeitmutti“ erforderte selbst mit „nur“ einer halben Stelle und „nur“ einem Kind einiges an Organisationstalent, wenn es z.B. um die Überbrückung von Ferien – oder Krankheitszeiten ging.

Seit der Geburt meiner zweiten Tochter habe ich – für ein paar Jahre, für immer? – dem Angestelltenleben den Rücken gekehrt. Meine kleine Großfamilie mit ihren unterschiedlichen und individuellen Bedürfnissen ließ und lässt sich nach wie vor nicht in das Korsett einer abhängigen Beschäftigung zwängen.

Da ich aber gedanklich nicht still sitzen kann, habe ich die Zeiten zu Hause zum Teil (neben vielen Baby- und Familienaktivitäten) zum Romanschreiben und zu einem weiteren Studium genutzt. Anfang 2017 ist der Blog dazu gekommen.

Die Freiheit, mich am heimischen Schreib- oder auch Küchentisch für ein paar Stunden oder einfach nur zwischendurch an den Laptop zu setzen – das Einverständnis meiner Töchter vorausgesetzt, möchte ich nicht missen. Kein Chef, keine ungeduldigen Kollegen, keine berufliche Fremdbestimmung.

Meine Kinder haben Priorität, so dass der Computer geduldig auf den nächsten Einsatz wartet, wenn eine Schwimmstunde, ein Frühstück in der Schule oder ein Termin zum Schultütenbasteln anstehen.

3 Dinge, die Dir am schwersten fallen, beim Wechseln zwischen den Welten!

Eigentlich sollte ich ihn nach neun Jahren des Mutterseins gewohnt sein: den Geräuschpegel, den Kinder verursachen. Der Gegensatz zwischen der vormittäglichen Ruhe, wenn meine Töchter in Schule und Kindergarten sind und dem nachmittäglichen/abendlichen Lärm, ist zum Teil immens.

Selbst wenn ich die Tür zur Waschküche schließe, um mich den Kindern oder dem Schreiben zu widmen, sind sie doch da: Die Wäscheberge, die bei Missachtung leider nicht verschwinden, sondern schwindelnde Höhen erreichen können.

Kinder brauchen Geduld, manchmal sehr viel. Die ist in einem Sechspersonenhaushalt gelegentlich Mangelware.

 

3 Dinge, warum Du nicht tauschen wollen würdest!

 

Ich kann arbeiten, was mir Spaß macht, meine Themen selbst suchen.

Ich kann arbeiten, wann ich möchte oder wann ich die Zeit dafür finde. Steht etwas anderes an, hat der Computer Pause.

Das Schönste: Ich muss die Kinder und deren Bedürfnisse nicht um meine Arbeit herum organisieren, sondern umgekehrt. Meine Kinder haben Vorrang und in der verbleibenden Zeit kann ich mich an den Computer setzen – oder auch nicht.

 

Was liegt Dir besonders am Herzen?

Für meine Kleinen da zu sein. Nicht nur per Telefon erreichbar, sondern körperlich anwesend zu sein. Eine Tochter liest, eine malt, zwei spielen miteinander. Während ich für meine Schreibprojekte Worte aneinanderreihe, meine Homepage oder die sozialen Netzwerke pflege, sind wir zusammen, verbringen wertvolle, unwiederbringliche Zeit miteinander. Auch wenn ich nicht den Alleinunterhalter spiele, kann ich jederzeit das Lieblingsessen kochen, bei Bedarf trösten oder kuscheln. Das möchte ich unter keinen Umständen missen.

 

3 Dinge, die Du und Deine Familie ins Herz geschlossen hat.

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Pfannkuchen

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Apfelbaum

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Murmeln

Ist permanenter Bereitschaftsdienst für Dich als Elternteil auch Alltag oder kreigst du da das große Kotzen? Bitte mach mit, egal bo die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei Dir gut hinhaut oder nicht. Erzähle uns dein Modell.

Auch permanenter Bereitschaftsdienst?

Wenn Du auch etwas sagen möchtest zum Thema Mütter und/oder Väter und Vereinbarkeit von Familie und Beruf, freue ich mich sehr auf Deine Mail an contact@mamirocks.com
Hier gibt es schon einige individuelle Einblicke. Diese Portraits zeigen Wege auf wie Menschen Familie und Beruf in ihrem Leben unter einen Hut zu bringen versuchen – denn ein Herz für Eltern soll jeder für uns vor allem auch gegenüber sich selbst haben: perfekt ist nicht wichtig.

Eine ganz normale Mama

Mama im Spagat

Mama WahnsinnhochDrei

Lari Lara

Mami und Gör

Meine Svenja

Mäusemamma

Mama on the rocks

Mamis Nähkästchen

Val

Maia Mami rocks

Verena Mami rocks

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