Vom Wechseln zwischen den Welten: Vollzeitjob, Familie und Blog

Wechseln zwischen den Welten: Vollzeitjob, Familie, Blog Hausnummersechs

Vera arbeitet Vollzeit, hat zwei Kinder, zwei Hunde, seit kurzem einen Blog und liebt das Wechseln zwischen den Welten. Eins ist sicher: Sie strahlt Tatkraft und Lebensfreude aus. Wie sie das alles schafft und was ihr Geheimnis dabei ist, lest ihr am besten selbst:

 

Wer bist du?

Hey, ich bin Vera (32) Ehefrau und Mama von zwei Kids (4 Jahre und 1,5 Jahre). Ich blogge seit kurzem über unseren bunten und kreativen Familien-Alltag im Süden Österreichs auf Hausnummersechs. Neben meiner Familie und dem bloggen, arbeite ich Vollzeit in der öffentlichen Verwaltung und habe mich vor kurzem auch noch selbstständig gemacht.

Woher kommst du und wohin gehst du?

Ich komme aus Klagenfurt und habe gemeinsam mit meiner Familie im Süden Klagenfurts unser Zuhause, das „Hausnummersechs“, gebaut. Wir sind sozusagen von der „Stadt“ aufs „Land“ gezogen (wobei das trifft wohl eher auf meinen Mann zu, denn er ist aus Wien „ausgewandert“. Wohin ich gehe? Ich gehe nirgends hin! Also abgesehen von Urlauben! Es gefällt mir hier sehr gut, wir sind hier angekommen und fühlen uns zu Hause.

Was willst du über deine Familie sagen?

Unsere Familie besteht aus 2 Kids, 2 „Erwachsenen“ und 2 Hunden. Wir sind alle gerne an der frischen Luft. Ob im Wald, im Garten, am See oder Meer, ganz egal – Hauptsache wir sind ZUSAMMEN. Basteln, malen, Handwerken und nähen, ja das tun wir gerne. Dabei können wir auch nicht lange still sitzen und müssen dauernd irgendetwas werkeln oder unternehmen. Wir verreisen gerne, ob mit Auto, Camper oder Flugzeug, ganz egal, neue Dörfer, Städte und Länder müssen von uns einfach entdeckt werden.

Warum und was arbeitest Du?

Ich bin seit 13 Jahren in der öffentlichen Verwaltung tätig. Also bis vor kurzen war ich der Meinung, dass ich überhaupt nur arbeite, weil es mir so viel Spaß macht. Und natürlich auch, weil ich Geld dafür bekomme. Versteht mich bitte nicht falsch, mir macht meine Arbeit noch immer Spaß. Aber schön langsam frage ich mich immer wieder, ob es für mich wirklich „richtig“ ist, dass ich nun mit Familie und zwei Kids, meinen ganzen Hobbies und dem Blog auch noch Vollzeit arbeite.

Ich fühle mich immer öfters zwischen meinen „Welten“ hin- und her gerissen. Neben meiner Arbeit im Büro, meiner Familie und dem Blog, habe ich mich vor kurzem als Ringana Frischepartnerin selbstständig gemacht. Jetzt werdet ihr euch wahrscheinlich 2 Dinge fragen: 1) Wer oder was ist Ringana? Und 2) Warum macht sie sich auch noch SELBSTSTÄNDIG???? Diese beiden Fragen habe ich vor kurzem auf unserem Blog beantwortet. Das lest ihr am besten dort nach.

Nur so viel: Ringana ist ein österreichisches Familienunternehmen auf dem Gebiet der Frischekosmetik (z.B. natürliche Sonnencreme ohne Konservierungsmittel). Diese Arbeit fühlt sich nicht als Arbeit an, denn wir verwenden die Produkte bereits seit über 4 Jahren und lieben sie. Was liegt da näher, als auch über die tollen Produkte zu sprechen oder zu schreiben? Ihr kennt das bestimmt: Wenn ihr von etwas begeistert seid, schwappt die Begeisterung auch meist auf andere über. So geht es uns gerade.

Es macht mir alles soooo viel Spaß, dass ich sooo viele Ideen habe. Mir fehlt aber schlicht und einfach die Zeit, sie alle umzusetzen. Ich merke immer öfters, dass auch mein Tag nur 24 Stunden hat. Und auch ich brauche Ruhepausen.  ☺ Ich bin also gerade im innerlichen Umbruch. Mal sehen, wo mich mein weiterer Weg hinführen wird. Ich bin aber schon sehr darauf gespannt…

 

Erzähle uns etwas von Deinem beruflichen Werdegang!

Nach meiner Schulzeit im Musikgymnasium habe ich in Klagenfurt „Informationsmanagement“ studiert. Neben dem Studium arbeitete ich in der öffentlichen Verwaltung. Dort bin ich bis heute und wahrscheinlich noch bis zu meiner Pension tätig… (Wenn ich das so niederschreibe, klingt das irgendwie sehr, sehr komisch!) Nachdem mich das Wechseln zwischen den Welten schon immer begeisterte, bin ich neben Studium und „Alltagsberuf“ ins Eventmanagement eingetaucht: Mal war es Beachvolleyball in Klagenfurt oder Großveranstaltungen in Wien und im Ausland. Das Wechseln zwischen den Welten brauchte ich auch vor meiner „Karriere“ als Mama. Um ehrlich zu sein, ich brauche den Wechsel zwischen den Welten schon immer, und ich denke auch es wird immer so bleiben… Mich interessieren so viele Dinge, da tu ich mir schwer, mich nur auf eine Welt zu beschränken. Das will und muss ich auch nicht…..

So also nachdem ich dann nach der anfänglichen Zeit in einem politischen Büro gegen Ende des Studiums in die IT-Abteilung gewechselt bin, war für mich klar, dieser Job ist das Beste was mir passieren konnte. Denn nun konnte genau in dem Bereich arbeiten, der mich interessierte und ich hatte auch noch dazu einen sicheren Job. Es schien alles perfekt. Doch irgendwie zog es mich auch weiterhin in die andere Welt. In die Welt des Eventmanagement, also nahm ich immer wieder Urlaub, um bei Veranstaltungen mit zu arbeiten.

Das ging so lange, bis ich meinen Mann bei einer Veranstaltung kennen lernte. Als wir 2012 Eltern wurden, war für uns klar: Es gibt ab jetzt URLAUB nur noch für die Familie und nicht mehr zum Arbeiten. Somit war die Welt des Eventmanagements gegen die Familienwelt getauscht. Das ist mir, vor allem in den ersten beiden Sommern, nicht besonders leicht gefallen ist. Jetzt mit etwas Abstand, bin ich sehr dankbar, dass ich all die Erfahrungen machen durfte. Und ich freue mich umso mehr, mit der ganzen Familie beim „Beachvolleyball“ auf der Tribüne zu sitzen.

 

3 Dinge, die Dir am schwersten fallen, beim Wechseln zwischen den Welten!

Nun habe ich es mir in meinen unterschiedlichen Welten super eingerichtet… Zumindest dachte ich das bis vor gut einem Jahr. Gegen Ende der zweiten Karenz hatte ich dann DIE Idee: Ich schreibe einen Familien-Kreativblog!
Und da stehe ich nun: die vollzeitarbeitende Mama, die ihre Liebe zum Bloggen entdeckt hat…

Ich habe mich von meinen persönlichen Vorstellungen verabschiedet, alles perfekt machen zu müssen…und jongliere nun zwischen Arbeit – Familie und Bloggen hin und her….

Wenn ich sage, mir fällt das Wechseln zwischen den beiden Welten nicht schwer, würde ich lügen. ABER ich kann sagen, dass es mir jetzt um einiges leichter fällt zwischen den Welten als Mama und als Projektmanagerin hin und her zu wechseln, als früher zwischen den beiden Arbeitswelten. FRÜHER überlegte ich mir im Alltagsberuf oft, wie mein Leben verlaufen wäre, wenn ich doch diesen tollen Alltagsjob erst später mit 30 Jahren und 2 Kids bekommen hätte. Wie hätte sich mein beruflicher Werdegang dadurch verändert????

HEUTE überlege ich mir im Alltagsjob maximal, ob ich alles fürs Abendessen zu Hause habe bzw. wer heute mit dem Abholen der Kids dran ist… Und zu Hause überlege ich mir in der Früh beim Anziehen nur, ob ich mich erinnern kann für den heutigen Tag einen wichtigen Termin vereinbart zu haben. Denn danach wähle ich mein Outfit aus. Es kommt trotzdem durchaus vor, dass ich mit einem Kapuzenpullover bei einem Termin sitze, was in der IT-Branche Gott sei Dank kein großes Problem ist. Von den Jeans rede ich schon gar nicht – ich besitze im Moment glaube ich nur Jeans! ☺

 

Ein paar Dinge musste ich allerdings lernen, um mir das Wechseln zwischen den Welten zu erleichtern:

Perfektionismus ist nicht immer etwas Positives! Dadurch, dass ich früher immer alles für mich PERFEKT machen wollte, habe ich mich selbst sehr gestresst. Seit ich versuche nicht immer und überall, alles „perfekt“ zu machen, nehme ich mir sehr viel Stress ab. Es funktioniert trotzdem alles, wenn nicht sogar um ein Eck besser.

Denke nicht für andere, sondern lass andere selbst entscheiden!

NEIN. Ja, das Wort NEIN gibt es jetzt auch in meinem Wortschatz! Und was soll ich euch sagen, es TUT einfach GUT!!!! Anfangs kam ich mir egoistisch vor. Ich dachte, ich muss mein Nein erklären, aber NEIN, das MUSS ich NICHT!

 

3 Dinge, warum Du nicht tauschen wollen würdest!

Auch wenn ich mich gerade etwas im innerlichen Umbruch sehe, würde ich nicht tauschen wollen:
Denn ich wüsste nicht, was ich tauschen sollte.
Es machen mich genau diese verschiedenen Welten zu dem, was ich bin.
Wir alle 4 brauchen das Wechseln zwischen den Welten! (Auch die Kids lieben Krabbelstuben/Kindergartenwelt und die der Familie. Sie haben also ihr eigenes Wechseln zwischen den Welten. Und sie brauchen ihre Zeiten mit den Freunden genauso wie ganz viel Familienzeit.


Was liegt Dir besonders am Herzen?

Natürlich liegt mir meine Familie besonders am Herzen und daher auch das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wie wir heuer zum ersten Mal am eigenen Leib erfahren, ist es nicht einfach, die Kinderbetreuung bei den vielen Ferien zu organisieren. (Madame ist nun nach der Krabbelstube in einen privaten Kindergarten gekommen, der annähernd die gleichen Ferien hat wie Schulen.) Daher ein großes DANKE auch mal an alle (Mann, Oma, Opa, Babysitterin), die mithelfen, dass alles so gut klappt.
Ich freue mich auf weitere Einblicke bei anderen Mamas und Papas, um die eine oder andere weitere Idee zu bekommen, wie sie das Thema Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie und im speziellen das „Ferien-Problem“ gelöst haben.

 

Mehr vom Wechseln zwischen den Welten

Hier gibt es schon einmal ganz viele individuelle Einblicke. Diese Portraits zeigen Wege auf wie Menschen Familie und Beruf in ihrem Leben unter einen Hut zu bringen versuchen:

Eine ganz normale Mama

Mama im Spagat

Mama WahnsinnhochDrei

Lari Lara

Mami und Gör

Meine Svenja

Mäusemamma

Mama on the rocks

Mamis Nähkästchen

Val

Maia Mami rocks

Verena Mami rocks

Von Herzen und bunt

Dachbuben

Minimenschlein

RadioMama

Fledermama

MAMA Berlin

Die Rabenmutti

Mama und die Matschhose

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