Und es ist da, das Brotkochbuch „Kein Brot im Müll“ mit vielen Tipps und Tricks zum Reste verwerten, zu Lagerhaltung und alternativen Einkaufsmöglichkeiten, zum Selbstkochen und zum Teilen von übrig gebliebenen Lebensmitteln. Natürlich finden sich in diesem bunten Buch mit Grafiken und Bildern von Denny Pedross und Texten von Nora Gabl und mir auch jede Menge Rezepte, um altes Brot und Brotreste zu verwerten. Sonst wäre es ja kein Kochbuch…

Initiativen zum Lebensmittelretten, zur Reduktion von Food Waste und nachhaltige Einkaufsmöglichkeiten in und um Innsbruck
Doch „Kein Brot im Müll“ ist mehr als ein Brotkochbuch. Neben Tipps und einfachen Rezepten mit altem Brot findest du hier jede Menge Infos über Ernährungssicherheit, Armut und Hunger, über die globalisierte Lebensmittelindustrie und die anhaltende Überproduktion von Lebensmitteln weltweit. Diese beträgt fast 40 Prozent! So viele Lebensmittel werden nur für die Mülltonne produziert. Würden diese Nahrungsmittel gerechter verteilt werden, könnten wir den Hunger auf der Welt relativ gut in Griff bekommen… anstatt immer mehr und mehr zu produzieren.

Im Buch findest du Initiativen, die sich mit der Thematik Ernährungssicherheit, gerechte Verteilung und nachhaltige Landwirtschaft auseinandersetzen. Es gibt aber auch jede Menge lokaler Vereine, Gruppen und Genossenschaften in und um Innsbruck, bei denen du dich aktiv engagieren kannst.
Hier siehst du ein paar Seiten aus dem Brotkochbuch. An dieser Stelle auch noch einmal Danke an unserer Förderer, der Feldverein und das Land Tirol, ohne die wir die Grafik- und Druckkosten nicht hätten bezahlen können.

Hol dir dein Brotkochbuch im Il Corvo oder in der Buchhandlung Daffodils in Wilten oder in der Buchhandlung Liber Wiederin im Zentrum
Viele von ihnen haben uns ein Rezept ähnlich diesem hier für Karottenknödl zur Verfügung gestellt oder werden im Buch vorgestellt. Das Kochbuch bekommst du für 10 Euro Solipreis bei mir – nimm gerne kontakt auf per Email an contact ät mamirocks com – oder im Il Corvo, ein vegetarisches Restaurant in der Innsbrucker Mozartstraße, das mit Überschussware kocht. Dort kannst du vorbeischauen ohne zu konsumieren, denn das ist dort keine Pflicht. Es gibt aber auch leckeres Abendessen udn du kannst dafür soviel zahlen, wie es dein Geldbeutel erlaubt. Es gibt keine fixen Preise für die Gerichte sondern Richtwerte von… bis.

Mehr Infos zu Tiroler Food Coops, Ernährungssicherheit und Food Waste Initiativen, Weltacker und dem nachhaltigen Leben in Innsbruck findest du in diesen Links.
Mit dem Kauf des Kochbuches unterstützt du unsere Aktivitäten gegen Foodwaste und Lebensmittelverschwendung und ermöglichst eine zweite Auflage, wenn die ersten 250 Exemplare weg sind. Außerdem können wir so mehr Zeit aufwenden, um die Themen Resteküche, Selbermachen und Überproduktion mehr Sichtbarkeit zu geben, zum Beispiel durch Koch-Workshops, Events und Lesungen.
58 Prozent der Lebensmittelabfälle landet zuhause im Müll
Wusstest du, dass die meisten Nahrungsmittel zuhause weggeschmissen werden? Nicht im Handel und nicht auf dem Bauernhof, sondern bei uns zuhause landen 58 Prozent des gesamten Lebensmittelabfalls in der Tonne. Der Hammer, oder?
Im Buch findest du Tipps, um im Kühlschrank den Überblick zu behalten, was du zuerst verbrauchen musst. Und ganz viele leckere und schnelle Rezepte für süße und herzhafte Brotgerichte. Aus hartem Weißbrot kannst du zum Beispiel Knödlbrot machen oder Croutons für Salate und Suppen schneiden und in der Pfanne anrösten.
Auch Brot einfrieren ist eine gute Idee. Entweder direkt in Scheiben für den Toaster oder du bäckst Semmeln und anderes Gebäck im Ofen bei 150 Grad Celsius für ein paar Minuten auf. Wenn du eine Schüssel mit Wasser unter das Backblech stellst oder die Brötchen mit ein wenig Wasser benetzt, schmecken die Semmeln wieder wie frisch vom Bäcker.

Unsere Großeltern und Omas kannten die Tricks gegen Food Waste
Selbermachen, Reste verwerten, zum Beispiel hier leckere Brezn-, Brot- oder Gemüsechips aus dem Ofen oder Suppenwürze aus Gemüseresten, waren für unsere Großeltern selbstverständlich. Wir können viel von ihnen lernen. Das Wissen früherer Generationen zur Haltbarmachung von Lebensmitteln war uns ein großes Anliegen, deshalb findest du im Buch einen transgenerationalen Ansatz: Wir haben Omas und Großeltern nach ihren Tipps und Rezepten befragt.
Das Buch ist übrigens, so weit wie möglich, in einfacher Sprache verfasst. Wir haben uns bemüht, die komplexen Sachverhalte in kurzen Sätzen darzustellen. Die Rezepte sind in einfacher Sprache verfasst und sind variabel. So dass du sie ganz einfach mit den Zutaten, die du gerade vorrätig hast, ersetzen und verändern kannst. Es sind Grundrezepte, die dir auch helfen, wenn du verschiedene Lebensmittel und Speisereste kombinieren möchtest.
Dazu kommen viele Grafiken und Bilder, Tabellen und Listen, die dir Zugang zu dem Thema vreschaffen, auch wenn du keine Lust hast viel zu lesen. (Tipp: Versuch die langen Texte trotzdem zu lesen. Es sind spannende Geschichten über besondere Menschen in Tirol. Die Anstrengung lohnt sich!)

Das ist einer der Innsbrucker Foodsharing-Fairteiler. Wenn du mehr Infos zu Foodsharing suchst und mitmachen willst, kannst du dich hier registrieren.

Lies hier weiter, wenn du zu viele Reste im Kühlschrank hast:
Kürbis – variables Rezept gegen Food Waste
Krummes Gemüse – warum soll das in den Müll?
Zero Waste Tipps
Was du mit Orangenschalen anstellen kannst
Fotos: Verena Wagner, Thomas Topf für Die Tafel Österreich

Du hast viele Erdbeeren beim Foodsharing bekommen? Hier ein Rezepte für Erdbeermarmelade ohne Zucker und eines für veganen Erdbeerkuchen und im Buch findest du das Großmutter-Rezept für ERdbeerschmarrn mit übrig gebliebenen Misch- oder Schwarzbrot
Du willst Selbstversorger*in werden? So startest du mit einem Hochbeet (Bauanleitung) und dem Gemüsegarten. Hier findest du Infos zu alten Gemüsesorten und Kräutern.
Du kannst auch wilde Kräuter im Wald und in den Bergen sammeln. Nicht für alles musst du in den Supermarkt gehen…

Viel Freude mit unserem Kochbuch und den vielen Möglichkeiten unser Ernährungssystem ein bisschen lokaler, regionaler, gerechter, transparenter und direkter zu gestalten.
